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BVB-Profis geben sich vor Playoff-Rückspiel selbstkritisch

Mehr Aggressivität

Drei Stunden Vorsprung hat das Leben in Aserbaidschan, Borussia Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller war der Zeit am Mittwoch sogar noch deutlich weiter voraus.

BAKU

von Von Sascha Fligge

, 26.08.2010
BVB-Profis geben sich vor Playoff-Rückspiel selbstkritisch

Nuri Sahin: "Wichtig ist jetzt, dass wir den Hauptfehler des Leverkusen-Spiels schnell beseitigen und wirklich deutlich an Aggressivität zulegen."

"Ich freue mich schon total auf das Bundesligaspiel am Sonntag in Stuttgart und meinen Kumpel Philipp Degen", sagte der BVB-Torhüter in Baku. Bevor es zum Treffen mit dem Schweizer kommt, der einst in Dortmund gescheitert war und im Sommer vom FC Liverpool ins Schwabenland wechselte, muss Weidenfeller am Donnerstagabend abseits aller deutschen  TV-Kameras seinen Kasten weitgehend sauber halten. Komfortable Ausgangsposition Dortmunds KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke hat die Playoff-Partien der Europa League zu "den wichtigsten Spielen für Borussia Dortmund überhaupt" erklärt - und nach dem 4:0 im Hinspiel gegen das phasenweise hoffnungslos überforderte Team des FK Qarabag Agdam ist die Ausgangssituation mehr als komfortabel.

"Wir sind total selbstkritisch. Wichtig ist jetzt, dass wir den Hauptfehler des Leverkusen-Spiels schnell beseitigen und wirklich deutlich an Aggressivität zulegen", sagte Mittelfeldspieler Nuri Sahin auf 11 000 Metern Flughöhe und betonte: "Der Trainer hat klare Worte verloren. Die sind auf jeden Fall angekommen. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es in die Europa League-Gruppenphase schaffen!"Tschechische Boeing 737

Borussias Fans würden das Ausscheiden auch nicht akzeptieren. 186 von ihnen haben eigens eine tschechische Boeing 737 gechartert und sind am Mittwoch von Köln/Bonn mit Zwischenstopp in Prag nach Baku gestartet, 64 weitere reisen größtenteils über London gen Osten. Eine Delegation von VIP's und Edelfans, angeführt durch BVB-Ikone Norbert Dickel, weilt bereits am Kaspischen Meer.

Am Abend  trainierte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ("Wir nehmen Qarabag so ernst wie den FC Bayern") erstmals im uralten Tofik Bachramow-Stadion (29 658 Plätze). Auf dem abgewetzten Rasen gab es keine Anhaltspunkte für personelle Überraschungen oder gar für einen Wechsel des Spielsystems. Einzig hinter dem Einsatz von Lucas Barrios (Schulterprellung) steht noch ein Fragezeichen. "Totale" Harmonie

Völlig harmonisch ging es zwischen Qarabag und BVB in den vergangenen Tagen übrigens nicht zu. Die Aserbaidschaner - offenbar verärgert darüber, dass kein deutscher TV-Sender die Partie übertragen und Geld in die Kasse spülen wollte - verweigerten dem BVB eine Übertragung des Spiels im klubeigenen Internetradio. Höhepunkt der "Gastfreundschaft" war die sinngemäße Mitteilung des Kontrahenten, man möge tunlichst nicht versuchen, sich über das Verbot hinwegzusetzen. Notfalls, so der FK Qarabag Agdam, werde man die Übertragung durch ein Störsignal verhindern.

BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels, Schmelzer - Kehl, Sahin - Großkreutz, Kagawa, Götze - Barrios (Lewandowski)

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