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BVB II scheitert zum Saisonstart 1:3 in Köln - nur Bakalorz trifft

"Rote Laterne" leuchtet schwarzgelb

KÖLN Alles kann nur besser werden - zum Saisonauftakt der Regionalliga West unterlag Borussia Dortmund II dem gastgebenden 1. FC Köln II mit 1:3 (0:2). Für die neu formierte Dortmunder Mannschaft, die damit gleich auf den letzten Tabellenplatz rutschte, traf am Samstag lediglich Marvin Bakalorz zum zwischenzeitlichen 1:2 (70.).

von Von Harald Gehring

, 07.08.2010
BVB II scheitert zum Saisonstart 1:3 in Köln - nur Bakalorz trifft

Christian Eggert (l.) und Marvin Bakalorz klären vor einem heranstürmenden Kölner.

Die "Rote Laterne" der Regionalliga-Tabelle leuchtet aktuell wohl schwarzgelb, doch die Dortmunder ließen vor 1400 Zuschauern am Geißbockheim - darunter unglaubliche 900 mitgereiste Borussen-Fans - nach einer Vorschüler-Darbietung in der ersten Halbzeit im zweiten Durchgang endlich ein deutlch verbessertes Leistungsniveau erkennen. Dazu bedurfte es allerdings zahlreicher Umstellungen im BVB-Team durch Borussen-Trainer Theo Schneider, der freimütig bekannte: "Ich war froh über den Halbzeitpfiff." Zehn Minuten lang hatten die Westfalen am Rhein munter mitgemischt, dann kippte die Partie. Köln wurde immer stärker, besaß in Rachid Bouallal auf der rechten Außenbahn und Simon Terodde im zentralen Bereich zwei Akteure, die den Borussen plötzlich reihenweise die Beine verdrehten. Dortmunds Youngster Tim Hermes, der allerdings von Marcel Kandziora so gut wie keine Unterstützung erhielt, war gegen Bouallal hoffnungslos überfordert, die Innenverteidiger Christian Eggert und Nedim Hasanbegovic bekamen Terodde nicht in den Griff. Und dahinter stand in Johannes Focher ein Torwart, der mehrmals kräftig patzte.

Fehler im Abspiel, verlorene Zweikämpfe in Serie und Zuordnungsprobleme, die im schwachen Mittelfeld begannen, wo Mehmet Boztepe und Marco Stiepermann nie für Entlastung durch Ballkontrolle sorgten, lösten phasenweise chaotische Zustände im BVB-Defensivbereich aus, die das routinierte Kölner Team zu nutzen wusste. Das 1:0 des FC durch Vunguidica (14.), als Focher nach einer Schulte-Flanke den Ball in die Mitte abprallen ließen. Dort bedankten sich die Hausherren aus kurzer Distanz. Beim Kölner 2:0 ließ sich Hermes von Terodde verladen, wieder war im BVB-Strafraum nichts abgesichert und Uth verwandelte sicher. Nur eine gute Portion Glück und schließlich der Pausenpfiff bewahrten den BVB vor einem höheren Rückstand. Theo Schneider reagierte konsequent. Hermes verließ den Rasen, der eingewechselte Lasse Sobiech rückte in die Innenverteidigung, Eggert wechselte neben Bakalorz auf die Sechser-Position, Sevdail Selmani übernahm den Part gegen Bouallal.

Die Maßnahmen griffen sofort, fortan war der BVB ein Kontrahent auf Augenhöhe, der jetzt endlich mehr Druck entwickelte, da der kopfballstarke Sobiech der Abwehr mehr Sicherheit gab. Christopher Kullmann, der als einzige Dortmunder Spitze viel zu wenig angespielt wurde, fasste sich ein Herz mit Distanzschüssen. Tim Treude und Bakalorz trauten sich endlich offensiv mehr zu. Das Zusammenspiel der beiden führte schließlich zum 1:2 durch Marvin Bakalorz (70.), der sich prächtig durchsetzte und gekonnt ins lange Eck verwandelte (70.). Dass die BVB-Offensive auch Risiken in sich trug, offenbarte Selmanis und Hasanbegovics Rettungstaten jeweils auf der Torlinie gegen Kölns Schwellenbach und Bouallal (63., 82.). Dem BVB blieb der Ausgleich verwehrt, weil in der Offensive die wirkliche zwingenden Aktionen Ausnahmestatus besaßen. Boztepe und Stiepermann, die zahllose Ballkontakte hatten, aber kaum etwas zum Abschluss brachten, müssen noch deutlich mehr leisten. Am Ende gewannen die Kölner, für die Terodde im Schlusskonter zum 3:1 traf (90.) völlig verdient. Der BVB hingegen bewies erst nach der Pause, dass mit dieser neuformierten Mannschaft durchaus zu rechnen ist. In jedem Fall ist allerdings Geduld gefordert.

 

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