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BVB II hadert nach dem 1:1 bei Viktoria Köln

"Ein grandioses Spiel"

So richtig einverstanden mit dem 1:1 (1:1) im Spitzenduell der Fußball-Regionalliga West beim FC Viktoria Köln war Christoph Zimmermann nicht. Der Kapitän der U23 von Borussia Dortmund bewertete das Remis am Samstag beim Titelkandidaten eher zwiespältig.

KÖLN

von Oliver Löer

, 18.09.2016
BVB II hadert nach dem 1:1 bei Viktoria Köln

Atakan Karazor (r.) im Zweikampf mit Felix Backszat.

"Eigentlich hatten wir ein deutliches Übergewicht", meinte der 23-Jährige im Anschluss an eine hart umkämpfte Partie im Sportpark Höhenberg. "Wir treffen alleine drei Mal die Latte. Man kann schon sagen, dass heute vielleicht mehr für uns drin gewesen wäre."

Farke zufrieden

Der Innenverteidiger hatte durchaus Recht mit seiner Einschätzung: Spätestens nach dem Dortmunder Ausgleich, den Sören Dieckmann nach einer knappen halben Stunde (29.) auf Vorarbeit des ebenso fleißigen Lars Dietz markiert hatte, waren die Gäste nicht nur tonangebend, sondern auch deutlich besser.

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Auch Daniel Farke, Dortmunds Trainer, stellte sich hernach die berechtigte Frage, ob das Glas aus BVB-Sicht nun ein halbvolles oder womöglich doch eher ein halbleeres war: "Meine Mannschaft hat ein grandioses Spiel bei einem sehr anspruchsvollen Gegner abgeliefert", bemerkte er anerkennend. Aber: "Ich denke schon, dass wir hier der verdiente Sieger gewesen wären."

Besserer Start für Köln

Zunächst nahm die Begegnung vor 1096 Besuchern aus Borussen-Sicht einen recht ungemütlichen Verlauf: Der FC Viktoria störte ihren spielstarken Kontrahenten bereits in dessen eigener Hälfte, die Führung für die Gastgeber fiel postwendend.

Nach einer Kombination über Mike Wunderlich und Fatih Candan drückte der einstige Essener Sven Kreyer den Ball aus wenigen Metern über die Linie - es stand 1:0 für die Kölner (13.), dem Dortmunder Nachwuchs schien bereits früh der Zahn gezogen zu sein.

Wassey bestimmt den Takt

Aber weit gefehlt: Angetrieben von ihrem vornehmlich im ersten Abschnitt herausragenden Spielmacher Massih Wassey fanden die Westfalen schnell Zugriff auf das Geschehen und wurden auch rasch belohnt: Die Gäste profitierten von einer numerischen Unterlegenheit der Kölner (Edwin Schwarz musste an der Seitenlinie behandelt werden) und nutzten diese gnadenlos durch Dieckmanns Ausgleich aus.

Im weiteren Verlauf der Partie kombinierte der Tabellenzweite aus Dortmund munter weiter, war spielfreudig und hätte einen Sieg bei der Viktoria durchaus verdient gehabt - allein mit der Chancenverwertung haperte es. Dieckmann traf per Kopf nur die Unterlatte (45.), Wassey scheiterte gleich zwei Mal mit Schüssen aus der Distanz am Querbalken (24./57.).

"Ein Skandal"

Und dann war ja da noch ein möglicher Strafstoß, der Dortmunds Zweitvertretung verwehrt geblieben war: Kölns Keeper Philipp Kühn hatte Dieckmann im Strafraum umgerammt (19.), die Pfeife des Schiedsrichters Markus Wollenweber blieb allerdings stumm. "Ein Skandal, dass er den Elfmeter nicht gibt", sagte Daniel Farke und wirkte in jenem Moment gar nicht mehr zufrieden.