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BVB II sucht Trainer, der den Spagat beherrscht

Wagner-Nachfolge

Noch ist die Entscheidung nicht gefallen, die Wahl will wohl überlegt sein. Fußball-Regionalligist Borussia Dortmund II muss nach dem vorzeitigen „Ausstieg“ des bisherigen Trainers David Wagner einen neuen Coach finden, der passt - und dies in allen Belangen.

DORTMUND

, 02.11.2015
BVB II sucht Trainer, der den Spagat beherrscht

David Wagner steht am Donnerstagabend am Rand des Rasenplatzes der Kampfbahn Schwansbell.

BVB II-Manager Ingo Preuß brachte es bereits auf eine Kurzfassung: „Der neue BVB II-Trainer soll die Handschrift unseres Cheftrainers Thomas Tuchel auf einem vergleichbar hohen Level weiterführen.“ Das hört sich gut an, ist aber nicht unbedingt leicht umzusetzen, es erfordert einen Partner nach Maß.

Entwicklung ist das oberste Ziel

Der neue Mann muss wie seine Vorgänger den Spagat schaffen, einerseits die Vorgaben seines Chefs Tuchel im Ausbildungsbetrieb „zweite Mannschaft“ umzusetzen, andererseits aber auch erfolgsorientiert arbeiten. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, dass fußballerische Ausbildung bei uns nicht nach der U 19 aufhört“, erklärte Borussias Nachwuchskoordinator Lars Ricken Ende September im Interview mit dieser Redaktion.

Die Ausbildung, die Entwicklung zum Profi ist wohl oberstes Ziel. Absteigen mag aber auch niemand. Die aktuelle Platzierung auf einem Regionalliga-Abstiegsplatz ist für den BVB nicht akzeptabel.

Der neue Trainer muss also ausbilden und parallel möglichst schnell mit seiner Mannschaft den Sprung ins Mittelfeld schaffen. Der derzeitige Zustand des Teams macht den Job schon allein für den zweiten Teil zu einer größeren Herausforderung. Und natürlich werden schon Namen gehandelt, wer denn wohl das nötige Rüstzeug aufweist, um die Aufgabe zu meistern.

Farke ist Kandidat

Da gilt Daniel Farke (39), der bis zum Sommer den Oberligisten SV Lippstadt als Trainer und Sportdirektor führte, als aussichtsreicher Kandidat. Farke, der zwischenzeitlich die Lippstädter bis in die Regionalliga geführt hatte, bietet als Fußball-Lehrer mit Uefa-Pro-Lizenz theoretisch gute Voraussetzungen für diese Aufgabe, zumal auch sein bevorzugtes taktisches Schema 4-2-3-1 ins Bild passen würde.

Andere Trainer genießen wohl eher eine Außenseiterrolle - Maik Walpurgis (42) stand zuletzt in Diensten des VfL Osnabrück. Er hatte aber wie David Wagner einen eher schwachen Start in die Saison erwischt und wurde entlassen. Zuvor hatte er SF Lotte betreut. Und wenn alle Stricke reißen: Peter Neururer ist bestimmt interessiert.