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Barrios trotzt Flugstrapazen – Kagawa mit starken Einstand

Vom Flieger ins Tor

DORTMUND Möglichst schwer wollte es Wackers neuer Trainer Mario Basler den Dortmundern zum Saisonauftakt machen. Doch der frühere Nationalspieler hatte die Rechnung ohne BVB-Stürmer Lucas Barrios und Borussias Neuzugang Shinji Kagawa gemacht.

von Von Matthias Dersch

, 15.08.2010
Barrios trotzt Flugstrapazen – Kagawa mit starken Einstand

Lucas Barrios (r.) macht dort weiter, wo er in der Vorsaison aufgehört hat.

Das Duo dachte gar nicht daran, dem Drittligisten eine Schonfrist zu gewähren und brachte die Elf von BVB-Trainer Jürgen Klopp bereits nach vier Minuten auf die Siegerstraße. Was folgte, war ein 86-minütiger Spaziergang und ein souveräner 3:0-Erfolg im bayrischen Altötting.

Dabei hatte Klopp zunächst lange überlegt, ob er die beiden überhaupt von Beginn an bringen sollte. Kagawa, verriet der 43-Jährige nach dem Spiel, habe die letzten Tage nicht gut trainiert und deshalb auf der Kippe gestanden. Und bei Barrios fiel die Entscheidung erst am Samstagmorgen, als klar war, wie er die 25-stündige Reise von Asuncion (Paraguay) nach Salzburg (Österreich) verkraftet hatte. „Natürlich waren die vielen Flugstunden anstrengend“, sagte der Paraguayo nach dem Spiel, „aber ich konnte trotzdem zu unserem Sieg einen guten Beitrag leisten.“ Dass er bei seiner Auswechslung aufreizend lange brauchte, um zur Seitenlinie zu kommen, wollte er nicht als Aufbegehren verstanden wissen: „Ich habe es einfach nicht mitbekommen. Das war angesichts der Reisestrapazen schon in Ordnung.“

Während Barrios also nach 56 Minuten Feierabend machen durfte, stand Kagawa in seinem ersten Pflichtspiel gleich über die volle Distanz auf dem Platz. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Das erste Tor bereitete er per Flanke vor – obwohl Klopp zuvor sein Flankenspiel als leichte Schwäche ausgemacht hatte. Und auch beim dritten Treffer durch Kevin Großkreutz (48.) hatte der Shooting-Star der abgelaufenen Vorbereitung seine flinken Füße im Spiel. „Es macht große Freude, wie nahtlos sich Kagawa, aber auch Mario Götze oder Robert Lewandowski einreihen“, analysierte KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke, bevor er zufrieden feststellte: „Wenn man bedenkt, dass bei uns in den letzten 30 Minuten acht Spieler auf dem Feld standen, die 22 Jahre oder jünger waren, ist das eine tolle Geschichte.“ 

  • Großkreutz in die Röhre: Kevin Großkreutz musste am Samstag das Feld vorzeitig verlassen. Der Mittelfeldspieler des BVB hatte sich im Spiel gegen Burghausen unglücklich bewegt und sich dabei am Rippenbogen verletzt. Gestern ließen die Schmerzen beim 22-Jährigen zwar nach, dennoch wird er heute genauer durchgecheckt. Eine Kernspin-Untersuchung soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung bringen.
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