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BVB gegen "Gala": Sitz-Werfer stellt sich der Polizei

Fan-Randale

Nach dem Champions-League-Spiel BVB-Galatasaray warf er einen herausgetretenen Sitz vom Ober- auf den Unterrang des Signal Iduna Parks - jetzt hat sich ein 22 Jahre alter Galatasaray-Fan aus Bottrop bei der Polizei gestellt. Die Ermittler hatten ihn wegen versuchten Totschlags mit Fahndungsfotos gesucht.

DORTMUND

24.11.2014
BVB gegen "Gala": Sitz-Werfer stellt sich der Polizei

Vor, während und nach dem Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Galatasaray Istanbul kam es zu Fan-Ausschreitungen. Einige Galatasaray-Fans schmissen sogar Sitzschalen auf den Unterrang.

Nach dem Champions-League-Spiel Anfang November waren aus dem Oberrang der Nordtribüne durch mehrere Personen Sitzschalen auf die unten stehenden Polizeibeamten und Ordner geworfen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft suchten daraufhin mit Lichtbildern nach einem der unbekannten Werfer. Der hat sich nun gemeldet: Der 22-jährige Bottroper gab an, die gesuchte Person auf den Fotos zu sein. Der nicht vorbestrafte Beschuldigte wurde am Montag in Anwesenheit seines Verteidigers vernommen. Dabei gab er zwar zu, dass er eine Sitzschale aus der Verankerung getreten und anschließend geworfen habe. Davor will er jedoch nach unten geschaut haben, um sich zu vergewissern, dass dort niemand mehr stand. Außerdem habe er nicht in Richtung der unten stehenden Beamten gezielt. Er habe niemanden verletzen wollen, sondern sei lediglich sauer über den Ausgang des Spiels gewesen.

"Der Beschuldigte wurde mangels Haftgründen nicht festgenommen, zumal auch nach den Videoaufzeichnungen nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich zu diesem Zeitpunkt niemand mehr im Gefahrenbereich befand", heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen gegen ihn laufen weiter - genauso wie die Suche nach den weiteren unbekannten Tätern. Die Auswertungen der Videoaufzeichnungen haben nach Angaben der Ermittler ergeben, dass insbesondere die ersten geworfenen Sitzschalen unmittelbar neben den Ordnern und Polizeibeamten im Unterrang aufgekommen seien. "Zu diesem Zeitpunkt waren die betroffenen Kräfte noch nicht auf den Angriff vorbereitet", schreiben die Ermittler. Insgesamt wurden 13 Sitzschalen geworfen.

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