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Castro angeschlagen

Bundestrainer Joachim Löw lobt Dortmund-Duo

DORTMUND In diversen Interviews hatte sich Joachim Löw im Vorfeld der DFB-Länderspiele gegen Tschechien und Nordirland auch zu Borussia Dortmunds Gonzalo Castro äußern müssen. Am Freitag wiederholte der Bundestrainer sein Lob für den 29-jährigen Mittelfeldspieler des BVB und musste dann doch den Schlenker hinbekommen, warum Castro es auch in Zukunft schwer haben könnte im DFB-Team. Dafür gab es aber noch ein Extra-Lob für Julian Weigl.

Castro sei nie vom Radar verschwunden gewesen, meinte Löw. „Wir hatten ihn auch bei Bayer Leverkusen immer im Blick, aber seit dem Wechsel zum BVB hat sein Spiel an Dynamik und Präzision noch deutlich zugenommen“, so Löw. Castro spiele flexibler, „und er geht dahin, wo es dem Gegner weh tut – in die Spitze.“ Demnach sei ein Comeback in der Nationalmannschaft keinesfalls ausgeschlossen.

Das „Aber“ folgte auf dem Fuß. Löw hob erneut die Qualität, die die Nationalmannschaft auf Castros Position besitze, hervor und nannte namentlich Sami Khedira, Toni Kroos und den ehemaligen Dortmunder Ilkay Gündogan, der nach seiner schweren Knieverletzung bei Manchester City ein erstaunliches Comeback hingelegt hat und gegen die Tschechen in den Kader zurückkehren wird.

Und Löw brachte den Namen Julian Weigl ins Spiel. Der 21-Jährige bringe für sein Alter ein enormes Spielverständnis und einen Blick für die Situation mit, lobte Löw den Dortmunder Youngster, den er überraschend auch schon in den Kader zur Europameisterschaft in Frankreich berufen hatte.

Weigl gehört die Zukunft

Es wäre schon paradox, wenn Castros Comeback im DFB-Trikot an einem Mitspieler scheitern würde – ausgeschlossen ist das aber nicht. Weigl gehört die Zukunft auf der Schlüsselposition vor der Abwehr, daran ließ Löw keinen Zweifel. Castro, der sein letztes Spiel für die DFB-Elf am 21. November 2007 (0:0 in der EM-Qualifikation gegen Wales) bestritt, machte als Talkgast bei „19:09 – der schwarzgelbe Talk“ am Mittwoch dieser Woche deutlich, dass er das ohnehin nur auf eine Weise beeinflussen könne: „Ich kann mich nur weiter durch gute Leistungen anbieten.“ 

DORTMUND Es ist eine Punktlandung, die Gonzalo Castro am Mittwochabend hinlegt: Eben noch auf dem BVB-Trainingsplatz in Brackel, jetzt frisch geduscht auf der Bühne von "19:09 – Der schwarzgelbe Talk". Entspannt erzählt der 29-Jährige aus dem Alltag der neuformierten BVB-Mannschaft, aber auch über das leidige Thema Nationalmannschaft. Seit 2008 wurde er nicht nominiert, doch abgehakt hat er die DFB-Auswahl noch nicht.mehr...

"19:09 - Der schwarzgelbe Talk"

Gonzalo Castro spricht über den "neuen" BVB

DORTMUND Gleich zu Beginn musste Gonzalo Castro Bilder aus seiner Lehrlingszeit bei Bayer Leverkusen über sich ergehen lassen. Sport- und Fitnesskaufmann lernte er als 16-Jähriger bei Bayer, "weil es meine Mama so wollte". Er ist dann doch Fußballprofi geworden und heute, mit 29, bei Borussia Dortmund aus der Mannschaft nicht wegzudenken. Neben Castro sorgten Hansi Küpper, Nobby Dickel und Uwe Lyko für kurzweilige Unterhaltung bei "19:09 - Der schwarzgelbe Talk".mehr...

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