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DFB-Pokal

BVB muss trotz 4:1 in Stuttgart lange zittern

STUTTGART Das war knapp: Borussia Dortmund hat sich durch einen 4:1 (1:0)-Erfolg gegen die Stuttgarter Kickers für die zweite Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Beim Tabellensechsten der 3. Liga musste das Team von BVB-Trainer Jürgen Klopp am Samstag allerdings lange um den Sieg zittern.

BVB muss trotz 4:1 in Stuttgart lange zittern

Marco Reus (l.) gab in Stuttgart sein Comeback, Henrikh Mkhitaryan brachte den BVB mit 1:0 in Führung.

STUTTGART Das Comeback nach zehnwöchiger Pause gegeben, im DFB-Pokal weitergekommen und dann auch noch seine Premiere als Kapitän gefeiert: Marco Reus durfte sich am Samstag gleich dreifach freuen. Überraschend hatte ihn BVB-Trainer Jürgen Klopp beim 4:1 (1:0) gegen die Stuttgarter Kickers in die Startelf beordert.mehr...

Die spektakulärste Änderung nahm der 47-Jährige im offensiven Mittelfeld vor: Rund zehn Wochen Verletzungspause feierte dort überraschend Marco Reus sein Comeback - und führte seine Elf gleich zum ersten Mal überhaupt als Kapitän aufs Feld. In der Innenverteidigung ersetzte Neven Subotic Neuzugang Matthias Ginter. Für den Serben war es das erste Pflichtspiel seit neun Monaten.

DFB-Pokal, 1. Runde: Stuttgarter Kickers - BVB 1:4 (0:1)

Torschützen unter sich: Adrian Ramos (r.) und Pierre-Emerick Aubameyang.
BVB-Trainer Jürgen Klopp an der Seitenlinie.
Adrian Ramos bejubelt seinen ersten Pflichtspieltreffer für den BVB.
BVB-Jubel nach dem Treffer zum 2:0 durch Pierre-Emerick Aubameyang (M.).
Jürgen Klopp (M.) jubelt mit Torschütze Pierre-Emerick Aubameyang (r.).
Jürgen Klopp (M.) jubelt mit Torschütze Pierre-Emerick Aubameyang (r.).
Marco Reus (l.) behauptet den Ball gegen Sandrino Braun.
BVB-Trainer Jürgen Klopp gibt Anweisungen.
Marco Reus (l.) jubelt mit Henrikh Mkhitaryan.
Neven Subotic (hinten) springt höher als Gerrit Müller.
In Stuttgart BVB-Kapitän: Marco reus.
BVB-Jubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Henrikh Mkhitaryan.
BVB-Jubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Henrikh Mkhitaryan.
BVB-Jubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Henrikh Mkhitaryan.
Sokratis (r.) im Zweikampf mit Elia Soriano.
Luftduell zwischen Neven Subotic (l.) und Elia Soriano.

In der gut gefüllten Stuttgarter Arena, auf deren Rängen mehr als 12.000 BVB-Fans Platz genommen hatten, entwickelte sich in den ersten Minuten ein zähes Spiel ohne klare Vorteile für eine Mannschaft. Die Kickers beschränkten sich nicht allein aufs Verteidigen, sondern spielten in ihrem offensiv ausgerichteten 4-3-3 selbst mutig mit.

Es dauerte bis zur 13. Minute, ehe der BVB das erste Mal gefährlich vor das Tor der Stuttgarter kam. Nach einem Doppelpass zwischen Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan rauschte in der Mitte Adrian Ramos, der den Vorzug vor Ciro Immobile bekommen hatte, am Ball vorbei. Dafür stand Milos Jojic völlig frei - und setzte den Ball neben den linken Pfosten.Lange Zeit blieb danach der Notizblock leer, beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Das Geschehen spielte sich weitgehend zwischen den Strafräumen ab. Erst in der 30. Minute fand die Borussia durch eine geschickte Spielverlagerung von Oliver Kirch wieder eine Lücke in der Kickers-Hintermannschaft. Mkhitaryan drosch Lukasz Piszczeks anschließende Flanke humorlos ins Netz. Es stand 1:0 für den Favoriten. Standesgemäß, sollte man meinen.

Doch dass es bei diesem Spielstand bis zur Pause blieb, war allein dem Dortmunder Glück zuzuschreiben. Gleich zweimal standen die Kickers plötzlich frei vor Mitchell Langerak im BVB-Tor. Erst verzog Elia Soriano nach einem doppelten Patzer von Sokratis (37.), dann klärte der Australier einen Schuss von Sandrino Braun, der Subotic im Strafraum hatte aussteigen lassen (42.).

Missmutig schritt Jürgen Klopp in die Kabine. Doch wer hoffte, seine Pausenansprache könnte seine aus dem Tritt geratene Mannschaft wieder in die Spur bringen, der irrte. Zwar besaß Aubameyang (48.) die erste Chance des zweiten Durchgangs, danach jedoch spielten für ein paar Minuten nur die Kickers. Der BVB, der vor allem auf der Abwehrseite von Piszczek und Subotic ein ums andere Mal bedenklich wackelte, konnte sich bei Langerak bedanken, dass es trotz hochkarätiger Chancen von Soriano und Randy Edwini-Bonsu (beide 49.) weiter 1:0 stand.

Dann wurde es richtig bitter für die Gastgeber: Gedanken- und sprintschnell erlief sich Aubameyang einen verunglückten Rückpass von Kickers-Innenverteidiger Royal-Dominique Fennell und ließ Mark-Patrick Redi im Tor keine Chance. Völlig aus dem Nichts stand es plötzlich 2:0 für die Borussia (55.).Doch der Gastgeber ließ sich durch diesen Nackenschlag nicht aus dem Tritt bringen. Zu verlieren hatte der Außenseiter jetzt ohnehin nichts mehr. Nach einem Freistoß bekam der BVB den Ball nicht weg, Randy Edwini-Bonau bedankte sich für die inkonsequente Abwehrleistung und ließ Langerak aus kurzer Distanz keine Abwehrchance. (60.). Der Kickers-Außenstürmer stand dabei allerdings knapp im Abseits.

Der BVB musste jetzt noch einmal beißen und tat das auch. Als Aubameyang nach Vorarbeit von Piszczek und Kirch aus drei Metern den Ball über die Linie drückte, war die Gegenwehr der tapferen Kickers gebrochen (78.). Ramos gelang sogar noch der vierte BVB-Treffer (89.). Es war das erste Pflichtspiel-Tor für den Kolumbianer im Dortmunder Trikot.

TEAMS UND TORE
Kickers: Redl - Leutenecker, Fennell, Stein, Baumgärtel - Halimi, Marchese, Braun - Müller (80. Badiane), Soriano (67. Calamita), Edwini-Bonsu    
BVB: Langerak - Piszczek, Subotic, Sokratis, Durm - Jojic, Kirch (90.+1 Bender) - Aubameyang, Reus (57. Kehl), Mkhitaryan (83. Großkreutz) - Ramos        
Tore: 0:1 Mkhitaryan (30.), 0:2 Aubameyang (55.), 1:2 Edwini-Bonsu (60.), 1:3 Aubameyang (78.), 1:4 Ramos (89.)
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Zuschauer: 37.000
Gelbe Karten: --- / Mkhitaryan (1), Ramos (1)

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