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BVB benötigt beim Topspiel in Leipzig spielerische Lösungen

Stöger setzt auf den Faktor Zeit

Seine klaren Worte nach dem 1:1 gegen Augsburg seien auf fruchtbaren Boden gefallen, sagt Peter Stöger. In Leipzig benötigt der BVB heute Abend (18.30 Uhr) deutlich mehr Schärfe im eigenen Spiel.

DORTMUND

, 03.03.2018
BVB benötigt beim Topspiel in Leipzig spielerische Lösungen

Seine sportliche Ausbeute könnte kaum besser sein, dennoch gibt es Kritik an der Spielweise des BVB. Trainer Peter Stöger beklagt: "Die Einschätzung, was gut ist oder eben schlecht, wird von Monaten auf Tage reduziert." © Guido Kirchner

Über das Thema Zeit lässt sich ewig lang diskutieren. Über deren sinnvolle Nutzung. Oder auch den Mangel an Zeit, der sich durch unser heutiges Leben zieht. Auch Peter Stöger beschäftigte sich in den Tagen seit dem 1:1 gegen den FC Augsburg und im Vorfeld des schweren Auswärtsspiels bei RB Leipzig damit.

"Das ist Teil des Jobs geworden"

Stöger musste lesen, dass sich seine Elf nicht weiterentwickelt habe unter seiner Führung. Die spielerische Stagnation, die im Gegensatz steht zu den ordentlichen Erträgen, war Gegenstand der Analysen. Auch das Mentalitätsproblem, das er selbst thematisiert hatte, als er nach dem unbefriedigenden Montagabend den "Verwaltungsmodus" anprangerte, in den seine Mannschaft nach dem frühen 1:0 geschaltet habe, verfolgte Dortmunds Trainer.

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Der BVB auf dem Weg zum Spiel bei RB Leipzig

02.03.2018
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Der BVB auf dem Weg nach Leipzig.© Groeger
Der BVB auf dem Weg nach Leipzig.© Groeger
Der BVB auf dem Weg nach Leipzig.© Groeger
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Schlagworte Borussia Dortmund, BVB

Stöger nutzte daher die Pressekonferenz vor dem Trip nach Sachsen, um über die Schnelllebigkeit des Geschäfts zu reden. Darüber, wie es ihn irritiere, wie schnell im Profi-Business Bewertungen vorgenommen würden. "Die Einschätzung, was gut ist oder eben schlecht, wird von Monaten auf Tage reduziert", meinte er. "Heutzutage kommen die Bewertungen sehr schnell, das ist Teil des Jobs geworden."

Der Ertrag stimmt also

Der 51-Jährige ist noch nicht einmal drei Monate im Amt. In dieser Zeitspanne verlor der BVB nur im Pokal bei den Bayern, holte in der Liga in neun Spielen fünf Siege und vier Unentschieden und überstand - wenn auch mit Glück - das sicher nicht einfache Europa-League-Los Atalanta Bergamo. Achter war der BVB, als Stöger sein Amt antrat, heute gastiert Dortmund als Zweiter beim Sechsten. Der Ertrag stimmt also.

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Bauchschmerzen bereiten allerdings die überflüssigen Punktverluste. Gerade daheim. Wie zuletzt gegen Augsburg, wie gegen Wolfsburg und Freiburg. Sorge bereitet vor allem auch der Fußball, den die Borussia aktuell spielt.

Die Herbstkrise und ihre Folgen

Zeit, sagt Stöger, sei das höchste Gut bei der Entwicklung einer Mannschaft. Die Spanne, in der ein Trainer seine Handschrift vermitteln könne, reiche eben von wenigen Wochen bis hin zu einem halben Jahr oder gar einer gesamten Saison. Sein Ansatz: Noch immer arbeite Borussia Dortmund die Herbstkrise und deren Folgen auf. Es geht nur mit kleinen Schritten voran, das bestreitet Stöger gar nicht und gibt zu: "Einen Gegner an die Wand spielen, das schaffen wir momentan nicht." Auf Knopfdruck lasse sich das allerdings nicht beheben. "Es braucht Trainingssequenzen." Und eben Zeit.

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Es gibt Lichtblicke für den Trainer. Maximilian Philipp dürfte heute in den Kader zurückkehren, das verschafft Stöger Optionen in der Offensive, die sich zuletzt beinahe von alleine aufstellte. Gegen das aggressive Anlaufen der Leipziger braucht er zudem spielerische Lösungen im Aufbau.

Gute Chancen für Akanji

Nur lange Bälle von Torhüter Roman Bürki über die erste Pressing-Linie - das möchte der Österreicher nicht sehen. Gut möglich daher, dass er Manuel Akanji zurück ins Team beordert, der auf Einsätze brennt und diese spielerische Komponente liefern kann.

Das Leipzig-Spiel markierte in der Hinrunde den Wendepunkt für den bis dato souveränen Tabellenführer Dortmund. Die Qualität der Gegner steigt sukzessive, das müsse, findet Stöger, aber kein Nachteil für den BVB sein. "Es wird mehr Raum für beide Seiten geben."

BVB-Coach sieht keine Krise bei RB

Leipzig ist für Stöger auch beim Thema Zeit ein ziemlich gutes Beispiel. "Vor zwei Wochen haben sie in Neapel gewonnen, alles war gut." Danach kamen drei Niederlagen. "Eine Krise sehe ich deshalb bei ihnen aber nicht."

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