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Bundestrainer Joachim Löw lobt Dortmund-Duo

Castro angeschlagen

In diversen Interviews hatte sich Joachim Löw im Vorfeld der DFB-Länderspiele gegen Tschechien und Nordirland auch zu Borussia Dortmunds Gonzalo Castro äußern müssen. Am Freitag wiederholte der Bundestrainer sein Lob für den 29-jährigen Mittelfeldspieler des BVB und musste dann doch den Schlenker hinbekommen, warum Castro es auch in Zukunft schwer haben könnte im DFB-Team. Dafür gab es aber noch ein Extra-Lob für Julian Weigl.

DORTMUND

, 07.10.2016

Castro sei nie vom Radar verschwunden gewesen, meinte Löw. „Wir hatten ihn auch bei Bayer Leverkusen immer im Blick, aber seit dem Wechsel zum BVB hat sein Spiel an Dynamik und Präzision noch deutlich zugenommen“, so Löw. Castro spiele flexibler, „und er geht dahin, wo es dem Gegner weh tut – in die Spitze.“ Demnach sei ein Comeback in der Nationalmannschaft keinesfalls ausgeschlossen.

Marc Bartra hat seine Teilnahme an den Länderspielen der spanischen Nationalmannschaft aus Verletzungsgründen zwar abgesagt, in Dortmund aber tastet sich der Innenverteidiger über intensive Steigerungsläufe wieder ans Mannschaftstraining heran. Pausieren muss hingegen momentan Gonzalo Castro, der wegen muskulärer Probleme beim 0:2 in Leverkusen ausgewechselt worden war. Sein Einsatz gegen die Hertha ist offen. 

Das „Aber“ folgte auf dem Fuß. Löw hob erneut die Qualität, die die Nationalmannschaft auf Castros Position besitze, hervor und nannte namentlich Sami Khedira, Toni Kroos und den ehemaligen Dortmunder Ilkay Gündogan, der nach seiner schweren Knieverletzung bei Manchester City ein erstaunliches Comeback hingelegt hat und gegen die Tschechen in den Kader zurückkehren wird.

Und Löw brachte den Namen Julian Weigl ins Spiel. Der 21-Jährige bringe für sein Alter ein enormes Spielverständnis und einen Blick für die Situation mit, lobte Löw den Dortmunder Youngster, den er überraschend auch schon in den Kader zur Europameisterschaft in Frankreich berufen hatte.

Weigl gehört die Zukunft

Es wäre schon paradox, wenn Castros Comeback im DFB-Trikot an einem Mitspieler scheitern würde – ausgeschlossen ist das aber nicht. Weigl gehört die Zukunft auf der Schlüsselposition vor der Abwehr, daran ließ Löw keinen Zweifel. Castro, der sein letztes Spiel für die DFB-Elf am 21. November 2007 (0:0 in der EM-Qualifikation gegen Wales) bestritt, machte als Talkgast bei „19:09 – der schwarzgelbe Talk“ am Mittwoch dieser Woche deutlich, dass er das ohnehin nur auf eine Weise beeinflussen könne: „Ich kann mich nur weiter durch gute Leistungen anbieten.“ 

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