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Dembele, Durm, Mor, Toljan, Passlack und Subotic

Viele Namen, wenig Klarheit

Es ist leider nicht immer so einfach, wie Lothar Matthäus es propagiert. Wäre, wäre, Fahrradkette. Hat der schlaue Mann am Wochenende im Fernsehen gesagt. Und irgendwie hat er sogar Recht. Ja, wäre doch heute schon der erste September und das Transferfenster endlich zu. Man wäre schon schlauer. Auch beim BVB. Denn noch immer hängen mögliche Transfers in der Warteschleife fest. Manch einer scheint gar vom Tisch zu sein. Ein Überblick.

DORTMUND

, 24.08.2017
Dembele, Durm, Mor, Toljan, Passlack und Subotic

Dembele, Durm, Mor (o.v.l.), Toljan, Passlack, Subotic (u.v.l.): Alle sechs Spieler hängen in der Warteschleife.

Ousmane Dembele will immer noch nach Barcelona. Und trainiert immer noch individuell. Vielleicht. Irgendwo. Vermutlich an der Playstation, sicher nicht in Dortmund. Eine neue Ad-hoc-Mitteilung seitens des BVB zu diesem Thema gibt es nicht, ein neues Angebot seitens des FC Barcelona auch nicht. BVB-Sportdirektor Michael Zorc will eine vom BVB gesetzte Frist für die Katalanen nicht bestätigen, die auf den kommenden Sonntag, den 27. August, terminiert sein soll. „Das ist Spekulation“, sagte Zorc am Mittwoch dieser Redaktion, „ich weise nur darauf hin, dass wir nicht bis zum letzten Transfertag (31. August, Anm. d. Red.) warten.“

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Es müsste ja vielleicht Ersatz her, wenn Barcelona wirklich rund 140 Millionen Euro zahlt. Die Causa Dembele erinnert irgendwie an das Verhältnis von Matthäus zu Giovanni Trapattoni. „Ein Wort gab das andere - wir hatten uns nichts zu sagen.“

Erik Durm war gefühlt schon nach Stuttgart transferiert. Vergangenen Donnerstag ploppten entsprechende Meldungen auf. Am Wochenende folgten Gerüchte über Nachuntersuchungen seitens des VfB, um sich im Fall Durm medizinisch abzusichern. Am Mittwoch dann sagte Zorc auf Nachfrage: „Ich gehe davon aus, dass Erik bei uns bleibt.“ Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Durm verpasste verletzungsbedingt große Teile der Vorbereitung beim BVB, ist immer noch nicht wieder fit. Hüftprobleme. Er sei zur Reha in München, sagte Zorc. Und bald wohl wieder in Dortmund.

Emre Mor: Mailand oder Mailand - Hauptsache wechseln. Bis jetzt ist aus dem Plan des jungen Türken nichts geworden. Außer beim Berater. Nun „berät“ ihn also Bektas Demirkas statt Mustafa Özcan. Und doch ist Mor immer noch beim BVB, obwohl der Klub ihn vor zwei Wochen noch nicht einmal mit aufs Mannschaftsfoto nahm. Zorc meint: „Es gibt verschiedene Interessenten für Emre.“ Konkret ist aber nichts. Trotzdem lebt der Wechselplan weiter, nur Mailand wird‘s wohl nicht.

Jeremy Toljan war schon fast beim BVB, ungefähr so wie Erik Durm schon in Stuttgart war. Hat aber auch noch nicht geklappt. Einen neuen Stand beim Hoffenheimer U21-Europameister gibt es nicht. Toljans Vertrag in Hoffenheim endet im kommenden Sommer, eine Verlängerung lehnt der 23-Jährige ab. Einen Zwang, in dieser Wechselperiode auf Teufel komm raus etwas zu machen, dürfte beim BVB niemand verspüren. Nach der Saison winkt ein ablösefreier Transfer.

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Felix Passlack war wiederum eigentlich schon nach Hoffenheim ausgeliehen, weil Toljan ja schon so gut wie beim BVB war. Sie merken: Es ist kompliziert. Fest steht eigentlich nur, dass Passlack maximal verliehen werden soll und mehr Spielpraxis braucht, als er derzeit erhält. Solange Toljan allerdings nicht da und Durm verletzt ist, wird Passlack als Absicherung auf den Außenverteidiger-Positionen benötigt.

Neven Subotic war in Wolfsburg ein Thema, doch die Wahl der "Wölfe" fiel auf Ingolstadts Marcel Tisserand. Ein geeigneter Interessent für den verdienten Innenverteidiger ist derzeit nicht in Sicht, genauso wie eine sportliche Perspektive beim BVB.

Als Fazit bleibt ergo mal wieder nur Matthäus. „Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken.“ Oder wir müssen warten - bis endlich September ist. 

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