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BVB muss vor dem ersten Pflichtspiel auf zwölf Spieler verzichten

Unangenehme Arbeitswoche

BIELEFELD/DORTMUND. Es klingt beruhigend: Das letzte Testspiel gegen Arminia Bielefeld mit 2:0 (Tore: Kehl, Kagawa) gewonnen, noch fünf Tage Zeit bis zum Pflichtspielauftakt in Burghausen, keine ernsthaft verletzten Spieler... Doch der schöne Schein trügt: Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp steht eine unangenehme Arbeitswoche bevor.

von Von Matthias Dersch

, 09.08.2010
BVB muss vor dem ersten Pflichtspiel auf zwölf Spieler verzichten

Einsatz in Burghausen unsicher: Lucas Barrios.

Der mächtige Weltfußballverband will es so: Einen Monat nach dem Finale der Weltmeisterschaft in Südafrika hat die FIFA bereits den nächsten offiziellen Länderspiel-Termin angesetzt. Am Mittwoch (11. August) treffen sich auf dem ganzen Globus ersatzgeschwächte B-Nationalteams zum wertlosen Kräftemessen – zum Leidwesen der Vereinstrainer, die ausgerechnet in der wichtigen Phase kurz vor dem Pflichtspiel-Auftakt auf zahlreiche Stammkräfte verzichten müssen.

„Wir haben in den letzten Wochen vieles richtig gemacht und werden die nächsten Tage nutzen, um uns optimal auf das Pokalspiel in Burghausen vorzubereiten“, sagt Jürgen Klopp dennoch tapfer. Dabei erwischt es den Dortmunder Trainer in dieser Woche gleich zwölffach: Ein sattes Dutzend seiner Kicker ist im Länderspiel-Einsatz und fehlt damit beim so wichtigen Feintuning. Doch er weiß: Jammern nutzt nichts – auch wenn er sagt: „Natürlich wird die Vorbereitung dadurch gestört.“ Besonders schwer wiegt die Abwesenheit der Offensivkräfte Robert Lewandowski und Lucas Barrios. In Bielefeld liefen beide zum ersten Mal hintereinander auf: Lewandowski im Zentrum der offensiven Dreierkette, Barrios als einzige Spitze davor. „Uns war aufgefallen, dass wir diese Konstellation noch nicht ausprobiert hatten und wollten es deshalb einmal testen“, sagte Klopp, der in den Spielen gegen Dresden und Manchester immer entweder Barrios oder Lewandowski hatte spielen lassen.

Und der gemeinsame Test offenbarte: Im Zusammenspiel gibt es noch reichlich Optimierungsbedarf – durchaus verständlich angesichts der wenigen gemeinsam absolvierten Einheiten. Ausgeschlossen ist dennoch nicht, dass beide am Samstag in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen Wacker Burghausen gemeinsam auflaufen. Viel hängt allerdings davon ab, in welcher Verfassung Barrios am Freitag aus Asuncion zurückkehrt. „Ich werde ihm in die Augen sehen, und danach entscheiden, ob ein Einsatz in Frage kommt“, sagt Klopp. 25 Reisestunden und sechs Stunden Zeitunterschied werden dem besten BVB-Angreifer der letzten Saison (19 Tore) dann in den Knochen stecken. Ideal ist was anderes... 

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