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BVB weist Chaos-Kritik zurück - Gespräche angekündigt

Pokalspiel gegen Union Berlin

Borussia Dortmund widerspricht Berichten über organisatorische Mängel beim DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Union Berlin und weist Kritik auch aus Berlin zurück. Einen Aspekt will der BVB allerdings in Gesprächen mit dem Dortmunder Nahverkehrs-Unternehmen DSW21 und mit der Deutschen Bahn AG diskutieren.

DORTMUND

, 28.10.2016
BVB weist Chaos-Kritik zurück - Gespräche angekündigt

Die Union-Fans mussten bei den Einlasskontrollen viel Geduld zeigen. Wegen der Wartezeiten wurde das Pokalspiel 15 Minuten später angepfiffen.

Vor und nach dem Spiel überforderten viele tausend Fans das Schienennetz und die Straße. Fans mussten lange Wartenzeiten ertragen: Vor U-Bahn-Stationen, in Staus und vor den Eingangskontrollen am Stadion. Dazu geäußerte Vorwürfe seien laut BVB „ungerechtfertigt“.

Intensive Kontrollen

Borussia Dortmund stellte am Freitagabend klar, dass auch Fans selbst die Verzögerungen zu verantworten hatten. Union-Fans hätten zwei U-Bahnen so stark beschädigt, dass sie nicht mehr eingesetzt werden konnten. Mit der Folge, dass der Fahrplan nicht mehr eingehalten werden konnte.

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Die „intensiven Kontrollen“ an 46 Einlassstellen und auch vor der Nordtribüne seien die „logische Konsequenz“ aus ernst zu nehmenden Meldungen aus Berlin. Eine Berliner Zeitung hatte berichtet, dass die Union-Fans im Signal Iduna Park ein „Inferno“ inszenieren wollten („Dortmund soll brennen“).

Besucherlin durch Rauchgase verletzt

Tatsächlich hantierten die Berliner auf der Nordtribüne ab Beginn der zweiten Halbzeit massiv mit Lichtblitzen und bengalischen Fackeln. Eine Stadionbesucherin sei durch die Rauchgase verletzt worden. Sie wurde vom Deutschen Roten Kreuz aus dem Block 61 getragen. Bei den Eingangskontrollen entdeckten die Ordner in 35 Fällen pyrotechnische Gegenstände. Damit sei eine noch größere Gefahr gebannt worden.

Durch „Vorfälle im Eingangsbereich“ seien auf dem Stadionvorplatz neun Kontrolltore für Union-Fans für etwa 15 Minuten gesperrt worden. Zu diesen Vorfällen zählt auch ein „versuchter Stadionsturm“. Diesen Grund nannte eine BVB-Mitarbeiterin einer Mutter eines neunjährigen Jungen. Diese hatte sich bei Borussia Dortmund darüber beschwert, dass ihr Sohn im Gedränge hilflos einem sehr großen Druck ausgesetzt gewesen sei.

Verzögerungen bei den Eingangskontrollen

Mit Lautsprecherdurchsagen hatte die Polizei die Fans auf dem Stadionvorplatz mehrfach darauf hingewiesen, dass sich auch Kinder in der Menschenmenge befänden und dass nicht gedrängelt werden solle.

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Bildergalerie

Anreise der Union-Berlin-Fans nach Dortmund

Anreise der Union-Berlin-Fans nach Dortmund.
26.10.2016
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Die Einlasskontrollen an der Nordtribüne funktionierten nicht reibungslos. Es gab technische Pannen.© Foto: Bandermann
Bereitschaftspolizei auf dem Stadionvorplatz.© Foto: Bandermann
Nach dem Versuch, die Tore zu stürmen, sicherte die Polizei den Kontrollbereich.© Foto: Bandermann
Dichte Wartereihen vor den Einlasskontrollen am Stadioneingang.© Foto: Bandermann
Wartende Union-Fans am Dortmunder Hauptbahnhof.© Foto: Bandermann
Einsatzbereit am Hauptbahnhof: Absperrgitter, um Reisende kurzfristig zu stoppen.© Foto: Bandermann
Union-Fans im Dortmunder Hauptbahnhof.© Foto: Bandermann
Dichtes Gedränge im Hauptbahnhof: Reisende mussten bis zu 10 Minuten warten, weil die Bundespolizei den Fußgängertunnel für die Weiterleitung der Union-Fans zur U-Bahn sperrte.© Foto: Bandermann
Eineer von drei Sonderzügen mit Union-Fans aus Berlin kommt an.© Foto: Bandermann
FC-Union-Fans im Dortmunder Hauptbahnhof.© Foto: Bandermann
Bundespolizei im Dortmunder Hauptbahnhof.© Foto: Bandermann
Glei 8 und 10 im Hauptbahnhof: Ein Sonderzug mit 850 Berlinern ist angekommen. Die Bundespolizei sichert Zugänge und Bahnsteige.© Foto: Bandermann
Vor dem Nordeingang am Cinestar mussten die Union-Fans lange warten. Die U-Bahnen konnten in so kurzer Zeit die Menschenmengen nicht fassen. Fans äußerten Kritik.© Foto: Bandermann
Erinnerungsfoto auf dem Alten Markt in der Innenstadt.© Foto: Bandermann
Ein Messeveranstalter hatte die Parkplätze an der Westfalenhalle komplett gebucht, aber nicht belegt. Ordner ließen keine Fans auf die Anlage - das führte zu langen Staus auf fer Bundesstraße 1.© Foto: Bandermann
Warten auf die Kontrolle vor der Nordtribüne.© Foto: Bandermann
Berlin-Fans in der Warteschlange vor den Einlasskontrollen.© Foto: Bandermann
Die schweren Kontrolltore sollten den Druck auf die Ordner stoppen.© Foto: Bandermann
Die Union-Fans mussten bei den Einlasskontrollen viel Geduld zeigen. Wegen der Wartezeiten wurde das Spiel 15 Minuten später angepfiffen.© Foto: Bandermann
Polizei auf dem Stadionvorplatz: Die Einsatzkräften waren mit Schutzhelmen im Einsatz.© Foto: Bandermann
Die Polizei stellte am Stadion auch einen Wasserwerfer ab.© Foto: Bandermann

Was die An- und Abreise mit dem öffentlichen Nahverkehr angeht, will der BVB die Beschwerden vom Pokalspieltag im „ständigen Dialog“ mit DSW21 und der Bahn einfließen lassen. Man wolle Verbesserungen erzielen. Ein Problem am Mittwoch war die Anreise von über 2000 Union-Fans mit drei Sonderzügen am Hauptbahnhof innerhalb kürzester Zeit. So viele Menschen konnten die U-Bahnen für den Transport zum Stadion nicht aufnehmen - was zu Verzögerungen führte. Die Verzögerungen setzten sich bei den Eingangskontrollen fort.

Hohe Zuschauerzahl

Auf seiner Internetseite schreibt der BVB, dass es Borussia Dortmund, Polizei, Stadt Dortmund und Verkehrsunternehmen gemeinsam verstünden, alle 14 Tage die Sicherheit der über 81.000 Stadionbesucher zu gewährleisten. Dass es bei dieser im deutschen Fußball einmalig hohen Zuschauerzahl mit parallel stattfindenden Messen und anderen außergewöhnlichen Ereignissen zu Problemen kommen kann, wolle niemand bestreiten.

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