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"Baumeister" Schneider hat links ein Problem

DORTMUND Der Ärger weicht, Regionalligist Borussia Dortmund richtet den Blick nach dem mageren 3:3 von Kleve nach vorn – ohne die Probleme auf der linken Abwehrseite zu verkennen.

von Von Harald Gehring

, 25.08.2008
"Baumeister" Schneider hat links ein Problem

Im Testspiel dabei: David Vrzogic.

„David Vrzogic fällt nach seiner Knieverletzung in jedem Fall längere Zeit aus. Da uns auch der eigentlich vorgesehene Marcel Schmelzer wegen dessen Einsatz im Bundesliga-Team nicht zur Verfügung steht, müssen wir diese Position jetzt völlig neu besetzen“, sagt BVB-Trainer Theo Schneider. Dortmunds Coach, der durch den überraschenden Einsatz von Profi Nuri Sahin in Kleve seine gesamte Defensive umbauen musste, plant jetzt für das nächste Heimspiel (Samstag, 14 Uhr, Rote Erde) gegen Borussia Mönchengladbach.

Die große Unbekannte bleibt zunächst Nuri Sahin, der gegen die Bayern nicht zum BVB-Profiaufgebot gehörte. Gut möglich, dass der türkische Nationalspieler auch am Samstag für die Regionalliga-Elf aufläuft. Geschieht dies, spielt Schneider erneut den „Baumeister“. Nico Hillenbrand (Schambeinbeschwerden auskuriert) rückt auf die angestammte Position rechts in der Abwehr, folglich kann Julian Koch wieder neben Uwe Hünemeier in der Innenverteidigung antreten. Bleibt die Frage, wer spielt links in der Viererkette? Denis Omerbegovic hat sich nach seiner schwachen Leistung von Kleve aus allen Diskussionen herausgespielt. Erster Kandidat für diese Aufgabe muss jetzt Fabian Buttgereit sein, der in der letzten Saison in wenigen Einsätzen nie enttäuschte.

Es gibt aber noch eine Alternative: Mario Götze überzeugte bislang im A-Juniorenteam in dieser Rolle, verfügt jedoch über keine Erfahrung im Seniorenbereich. Also sollte zunächst Buttgereit seine Chance erhalten. Verdient hat er sie allemal. Neben der Abwehr muss Schneider allerdings auch das Mittelfeld neu sortieren. Spielt Nuri Sahin, ist die Ausrichtung sehr offensiv. In Kleve war Damir Vrancic als „Sechser“ völlig auf sich allein gestellt und wusste gar nicht, wie er alle Löcher stopfen sollte, da neben Sahin auch Sebastian Hille und Yasin Öztekin nur den Vorwärtsgang einlegten und zur Doppelspitze Christopher Kullmann/Sebastian Tyrala vorrückten. „Das wird sich jetzt ändern. Wenn wir so klar führen wie in Kleve, müssen wir anschließend kompakt stehen und den Gegner auskontern. Das haben weder Hille noch Öztekin beherzigt. Und Kleve hat sich für die großzügigen Freiräume bedankt. Ich fordere ein deutlich konsequenteres Defensivverhalten“, betont Theo Schneider die Notwendigkeit zur taktischen Disziplin.

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