Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Transfer-Hammer

Bestätigt: BVB-Juwel Götze wechselt zum FC Bayern

DORTMUND Transfer-Hammer am Tag vor Madrid: Mario Götze wechselt von Borussia Dortmund zum Liga-Rivalen FC Bayern München. Die Schwarzgelben bestätigten am Dienstagmorgen zähneknirschend den Wechsel des 20-jährigen Fußball-Juwels, der für eine fixe Ablöse gen Süden wandert.

Bestätigt: BVB-Juwel Götze wechselt zum FC Bayern

An diesen Anblick werden sich die BVB-Fans gewöhnen müssen: Mario Götze im Trikot des FC Bayern.

Ein schlechteres Timing gibt es wohl nicht: 48 Stunden vor dem Hinspiel des Champions-League-Halbfinales gegen Real Madrid (Mittwoch, 20.45 Uhr) vermeldete die Münchner Redaktion der Bild-Zeitung am Dienstag, was eigentlich noch ein gut gehütetes Geheimnis bleiben sollte. Dortmunds Superstar Mario Götze wechselt zur kommenden Saison für die feste Ablöse von 37 Millionen Euro zum FC Bayern München.

Nachdem auch unsere Redaktion aus gut unterrichteter Quelle den Mega-Transfer bestätigt bekommen hatte, zog der BVB am Vormittag gezwungenermaßen nach, um die Unruhe einigermaßen in den Griff zu bekommen. Um 10.17 Uhr teilte der Klub auf Facebook mit: „Nationalspieler Mario Götze sowie sein Berater Volker Struth haben Borussia Dortmund vor einigen Tagen mitgeteilt, dass Götze von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen und zum 1. Juli 2013 zum FC Bayern München wechseln möchte.“ BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erklärte, er sei "über alle Maßen enttäuscht". Götze und sein Berater hätten sich aber "absolut vertragskonform" verhalten. Aus München habe sich bislang noch kein Offizieller beim BVB gemeldet, teilte der Verein mit. Dies ist jedoch auch nicht nötig: Da die Ablöse fix ist, muss nicht verhandelt werden.

Die besten Bilder von Mario Götze

Robert Lewandowski und Marco Reus begraben Mario Götze (l-r) unter sich. Die Dortmunder feierten einen 5:1-Erfolg im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Hannover 96. Götze traf gleich dreimal.
Mario Götze (r.) im Duell mit Javier Martinez. Im letzten Spiel gegen Bayern traf Götze noch zum 1:1.
Mario Götze feiert bei der Bühnenshow der Meisterfeier von Borussia Dortmund vor der Westfalenhalle in Dortmund.
Der größte Triumph: Mario Götze (l) und Dede halten die Meisterschale fest.
Götze (r) wird bei der Siegerehrung mit der Meisterschale von Ligapräsident Reinhard Rauball umarmt.
Mario Götze (l)  trägt sich  im Rathaus von Dortmund in das goldene Buch der Stadt ein.
Mario Götze erzielte für den BVB in dieser Saison fünf Tore.
Duell im Derby: Mario Götze (l) gegen Lukas Schmitz.
Mario Götze (o) spielt Schalkes Torwart Lars Unnerstall aus.
Mario Götze (r) spricht nach der Roten Karte im Spiel gegen Leverkusen mit seinem Trainer Jürgen Klopp (2.v.r.).
Lucas Barrios (l) und Mario Götze trainieren im Emirates Stadion in London.
Götze im Duell mit Arsenals  Robin van Persie (l) in der Champions League.
Arsenals Andre Santos gegen Götze.
Toschütze Mario Götze (l), Antonio da Silva und Ivan Perisic jubeln über den Treffer zum 3:0 gegen Augsburg.
Götzes bisher größter internationaler Erfolg: Mit Nuri Sahin (M) und Mats Hummels (R) feiert er den Einzug ins Champions-League-Halbfinale.
Im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden: Mario Götze versucht vor dem Dresdener Fanblock eine Ecke auszuführen.
Mario Götze( r) erzielt gegen den Dynamo-Torhüter Wolfgang Hesl seinen Treffer zum 2:0 im DFB-Pokal.
Götze jubelt nach seinem Treffer.
Lukas Podolski (l) und Mario Götze bei der deutschen Nationalmannschaft.
Mario Götze in der EM-Qualifikation gegen die Türkei.
Götze erzielt seinen ersten Treffer in der Nationalelf. Teamkollege Bastian Schweinsteiger gratuliert.
Götze im Nationaltrikot.
Bayern Münchens Phillipp Lahm (l) kämpft gegen Mario Götze.
Mario Götze hat seinen Vertrag beim BVB vorzeitig verlängert. Welche Spieler folgen seinem Beispiel?
Dortmunder Jubel nach dem Sieg über die Bayern.
Mario Götze kämpft nach seiner Verletzung für die Rückkehr ins Mannschaftstraining.

Um 11.30 Uhr bestätigte auch der FC Bayern den Transfer des 20-Jährigen. "Der FC Bayern ist bereit, die zwischen Borussia Dortmund und Mario Götze vereinbarte Ausstiegsklausel zu erfüllen." Laut Bayern-Mitteilung wollte der Klub diese Information allerdings erst nach den Halbfinal-Duellen des BVB gegen Real Madrid bekanntgeben. Götze löst damit seinen baldigen Vereinskollegen Mario Gomez als teuersten deutschen Spieler ab. Der Stürmer war 2009 für die damalige Rekordablöse von 30 Millionen aus Stuttgart nach München gewechselt. Teurer als Götze war bislang nur Bayerns Spanier Javi Martinez (40 Millionen Euro, 2012). Der Wechsel von Edin Dzeko zu Manchester City spülte dem VfL Wolfsburg 2010 ebenfalls 37 Millionen Euro in die Kassen.

Dass das Leck ausgerechnet in München saß, dürfte den BVB genauso ärgern wie der Zeitpunkt der Veröffentlichung selbst. Vor dem Highlight gegen Real Madrid am Mittwoch, dem wohl wichtigsten Spiel des Jahres, ist die Aufregung im Umfeld groß. Alle reden nur noch über den Götze-Transfer, nicht mehr über das Spiel. Auf Götzes Facebook-Seite machten am Dienstag viele BVB-Fans ihrem Ärger Luft. Zitierfähig waren nur die wenigsten Einträge. Spannend wird, wie ihn die BVB-Anhänger am Mittwoch im Signal Iduna Park begrüßen werden. In der Pressemitteilung warben Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc darum, Götze "genauso bedingungslos zu unterstützen wie jeden anderen Dortmunder Profi". Es dürfte ein Wunschtraum bleiben ...

Sportlich ist der Wechsel von Götze ein herber Verlust für die Borussia. Der Nationalspieler ist mit einem Kicker-Notenschnitt von 2,46 der zweitbeste Feldspieler der Saison. Einzig der Münchner Franck Ribery hat einen besseren Schnitt (2,18). Mit 16 Toren und 19 Torvorlagen in 41 Spielen zählt er außerdem zu den besten Scorern des BVB.

Spieler, die für Bayern und Dortmund aufliefen

Ex-Borusse Michael Rummenigge kommt zum Budenzauber nach Dortmund.
Gleich zwei Mal saß Udo Lattek hauptverantwortlich auf der Bank des BVB und des FC Bayern München. Beim FCB war er zunächst von 1970 bis 1975 und später von 1983 bis 1987 Trainer.
Beim BVB leitete er von 1979 bis 1981 und zuletzt 2000 das Training der Schwarzgelben.
Zwei Meisterschaften, zwei Supercups und die Champions League 1997: Ottmar Hitzfeld prägte von 1991 bis 1997 eine erfolgreiche Ära beim BVB.
Doch auch mit dem FC Bayern holte Hitzfeld den begehrten Henkelpott 2001, nachdem er 1998 vom BVB nach München wechselte.
Nach sechs Jahren in Dortmund zog es Thomas Helmer zum FC Bayern, für die er von 1992 bis 199 aktiv war. Zum BVB kam er zuvor 1986 von Arminia Bielefeld.
Von 1989 bis 1991 lief Jürgen Kohler (r.) insgesamt 55 Mal für den FC Bayern auf, ehe er zu Juventus wechselte. Nach vier Jahren im italienischen Turin zog es Kohler 1995 zurück nach Deutschland, direkt zu den Westfalen. Dort feierte er bis 2002 einige Titel mit dem BVB.
Von 1990 bis 1998 lief Nerlinger für den FC Bayern auf und erzielte dabei insgesamt 45 Tore. Nach seiner Karriere bekleidete er zwischen 2008 und 2012 den Posten des Sportdirektors der Münchener.
Christian Nerlinger, gebürtiger Dortmunder, landete nach acht Jahren beim FC Bayern schließlich 1998 beim BVB, dem er bis 2001 treu blieb.
Stefan Reuter (li.) spielte zwischen 1988 und 1991 für den FC Bayern, ehe er nach einjährigem Gastspiel in Italien zum BVB wechselte und dort für zwölf Jahre bis 2004 blieb. Matthias Sammer (re.) trug von 1993 bis 1998 das Dortmunder Trikot und ist seit 2012 Sportdirektor des FC Bayern.
Von 1981 bis 1988 spielte Michael Rummenigge für den FC Bayern.
Beim BVB spielte Rummenigge anschließend von 1988 bis 1993, ehe es ihn nach Japan zog.
Verteidiger Robert Kovac kam nach fünf Jahren in Leverkusen 2001 zum FC Bayern und spielte bis 2005 für den Rekordmeister.
Ähnlich wie schon zuvor Jürgen Kohler gelangte auch Kovac über die Station Juventus zum BVB. Bis 2007 war er in Italien, ehe er zwei Jahre im schwarzgelben Trikot auflief.
Für ein Jahr wechselte Frings (l.) schließlich zum FC Bayern, ehe es ihn 2005 zurück zu Werder Bremen zog.
Drei Jahre, von 2002 bis 2004 spielte Torsten Frings beim BVB.
Mats Hummels genoss bekanntlich eine bayrische Fußballausbildung, ehe er 2008 an den BVB verliehen und anschließend verkauft wurde.

Nach Nuri Sahin (Real Madrid, 2011) und Shinji Kagawa (Manchester United, 2012) verlieren die Dortmunder damit im dritten Jahr in Serie den wichtigsten Spieler ihrer Mannschaft. In München trifft Götze auf den neuen Bayern-Trainer Pep Guardiola. Doch nicht nur die verlockende Aussicht auf diese Zusammenarbeit dürfte den Ausschlag gegeben haben: Aus gut unterrichteter Quelle hat diese Redaktion erfahren, dass Götze in München rund zwölf Millionen Euro pro Jahr verdienen soll.Die Aktie von Borussia Dortmund ist am Dienstag nach dem Wechsel von Fußballprofi Mario Götze zum FC Bayern München unter Druck geraten. Die Anteile des einzigen börsennotierten Fußball-Bundesligisten rutschten zuletzt mit 3,66 Prozent ins Minus auf 3,11 Euro. Der BVB hatte am Vormittag den Wechsel von Götze zum neuen deutschen Fußball-Meister bereits in diesem Sommer zum 1. Juli 2013 bestätigt - einen Tag vor dem sportlich besonders wichtigen Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid.  „Die Nachricht kommt überraschend und wird finanzanalytisch deutlichen Einfluss auf die Zahlen nehmen“, sagte Analyst Alexander Langhorst von GSC Research. Sportlich sei der Abgang von Götze ein Rückschlag, der BVB sollte aber mit der üppigen finanziellen Ausstattung adäquaten Ersatz beschaffen können. 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

30.000 Fans beim Weihnachtssingen

"Der größte Chor der Welt" sang mit den BVB-Stars

DORTMUND Es war ein Weihnachtssingen der Superlative: Rund 30.000 BVB-Fans haben am dritten Advent mit der Mannschaft, Popstar Sasha und den jungen Sängern der Chorakademie festliche Lieder angestimmt. Es war fast wie immer im Dortmunder Stadion – nur schöner. Das Spektakel im großen Foto- und Video-Rückblick.mehr...

Heimliche Verlängerung

Aubameyang steht beim BVB bis 2021 unter Vertrag

DORTMUND Der BVB hat den Vertrag mit Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang heimlich, still und leise bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Ursprünglich hatten sich beide Parteien im Juli 2015 auf eine Verlängerung bis zum 2020 geeinigt.mehr...

Glücklicher Sieg gegen Hoffenheim

Peter Stöger haucht dem BVB neues Leben ein

DORTMUND Zwei Spiele, zwei Siege! Mit Peter Stöger geht es beim BVB wieder aufwärts. Doch der schmeichelhafte Erfolg gegeg Hoffenheim verdeckt nicht, dass dem Coach noch viel Arbeit bleibt. Über seine Nachfolge wird weiter spekuliert - trotz aller Dementis.mehr...

BVB-Einzelkritik

Viel Durchschnitt gegen Hoffenheim - Kagawa überzeugt

DORTMUND Der erste Heimsieg seit 84 Tagen lässt den BVB in der Bundesliga beruhigt in die Winterpause gehen. Beim 2:1 (0:1)-Erfolg gegen Hoffenheim wird bei den Schwarzgelben allerdings viel Durchschnitt geboten. Die Einzelkritik.mehr...

Der BVB-Kommentar

Frohes Fest! Aber auf Stöger wartet noch viel Arbeit

DORTMUND Rein statistisch bringen Trainerwechsel nur selten den erhofften Effekt. Der BVB liefert derzeit den gegenteiligen Beweis. Zwei Spiele, zwei Siege: Selbst wenn die Schwarzgelben in München aus dem Pokal ausscheiden sollte, hat der Wechsel zu Peter Stöger schnell den erhofften Erfolg gebracht. Dirk Krampe kommentiert.mehr...

2:1 gegen Hoffenheim

Das Glück ist zurück! Pulisic lässt den BVB spät jubeln

DORTMUND Das Glück ist zurück bei Borussia Dortmund: Der Last-Minute-Treffer von Christian Pulisic sichert dem BVB ein schmeichelhaftes 2:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim.mehr...