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Borussen nach 3:0-Führung in Kleve nur 3:3

DORTMUND Alles lief auf den perfekten Tag hinaus, nichts deutete irgendein Ungemach an. Genau das aber brach über Borussia Dortmund in der Regionalliga West zusammen, als der BVB beim 1. FC Kleve nach einer 3:0-Führung am Ende nur ein 3:3 (1:0) präsentierte.

von Von Harald Gehring

, 23.08.2008
Borussen nach 3:0-Führung in Kleve nur 3:3

Einer der Besten: Sebastian Hille

Borussen-Trainer Theo Schneider hockte mit versteinerte Miene am Spielfeldrand, den Mannen in Schwarzgelb standen nur noch Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Nach Toren von Sebastian Hille (14., nach Vrancic-Freistoß), Nuri Sahin (54., von Kullmann aufgelegt) und Sebastian Tyrala (64., Flanke Öztekin) schien der zweite Saisonsieg perfekt zu sein. Und dies, obwohl die Borussen, die überraschend Bundesliga-Profi Nuri Sahin einsetzen konnten, in der ersten Halbzeit so manche Schwächen erkennen ließen. Sahin hatte Probleme, sich ins Spiel des Regionalliga-Teams zu finden, in der Abwehr leisteten sich die Innenverteidiger Daniel Gordon und Uwe Hünemeier manchen Patzer, auf der Außenposition fand sich Julian Koch nur mäßig zurecht – und das alles vor A-Junioren-Keeper Johannes Focher, der zunächst sehr nervös wirkte.

Alle Umstellungen waren kaum zu umgehen, weil Nico Hillenbrand in der Viererkette ebenso fehlte wie Lukas Kruse im Tor (im Profi-Aufgebot).   Trotz aller Abstimmungsprobleme reichte es zum 1:0, das nach der Pause in Borussias bester Phase auf 3:0 ausgebaut wurde. Jetzt trumpfte der BVB groß auf, wirbelte Kleve mächtig durcheinander, schien dem 4:0 sehr nah zu sein.

Doch nichts davon, Kleve holte zum kalten Schlag aus, traf durch Zeh, Klimczok und Schnier, dessen Freistoß Denis Omerbegovic noch abfälschte, zwischen der 67. und 74. Minute zum 3:3. In der 77. donnerte Jaliens noch einen Distanzschuss an die BVB-Torlatte.   Wie war das alles möglich? Ganz einfach – die Borussen hatten sich ganz und gar auf „sorglos“ eingestellt, ließen alle Defensiv-Vorsicht schon im Mittelfeld mächtig schleifen und stellten die eigene Abwehr ein ums andere Mal vor heftige Probleme.

Die Borussen-Hinterreihe geriet vollends zum „Problemkind“, als David Vrzogic mit Verdacht auf Außenmeniskusriss ausgewechselt werden musste. Seinen Part übernahm Omerbegovic, der komplett enttäuschte. So nahmen die Dinge ihren Lauf. Aber das nur zur Freude der rund 1800 Zuschauer in Kleve – und dies ausgerechnet an Theo Schneiders 48. Geburtstag. Der war restlos bedient. 

: Focher - Koch, Gordon, Hünemeier, Vrzogic (57. Omerbegovic) - Hille Vrancic, Sahin, Öztekin (74. Oscislawski) - Tyrala (80. Schneider), Kullmann

: 0:1 Hille (14.), 0:2 Sahin (54.), 0:3 Tyrala (64.), 1:3 Zeh, 2:3 Klimczok (69.), 3:3 Omerbegovic (74., Eigentor)

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