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BVB-Star Marco Reus droht das Hinrunden-Aus

Verdacht auf Außenbandriss

Jürgen Klopp guckte betreten, als er am Samstagabend nach dem 2:2 in Paderborn vor die Presse trat. "Es fällt mir einigermaßen schwer, heute über Fußball zu sprechen. Die Szene war Wahnsinn", sagte der BVB-Trainer angesichts des Fouls von Marvin Bakalorz an Marco Reus, der anschließend schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste.

PADERBORN

, 22.11.2014
BVB-Star Marco Reus droht das Hinrunden-Aus

Marco Reus steht dem BVB wohl erst zur Rückrunde wieder zur Verfügung.

Klopp und Bakalorz kennen sich gut. Jahrelang haben sie bei Borussia Dortmund zusammengearbeitet. Der 47-Jährige weiß um die Eigenheiten seines früheren Schützlings. „Er ist ein Top-Junge, ja“, sagte Klopp am Samstag nach Bakalorz‘ Foul an Reus, „aber diese Situation habe ich heute nicht das erste Mal von ihm gesehen. Ich habe ihm früher schon gesagt, er soll das nicht machen. Diesmal waren wir die Leidtragenden.“

Vor allem Marco Reus musste unter dem rüden Einsteigen des Paderborner Mittelfeldspielers leiden. Bakalorz‘ Tritt auf den Knöchel des Nationalspielers war nicht nur schmerzhaft, er verletzte Reus auch schwer. Der Nationalspieler musste anschließend vom Platz getragen werden, noch während der Partie wurde er ins Krankenhaus gebracht. Die Diagnose wird allerdings, das teilte der BVB am Samstagabend mit, erst am Sonntag feststehen.

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Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk

Nach einem Foul von Marvin Bakalorz hat sich Marco Reus in Paderborn erneut eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen.
22.11.2014
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Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: dpa
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: dpa
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: dpa
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: dpa
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: dpa
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi
Marco Reus verletzt sich in Paderborn am Sprunggelenk.© Foto: DeFodi

Noch steht eine genaue Diagnose aus, das Fußball-Jahr 2014 dürfte jedoch vorzeitig zu Ende sein für den Pechvogel, der im Sommer bereits die WM wegen einer Knöchelverletzung absagen musste. Laut BVB-Sportdirektor Michael Zorc könnte sowohl das Außenband als auch die Syndesmose beschädigt sein. „Sein Fuß ist jedenfalls sehr dick geworden. Es haben mich alle angeguckt, als wäre es eine Riesenkatastrophe“, erklärte Klopp sichtlich mitgenommen.

Noch auf dem Platz hatte Klopp seinen Ex-Schützling Bakalorz gut sichtbar zusammengefaltet. In der Pressekonferenz nahm er ihn sich dann ein weiteres Mal vor. „Es gibt Situationen, in denen er unkontrolliert grätscht. Das muss er einfach anders machen“, schimpfte Klopp, „ich möchte ihm nichts. Aber das heute war too much. Das weiß er mittlerweile auch. Und mir ist auch klar, dass es keine Absicht war. Aber das hilft uns nicht.“Bakalorz selbst entschuldigte sich nach dem Partie bei „Sky“ für das Foul. „Marco und ich waren damals im Trainingslager zusammen auf einem Zimmer“, sagte der Mittelfeldspieler, „ich würde Marco niemals gewollt umtreten. Ich wollte zum Ball gehen, aber ich berühre ihn. Das war zu heftig. Es tut mir leid.“

Nur kurz hatte er sich nach der Partie in die BVB-Kabine getraut, um keine Minute später mit trauriger Miene wieder herauszukommen. Schon während der Partie hatte er sich von der BVB-Bank aus Dinge anhören müssen, die „nicht so cool“ gewesen seien. Auch für ihn war der Abend  trotz des Erfolgserlebnisses für sein Team gelaufen.

Während seine Teamkollegen den Punktgewinn wie einen  Sieg feierten, saß Bakalorz „kreidebleich und frustriert“ in der Kabine, wie sein Trainer Andre Breitenreiter berichtete. „Marvin ist ein super Junge, er ist ganz sauber. Und er liebt den BVB“, nahm ihn der SCP-Coach in Schutz und erklärte im Namen der Paderborner Mannschaft: „Es tut uns allen sehr leid und geht uns unglaublich nah. Wir können es leider nicht mehr ändern.“

Der BVB verlor nicht nur zwei wichtige Punkte in Paderborn, sondern auch noch ihren gefährlichsten Offensivspieler. Die ohnehin schon schwere Aufgabe, bis zum Winter aus dem Tabellenkeller zu kommen, ist dadurch nicht gerade leichter geworden.

 

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