Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

BVB wartet nach 1:0 in Baku auf seine nächsten Gegner

Traum von Liverpool

Als alles vorbei war, wurde es in Borussia Dortmunds Kabine sentimental. Der musikalische Spielerrat des blutjungen Teams legte Alphavilles Pop-Klassiker „Forever young“ auf. Im Wissen, dass der BVB nach dem 1:0 (0:0) beim FK Qarabag Agdam nun auch renommierte europäische Fußballgrößen mit seiner jugendlichen Dynamik verzücken darf.

BAKU

von Von Sascha Fligge

, 26.08.2010
BVB wartet nach 1:0 in Baku auf seine nächsten Gegner

Jubel über den Einzug in die Gruppenphase der Europa League: Torschütze Lucas Barrios (l.) und Trainer Jürgen Klopp.

Dem 4:0 im Hinspiel der Europa League-Playoffs ließ die Borussia gestern Abend einen hart umkämpften und fußballerisch nicht durchgehend überzeugend herausgespielten 1:0-Sieg am Kaspischen Meer folgen. Den stellte Stürmerstar Lucas Barrios erst in der Nachspielzeit sicher, als er eine Kombination über den eingewechselten Robert Lewandowski und Supertalent Mario Götze präzise abschloss (90. + 2).  

Qarabag hatte zu Beginn der Partie „losgelegt wie die Feuerwehr“ (so BVB-Trainer Jürgen Klopp). Der zugegeben minderwertige Rasen im mit 15.000 Fans (darunter 250 aus Dortmund) sowie 3000 Polizisten und Soldaten gefüllten Stadion der Millionen-Metropole habe „keinen flachen Pass zugelassen“, sagte Neven Subotic. Der Manndecker klagte zudem über die klimatischen Bedingungen: „Hier war es so heiß, dass mir auf dem Rasen die Luft weg blieb. Ich hatte nicht mal mehr Spucke.“   Nach feuerwildem Beginn gewann der BVB sukzessive mehr Kontrolle über die Begegnung. Barrios' erster Treffer, vom belgischen Schiedsrichter Serge Gumienny nicht anerkannt, sei „tausendprozentig kein Abseits gewesen“, betonte Klopp. In der zweiten Hälfte erhöhte sein Team die Ballbesitz-Anteile, ließ die Kugel laufen und keine einzige Torchance des zweitklassigen Kontrahenten mehr zu. „Für Qarabag war es ein Leben-und-Tod-Spiel. Trotzdem ist es uns gelungen, souverän zu sein und viel gefährlicher als der Gegner“, sagte Mittelfeldspieler Nuri Sahin.

  In der Gruppenphase rechnet die Borussia laut Sportdirektor Michael Zorc nun mit Einnahmen „oberhalb einer Summe von fünf Millionen Euro“. Die Auslosung der zwölf Gruppen findet am Freitag (13 Uhr) im Fürstentum Monaco statt. Weil einige Hochkaräter am Donnerstag in den Playoffs scheiterten, befindet sich der BVB im dritten von vier Lostöpfen - obwohl der Champions League-Sieger von 1997 im Klub-Ranking auf einen Platz jenseits der „Top 100“ zurückgefallen ist. Doch trotz des Sprungs in den dritten Topf müssen die Borussen mit  zwei Topklubs vom Schlage Atletico Madrid oder Manchester City in ihrer Gruppe rechnen.   „Die Klubs, denen wir zugelost werden“, betonte Borussia Dortmunds KGaA-Chef Hans-Joachim Watzke selbstbewusst, „werden sich bestimmt nicht freuen.“ Geht es nach Nuri Sahin, dann steht die Gruppe der traurigen BVB-Kontrahenten längst fest. Sahin sagte  in Baku: „Ich hoffe total auf Feyenoord Rotterdam, einen der Istanbuler Klubs und den großen FC Liverpool." Aus Rotterdam wird nach dem Feyenoord-Aus nichts, aber an der legendären Anfield Road würde Alphavilles „Forever young“ sicher besonders gut klingen…

Lesen Sie jetzt