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BVB II zahlt bitteres Lehrgeld

0:1 gegen Verl

DORTMUND Borussia Dortmunds zweite Fußballmannschaft steht in der Regionalliga West vor schweren Wochen. Am Samstagnachmittag verpatzte der BVB II die Heimpremiere und steht nach dem 0:1 (0:0) gegen den SC Verl schon nach zwei Spieltagen mit dem Rücken zur Wand.

von Von Dirk Krampe

, 21.08.2010
BVB II zahlt bitteres Lehrgeld

Der ehemaligen DFB-Präsident Theo Zwanziger geht am 03.11.2015 nach einem Pressegespräch in Diez an wartenden Kamerateams vorbei. In der Affäre um den Zuschlag für die WM 2006 hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den DFB-Präsidenten Niersbach und dessen Vorgänger Theo Zwanziger aufgenommen. Foto: Thomas Frey/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Theo Schneiders völlig neu formierte Elf enttäuschte vor 949 Zuschauern in der Roten Erde über alle Maßen. Dass Dortmund ab der 24. Minute sogar in Überzahl spielte, nachdem Verls Marco Kaminski im Spurtduell gegen Daniel Ginczek den Kürzeren gezogen und nach dem Notbremsen-Foul an der Strafraumgrenze Rot  gesehen hatte, schlug sich auf dem Feld später nicht nieder. Andreas Saur per Foulelfmeter (nach Attacke von Onur Cenik an Bastian Müller) sicherte den Gästen am Ende drei nicht einmal unverdiente Punkte.

Beim BVB blieb über die gesamte Spielzeit vieles Stückwerk. Es war unübersehbar, dass die Elf in dieser Besetzung selten bis gar nicht zusammen trainiert, es fehlte an Spielverständnis, an Abstimmung mit dem Nebenmann, an jeglichen Automatismen. So wird es in der mit etlichen gewachsenen Teams bestückten Regionalliga für den BVB II sogar sehr schwer werden. Trainer Theo Schneider beschönigte daher auch nichts. "Wir zahlen bitteres Lehrgeld", meinte er. Und angesichts der folgenden schweren Aufgaben in Kaiserslautern II, gegen den Wuppertaler SV und in Münster: "Wir müssen schnellstens die Kurve kriegen." Einmal mehr zeigte sich auch, dass Spieler wie Marco Stiepermann, Daniel Ginczek oder Yasin Öztekin, die wochentags mit den Profis trainieren, die Herausforderung Regionalliga noch nicht angenommen haben. Schneider übte unverhohlen Kritik: "Wer von sich behauptet, zu Höherem berufen zu sein, muss in der Regionalliga aus der Masse herausragen." Das BVB-Trio ging darin unter.

So blieb es bei ganz wenigen Chancen, mit der Szene, die zur Roten Karte führte, fast schon als bester Gelegenheit. Ginczek zog endlich einmal das Tempo mit Ball an, drängte aufs Verler Tor zu und konnte von Kaminski nur per Foul gestoppt werden. Richtigerweise sah Schiedsrichter Markus Schüller die Tat allerdings vor der Strafraumgrenze und gab nur Freistoß. Als nach gut einer Stunde ein  kurz aufflackerndes höheres Engagement des BVB auch schon wieder verpuffte, traute sich Verl sogar mutiger nach vorne. Über den starken Thomas Bertels initiierten die Gäste gute Angriffe, und als rechts in der Dortmunder Viererkette Marc Hornschuh verletzungsbedingt durch den jungen Jan Temme ersetzt werden musste, fiel über diese Seite  auch das Verler Siegtor. Temme versäumte es, die Situation zu klären, Verls Bastian Müller eroberte den Ball und war von Onur Cenik nur durch Foulspiel zu stoppen. Saur verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (83.).

Beim BVB enttäuschten bis auf den ordentlichen Hornschuh und den umsichtigen Marvin Bakalorz, den Schneider zugunsten eines weiteren Stürmers nach einer Stunde für Christopher Kullmann opferte, alle Feldspieler. Wie von Schneider befürchtet, wartet auf ihn noch viel Arbeit. 

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