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BVB-Talent

Bittencourts Tor-Premiere in der Bundesliga

DORTMUND War es ein Vogel mit Startschwierigkeiten? Ein Schmetterling mit Flügellähmung? Oder ein ambitionierter Pinguin? Nein, es war BVB-Youngster Leo Bittencourt, der am Samstag mit flatternden „Flügeln“ vor der Südtribüne umhertollte. Der 19-Jährige sorgte mit seinem Debüt-Treffer für einen ersten Aha-Effekt – und vergaß dabei sogar seine Schmerzen.

Bittencourts Tor-Premiere in der Bundesliga

Flügel-Jubel: Leo Bittencourt feiert seine Torpremiere.

Gar nicht gut sah es aus, wie Leonardo Bittencourt im Moment der größten Freude voll gegen den Pfosten knallte. „Böse“ fand der Protagonist den Zusammenprall, doch die schmerzhaften Folgen verspürte der Deutsch-Brasilianer erst Minuten später. Zunächst musste die Freude, die Erleichterung, der Jubel raus.  

 Seit neun Monaten ist der 19-Jährige mittlerweile in Dortmund, doch die großen Erfolge blieben ihm bislang versagt. Das Talent musste sich hinten anstellen und merken, dass eine Ablösesumme von drei Millionen Euro allein noch keine Einsatzgarantie bedeutet. 35 Minuten im Derby gegen Schalke (1:2), länger ließ BVB-Trainer Jürgen Klopp sein Mittelfeld-Juwel in der Bundesliga nicht von der Leine. Bis Samstag, als Bittencourt im Signal Iduna Park für eine Viertelstunde zeigen durfte, was ihn ihm steckt.

Fußball-Bundesliga: Borussia Dortmund - SC Freiburg 5:1 (3:1)

Samstag 16.03.2013, 1. Bundesliga Saison 12/13, 26. Spieltag in Dortmund, BV Borussia Dortmund - SC Freiburg,  jubel um Robert Lewandowski (BVB) nach seinem treffer zum 1:1, Ilkay Guendogan (BVB), Robert Lewandowski (BVB), Felipe Santana (BVB) und Lukasz Piszczek (BVB)
Samstag 16.03.2013, 1. Bundesliga Saison 12/13, 26. Spieltag in Dortmund, BV Borussia Dortmund - SC Freiburg, Mario Goetze (BVB) gegen Julian Schuster (SCF)
Nuri Sahin erzielt gegen Freiburgs Torhüter Oliver Baumann und Oliver Sorg das Tor zum 4:1.
Großer Jubel nach dem 4:1 - Nuri Sahin.
Marco Terrazzino steht hier gegen Felipe Santana und Roman Weidenfeller allein auf weiter Flur.
Pavel Krmas hängt Mario Goetze am Rockzipfel.
Oliver Sorg kommt gegen Marco Reus drei Schritte zu spät.
Nuri Sahin macht Freudensprünge.
Die beiden starken Dortmunder: Robert Lewandowski und Nuri Sahin.
Robert Lewandowski jubelt über seinen Treffer zum 3:1.
Schuss und Tor - 2:1.
Freud und Leid ganz nah beieinander - Jürgen Klopp und Freiburgs Trainer Christian Streich.
Mario Goetze setzt sich gegen Daniel Caligiuri durch.
Christian Günter grätscht in Nuri Sahin.
Nett von Max Kruse, Neven Subotic zu stützen.
Samstag 16.03.2013, 1. Bundesliga Saison 12/13, 26. Spieltag in Dortmund, BV Borussia Dortmund - SC Freiburg, Mario Goetze (BVB) gegen Julian Schuster (SCF)
Ohne Worte.
Wie befreit: Nuri Sahin.
Auch Youngster Leonardo Bittencourt durfte jubeln, er erzielte den Treffer zum 5:1.
Auch der Joungster hat getroffen: Leonardo Bittencourt erzielte das 5:1.
Eine La-Ola-Welle für die Fans.
Auch Jürgen Klopp und Leonardo Bittencourt gehen noch mal zu den Fans.
Robert Lewandowski mit Jürgen Klopp.
Die Erlösung: Nuri Sahin trifft zum 2:1.
Der Knoten ist geplatzt - Nuri Sahin erzielt das 2:1 - und das 4:1.
Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek jubeln mit Nuri Sahin.
Glückwünsche für Nuri Sahin auch von Marco Reus.
Der Ausgleich: Robert Lewandowski (2.v.r.) erzielt nach Freistoß von Nuri Sahin das 1:1.
Der eine jubelt, der andere ist konsterniert.
Die beiden Männer des Spiels: Robert Lewandowski und Nuri Sahin.
Gute Laune vor dem Spiel: Freiburgs Trainer Christian Streich,  Jürgen Klopp und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Daniel Caligiuri versucht hier, gegen Nuri Sahin den Ball zu behaupten.
Wieder Daniel Caligiuri - dieses Mal gegen Jakub Blaszczykowski.
Jürgen Klopp sah einen schwachen Start in der Partie gegen Freiburg.
Jonathan Schmid (2.v.l.) und Johannes Flum jubeln über das 1:0 - Felipe Santana, Ilkay Gündogan und Torhüter Roman Weidenfeller können nichts mehr tun.

Das Spiel war beim Stand von 4:1 längst entschieden, als Klopp den nur 1,71 Meter großen Techniker zu sich holte und ihm letzte Instruktionen zuflüsterte. Doch Bittencourt war spürbar heiß auf seine Chance – und durfte nur zwei Minuten später flügelschlagend jubeln. Mit seinem zweiten Ballkontakt drückte er eine scharfe Hereingabe von Robert Lewandowski über die Linie. Auch wenn das Tor für den Ausgang des Spiels keine Relevanz besaß, Bittencourt feierte es wie einen Last-Minute-Siegtreffer.

 „Mein Gegenspieler hat den Ball durchgelassen. Da dachte ich nur: Okay, hau ich ihn eben rein“, schilderte der stets positiv gestimmt wirkende Mittelfeldspieler anschließend seinen Treffer. „Vom Zusammenprall mit dem Pfosten habe ich in dem Moment gar nichts mitbekommen. Da fließt so viel durch einen durch …“ Das Adrenalin blockte den Schmerz erfolgreich ab. Der kam erst nach dem Schlusspfiff durch, als sich Bittencourt die Szene noch einmal auf dem TV-Bildschirm ansehen konnte. „Sehr gerne“, sagte Bittencourt trotzdem mit einem breiten Grinsen, „darf das jetzt häufiger passieren“ – meinte damit aber natürlich nicht den Schmerz, sondern seinen Torerfolg in der Beletage des deutschen Fußballs. Lange genießen konnte der frühere Cottbuser seine Tor-Premiere allerdings nicht. Bereits heute geht es für den Junioren-Nationalspieler weiter zur deutschen U 20-Auswahl, mit der er am 22. und 26. März gegen die Schweiz antritt.  

Nach seiner Rückkehr wird er sich dann im üppig besetzten Dortmunder Mittelfeld wohl wieder hinten anstellen müssen. Die Konkurrenz ist riesig, die Zeit für mehr Einsatzzeiten noch nicht gekommen. Woanders hat man das bereits registriert. Hannover 96 beispielsweise hat die Fühler ausgestreckt. Doch Bittencourt denkt aktuell nicht an einen Wechsel. Er ist gekommen, um zu bleiben – und um bald auch dauerhaft im BVB-Trikot in der ersten Liga abzuheben. 

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