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BVB zieht Paris, Sevilla und Lviv

Traumlose begeistern Schwarzgelb

Freitag, 13.35 Uhr, am Gepäckband des Dortmunder Flughafens. Überall Fußballprofis mit gezücktem Mobiltelefon am Ohr. Die Standardfrage jedes Einzelnen: „Stehen unsere Europa League-Gruppengegner jetzt schon fest?“

BAKU/DORTMUND

von Von Sascha Fligge

, 27.08.2010
BVB zieht Paris, Sevilla und Lviv

Auf den BVB warten in der Europa League attraktive Gegner.

Negativ! Jedenfalls zu diesem Zeitpunkt. Ungeduld macht sich breit, BVB-Profi Kevin Großkreutz kann schon nicht mehr still sitzen – bis die Kunde von den ersten beiden in Monaco gezogenen Kontrahenten den Tross am Gepäckband erreicht. „Paris St. Germain und FC Sevilla“, schreit irgendwer von irgendwo. „Neee, is jetz nich wahr???“, knallt es ihm entgegen. Doch, ist wahr. Einige Minuten später komplettiert Galatasaray-Istanbul-Bezwinger Karpaty Lviv aus der Ukraine die Europa League-Gruppe J.

Trainer Jürgen Klopp sieht aus wie ein Kind nach der Bescherung. Er strahlt und schwärmt von Frankreichs Hauptstadt. „Schwarzgelbe Liebe in der Stadt der Liebe. Was will man mehr…?“ Sevilla weckt Erinnerungen: „Vor fünf Jahren bin ich mit Mainz an den Spaniern gescheitert. Damals hat man uns vorgehalten, wir würden mauern: ‚típica alemana‘ hieß es“, sagte Klopp: „Ich habe in Sevilla angekündigt, dass ich wiederkomme. Bald ist es soweit!“ Erstmals seit acht Jahren war Dortmund, Champions-League-Sieger von 1997, am Donnerstag wieder in die Gruppenphase eines internationalen Wettbewerbs eingezogen. Gegen den aserbaidschanischen Klub FK Qarabag Agdam (Hinspiel 4:0, Rückspiel 1:0) blieb Klopps Ensemble ohne Gegentor.

Die Gruppenspiele beginnen für den BVB am 16. September (Anstoß: 21.05 Uhr) in der Ukraine. Heimpartien gegen Sevilla (30.09., 19 Uhr) und Paris (21.10., 19 Uhr) folgen Duelle bei den Franzosen (04.11., 21.05 Uhr), vor heimischer Kulisse gegen Lviv (02.12, 19 Uhr) und in der Hauptstadt Andalusiens (15.12., 21.05 Uhr). Dortmunds Führung ist bemüht, die Erwartungen an das blutjunge Team wettbewerbsübergreifend nicht ins Uferlose steigen zu lassen. Selbst für den Fall, dass die Mannschaft auch ihr zweites Bundesligaspiel (So., 17.30 Uhr) beim VfB Stuttgart verliert, kündigte KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke eine moderate Aufarbeitung an: „Wir werden nach Stuttgart definitiv nicht unter Druck stehen, weil wir den Weg, von dem wir glauben, dass er der richtige ist, unabhängig von einzelnen Resultaten weitergehen.“ 

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