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Stöger in der Liga noch ungeschlagen

BVB-Wahrnehmung ist schlechter als die Ergebnisse

DORTMUND Peter Stöger ist als BVB-Trainer in der Bundesliga nach elf Spielen noch ungeschlagen. Doch die Wahrnehmung ist schlechter als die Ergebnisse.

BVB-Wahrnehmung ist schlechter als die Ergebnisse

Daumen hoch! Mit dem BVB ist Peter Stöger in der Bundesliga noch ungeschlagen. Foto: Kirchner/Inderlied

Es gibt für alles irgendeine Tabelle, wenn es um Fußball geht. Heimtabelle, Auswärtstabelle, Fairnesstabelle, ewige Tabelle. Nichts bleibt verborgen. In der ewigen Tabelle der Bundesliga rangiert Borussia Dortmund seit Sonntagabend wie in der aktuellen Bundesliga-Tabelle auf Rang drei. Der 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt bedeutete die Punkte 2718, 2719 und 2720 für den BVB im deutschen Fußball-Oberhaus, nur die Bayern (3591) und Werder Bremen (2756) waren besser seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

Kein umjubelter Mann

Es gibt auch für alles irgendeine Statistik, wenn es um Fußball geht. Spiele mit Tor, Spiele ohne Tor, Spiele mit Anzeigetafel, Spiele ohne Anzeigetafel. Auch hier bleibt nichts verborgen. Seit Sonntagabend gibt es zum Beispiel diese Statistik hier: Peter Stöger ist in allen elf Bundesliga-Partien als BVB-Trainer noch unbesiegt. Lediglich fünf Trainer blieben nach ihren Amtsantritten in der Liga länger ohne Pleite, nur Pep Guardiola (28 Spiele), Jupp Heynckes (24), Klaus Toppmöller (14), Karl-Heinz „Kalli“ Feldkamp (14) und Ralph Hasenhüttl (13) waren besser.

Während die meisten Trainer für eine solche Serie gefeiert würden, verhält es sich bei Peter Stöger ein wenig anders. Elf Liga-Spiele, darunter sechs Siege und fünf Unentschieden, haben bislang nicht dazu gereicht, um aus dem BVB-Trainer einen umjubelten Mann zu machen.

Das liegt zum einen daran, dass Stöger außerhalb der Bundesliga schon zweimal mit dem BVB verloren hat: Einmal 1:2 gegen die Bayern im Pokal, das war weniger schlimm. Und einmal 1:2 gegen den FC Salzburg in der Europa League, das war ziemlich schlimm.

"Richtgig große Erwartungshaltung"

Zum anderen liegt es aber vor allem daran, dass die Ergebnisse der Schwarzgelben größtenteils besser waren als der dargebotene Fußball auf dem Platz. Es dürfte gerne ein bisschen mehr sein. Die Verantwortlichen fordern es, die Fans verlangen es, Stöger weiß es.

„Die Erwartungshaltung hier in Dortmund ist richtig groß“, sagt der Österreicher, der im Dezember von den BVB-Bossen primär geholt wurde, um den freien Fall zu stoppen, in dem sich Borussia Dortmund sportlich befand.

BVB-Training in Brackel am 12. März

BVB-Training in Brackel am 12. März.
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BVB-Training in Brackel am 12. März.

Die Frage sei, meint Stöger, ob die Mannschaft diese Erwartungshaltung im Moment erfüllen könne oder eben nicht. Die Mannschaft strotze nun mal nicht vor Selbstvertrauen. „Wir stehen gefühlt richtig in der Kritik, das merken die Jungs auch, obwohl sie seit Mitte Dezember kein Meisterschaftsspiel mehr verloren haben. Diese Situation ist nicht einfach - manch ein Spieler geht damit ein bisschen entspannter um, manch ein Spieler denkt da stärker drüber nach.“Stöger auf Platz zwei

Knapp hinter den Bayern

Vielleicht hilft ein Blick auf die „Stöger-Tabelle“. Die gibt es natürlich auch, geht ja um Fußball. In der Stöger-Tabelle steht der BVB noch besser da als in der aktuellen Bundesliga-Tabelle und der ewigen Tabelle. Zweiter Platz, nur die Bayern waren besser seit dem 16. Spieltag.

BVB-Wahrnehmung ist schlechter als die Ergebnisse

In der "Stöger-Tabelle" rangiert der BVB auf Rang zwei. Foto: Klose


Das macht Mut. Und Stöger sagt: „Zuversichtlich macht mich, dass wir Phasen haben, die richtig gut sind. Die Hoffnung ist, dass wir es so hinbekommen, dass es über längere Phasen funktioniert.“ Stöger sagt aber auch: „Wir haben es zu selten geschafft, dass wir zehn Jungs über zwei, drei oder vier Spiele stabil gehabt haben. Sonst hätten wir Ergebnisse und Spiele geliefert, wie es sich die Leute vorstellen.“

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