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BVB mit Rekordumsatz - Dembele-Deal vor Abschluss

Weiter stark auf Wachstumskurs

Borussia Dortmund ist weiter stark auf Wachstumskurs: Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der BVB erneut einen Rekordumsatz und übersprang erstmals die Grenze von 400 Millionen Euro Umsatz. Sportlich konnte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zwar noch keine Neuigkeiten vermelden, doch der Transfer von Ousmane Dembele steht kurz vor dem Abschluss.

DORTMUND

, 25.08.2017

Exakt 405,7 Millionen Euro Umsatz vermeldete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Freitag auf der Bilanz-Pressekonferenz, dazu gesellt sich ein "ordentlicher Gewinn", wie Watzke formulierte. 8,2 Millionen Euro nach Steuern beträgt er, "etwas weniger als im Vorjahr", was vor allem daran liegt, dass der BVB mittlerweile pro Jahr satte 63,4 Millionen Euro an Abschreibungen erwirtschaften muss. Die Dividende für die Aktionäre soll konstant bei sechs Cent pro Aktie bleiben.

134 Millionen Euro Gesamtgewinn seit 2011

Bei den Aufwendungen fallen vor allem die deutlichen Steigerungen für den Personalaufwand ins Gewicht - rund 37 Millionen Euro mehr pro Jahr, "die nahezu ausschließlich den Lizenzspieler-Bereich betreffen", wie Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß erklärte. "Damit sichern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit." Die gesamten Personalaufwendungen betrugen knapp 178 Millionen Euro, davon entfielen auf den Lizenzspieler-Bereich circa 125 bis 130 Millionen Euro.

Nach Steuern hat die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA seit 2011 einen Gesamtgewinn von 134 Millionen Euro erwirtschaftet. "Damit sind wir eins der gewinnträchtigsten Unternehmen in Europa", wie Watzke bemerkte. Seine Folgerung: "Das ist alles sehr, sehr solide!" Rund 50 Millionen Euro hat der BVB als Cash-Reserve noch auf den "Festgeldkonten". Auf den guten Zahlen will sich der BVB nicht ausruhen, wie Watzke versprach. "Wir bleiben weiter ambitioniert, und irgendwann wollen wir auch die 500 Millionen reißen." Das werde allerdings "ein wenig" dauern.

"Wir sind auf dem Weg"

Sportlich konnte Watzke noch keine Neuigkeiten vermelden. "Wir sind auf dem Weg, das ist sicherlich so", sagte er zu einem möglichen Transfer von Ousmane Dembele zum FC Barcelona. "Aber der Weg ist noch nicht zu Ende."  

In Barcelona muss vor allem der 21-köpfige "Board of Directors", eine Art Aufsichtsgremium, die Rahmenbedingungen des Transfers abnicken. Dieses Gremium hat nach Informationen des "Kicker" bis Freitagmittag nicht getagt - dazu sind beide Vereine an der Börse notiert und daher bei einem Transfer dieser Größenordnung ad-hoc-pflichtig. Wie zu verfahren ist, wenn die Börsen am Wochenende geschlossen haben, bedarf einer zusätzlichen Klärung.

Verkürzung der Sommer-Transferperiode

Watzke sprach sich im Zusammenhang mit dem Dembele-Verhandlungen vehement für eine Verkürzung der Sommer-Transferperiode aus. "Das ist nicht mehr schön, es ist einfach zu lang. Die Saison läuft schon, die Begeisterung ist da. Aber irgendwann möchten die Fans wissen, welche Mannschaft da auf dem Platz steht." Es sei zwingend erforderlich, "dass die europäische Fußball-Gemeinschaft da eine Lösung findet. Das jetzt halten auch die Beteiligten auf Dauer nicht mehr durch."

SCHMELZER FEHLT GEGEN BERLIN
BVB-Kapitän Marcel Schmelzer wird auch die Dortmunder Heimpremiere in der neuen Saison verpassen. "Er ist auf einem guten Weg und trainiert wieder mit uns. Es reicht aber noch nicht für die Partie gegen Hertha BSC", teilte Trainer Peter Bosz mit.