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Prämien der UEFA

BVB ist gegen Champions-League-Ausfall versichert

DORTMUND In der Champions League wird Borussia Dortmund in der kommenden Saison nicht spielen. Damit drohen dem Fußball-Bundesligisten drastische Einnahmeverluste. Doch der BVB hat sich gegen den Champions-League-Ausfall versichert. Nur wussten Spieler und Trainer nichts davon.

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Der BVB hat sich gegen fehlende Einnahmen aus der Champions League versichert.

Die BVB-Geschäftsstelle am Rheinlanddamm. Abzüglich eines Mieterdarlehens in Höhe von zwei Millionen Euro wird sie Borussia Dortmund 2017 noch acht Millionen Euro kosten.

Anfragen zur Champions-League-Versicherung wimmelt der BVB ab. "Kein Kommentar", heißt es auf Nachfrage dieser Redaktion in der Geschäftsstelle. Doch im aktuellen    Wertpapierprospekt    des Vereins steht auf Seite 89 von 261, man habe "verschiedene Arten von Versicherungen abgeschlossen" (...) darunter "eine Einnahmenausfallversicherung für die UEFA Champions League". Nach Medienberichten soll Dortmund diese Versicherung im Jahr 2012 abgeschlossen haben, als der BVB die Meisterschaft verteidigte.

Die Gründe liegen auf der Hand: In der Champions League winkt das große Geld. In der Saison 2012/13, als der Verein zum Champions-League-Finale nach London fuhr, verdiente der BVB 54,2 Millionen Euro in der Königsklasse. Diese Summe setzt sich aus Preisgeldern der UEFA und der TV-Vermarktung zusammen. In der Folgesaison blieben nach dem Aus im Viertelfinale laut Berechnungen des Portals fussball-geld.de noch immer fast 34,7 Millionen übrig - immerhin noch 13 Prozent der gesamten Jahreseinnahmen des börsennotierten Fußballklubs. In der aktuellen Spielzeit war für den BVB bereits im Achtelfinale Schluss. 

Mannschaft und Trainer nicht informiert

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen die nunmehr wegbrechenden Einnahmen über ein Versicherungskonsortium mit rund zwölf Mitgliedern unter der Führung der Catlin Group mit Sitz auf den Bermudas und XL Group aus Irland abgesichert sein. Laut Bloomberg wurde die Police vor der aktuellen Saison zum dritten Mal erneuert. Demnach ließ sich das Versicherungskonsortium ein außerordentliches Kündigungsrecht zusichern, sollte Trainer Jürgen Klopp oder drei Dortmunder Spitzenspieler den Verein im Laufe der Saison verlassen. Welche Auswirkung der Abschied von Klopp zum Saisonende auf die Versicherung hat, ist nicht bekannt. 

Der Verein wollte auch gegenüber Bloomberg die Versicherung nicht kommentieren. Aus dem Inneren des Vereins will die auf Finanzen spezialisierte Nachrichtenagentur jedoch erfahren haben, dass lediglich drei Manager von der Police gewusst haben sollen. Weder Trainer noch Mannschaft seien informiert. Eine Bedingung des Versicherungskonsortiums, um zu verhindern, dass die von Jürgen Klopp trainierten Spieler den Kampf um eine erneute Qualifikation für die Champions League nicht ernsthaft genug angehen. 

Bloomberg berichtet weiter, dass derartige Versicherungen im englischen Fußball verboten sind, um Manipulationen zu verhindern. In anderen europäischen Ländern seien Ausfallversicherungen jedoch bei den Verantwortlichen begehrt, sagt Tom Mitchell, Direktor beim Analysten Sportsrisq Capital in London. Aktionäre und Klub-Eigner würden sich gern gegen große Risiken absichern. Mitchell rechnet vor, dass ein Verein wie Real Madrid, der seit mehr als 15 Jahren immer den Einzug in die Königsklasse schaffte, eine solche Versicherung für eine vergleichsweise geringe Summe erhalten könne. Der BVB zahlt nach Bloomberg-Schätzungen dagegen jährlich etwa 30 Prozent der Versicherungssumme. 

Mehr als 700.000 Euro Prämien

Im BVB-Geschäftsbericht gibt es zum Thema Versicherung folgende Zahlen: Im Geschäftsjahr 2011/12 zahlte Borussia Dortmund 131.000 Euro an Versicherungsbeiträgen. In der folgenden Saison waren es bereits 229.000 Euro. Für das Geschäftsjahr 2013/14 sind laut Geschäftsbericht 721.000 Euro für Versicherungen gezahlt worden.

Dabei geht es aber nicht nur um die Einnahmenausfallversicherung für die Champions Leaque. Im Wertpapierprospekt werden zudem Spielerausfallversicherungen aufgeführt, "die die Gesellschaft gegen die Risiken dauernde Sportinvalidität und Unfalltod sowie Krankheit und natürlichen Tod ihrer Lizenzspieler absichert. Auch Versicherungen für den Signal-Iduna-Park gehören zu diesem Topf. Der BVB schreibt: "Für die genannten Versicherungen zahlt Borussia Dortmund angemessene Prämien." 

Diskussionen im Netz

Im Forum auf schwatzgelb.de wird das Thema bereits Diskutiert: "Das kann jetzt aber kein Grund für die vielen unverständlichen Abwehrschnitzer und frühen Gegentore in dieser Saison sein und die seltsame Lethargie in manchen Spielen...“, schrieb Nutzer boristhespider. Ein Nutzer mit dem Nick Chappi1991 sieht die Versicherung als logische Konsequenz für den Verein: "In dem Fall gab sie dem Klub die Gewissheit einer Planungssicherheit. Dadurch konnte man gegegebenfalls eine Politik verfolgen, die man sich andernfalls nicht getraut hätte. Dann hätten man vielleicht Reus nicht geholt." Sicherlich nicht ganz ernst gemeint der Kommentar von Irieday mit einer Verschwörungstheorie: „Das meinte Klopp also,als er davon sprach,das man erst nach der Saison die wahren Gründe für den Absturz nennen könne!Jetzt wird einiges klar!“

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Der BVB hat sich gegen fehlende Einnahmen aus der Champions League versichert.

Die BVB-Geschäftsstelle am Rheinlanddamm. Abzüglich eines Mieterdarlehens in Höhe von zwei Millionen Euro wird sie Borussia Dortmund 2017 noch acht Millionen Euro kosten.

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