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BVB bezwingt Manchester City mit 3:1

Regisseur Kagawa glänzt

DORTMUND Jürgen Klopps Fußball spielende Azubi-Schar lernt dazu. Im vergangenen Jahr hatte sie im Freundschaftsspiel gegen Real Madrid (0:5) noch bitteres Lehrgeld bezahlen müssen. Am Mittwochabend bezwang der BVB den kickenden Geldspeicher Manchester City mit 3:1 (1:1).

von Von Sascha Fligge

, 04.08.2010
BVB bezwingt Manchester City mit 3:1

Shinji Kagawa (r.) lieferte gegen Manchester City eine starke Leistung ab.

Man hätte ja gerne geglaubt, die scheichgesteuerten Engländer würden sich ganz auf das Spiel im Signal Iduna Park konzentrieren. Doch der Traditionsklub tat ganz nebenbei offenbar auch, was er am besten kann: für horrende Summen Stars anlocken.

Angeblich haben die Citizens ihre Gespräche mit Angreifer Mario Balotelli von Champions League-Sieger Inter Mailand am Mittwoch zum Abschluss gebracht. Der Kaufpreis soll irgendwo zwischen 26 und 31 Millionen Euro liegen und die Sommer-Investitionen auf über 100 Millionen Euro schrauben. Zum Vergleich: Dortmund hat sich vier Neuzugänge insgesamt 5,5 Millionen kosten lassen. Das Duell der Vorjahres-Fünften ihrer Ligen war im zeitweise strömenden Regen anfänglich selten von Dynamik, Tempo und Esprit geprägt. Typischer Vorbereitungs-Fußball eben, den die Borussia mit einer Menge Ballbesitz garnierte.

Tore fielen auch: Lucas Barrios knallte einen Foulelfmeter (Kolo Toure an Shinji Kagawa) zum 1:0 ins ManCity-Netz (9.). Zwei Minuten später grätschte Jo Silva den Ball mit Neven Subotic als Bande über die Linie. Barrios vergab die erneute Führung, als er einen weiteren Strafstoß allzu lässig in die Arme von Torhüter Joe Hart beförderte (45.). In der zweiten Hälfte war Manchester – ohne Tevez, de Jong, Jerome Boateng, David Silva sowie Trainer Mancini – weitgehend chancenlos. Beim BVB indes spielte sich Neuzugang Kagawa als Mittelfeld-Dirigent in den Vordergrund.

Eine Kombination über die Eigengewächse Nuri Sahin und Mario Götze (Letzterer vertrat Kevin Großkreutz, der sich leicht an der Wade verletzt hatte), schloss der Japaner mit einem gezielten Flachschuss ab und bestätigte den Ruf, außerordentlich torgefährlich zu sein – 2:1 (50.). Robert Lewandowski stellte den 3:1-Endstand her (81.). Er und Kagawa kosteten den BVB zusammen übrigens 4,85 Millionen Euro. Zu wenig, um interessant für einen Scheich zu sein… 

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