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Der BVB wächst - aber nicht in allen Bereichen

Konzernbilanz

Die Borussia Dortmund KGaA hat im Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Konzernumsatz von 536 Millionen Euro eine neue Bestmarke aufgestellt. Aber nicht in allen Bereichen stiegen die Zahlen.

Dortmund

, 24.08.2018
Der BVB wächst - aber nicht in allen Bereichen

„Wir haben sportlich nicht das glorreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte hinter uns.“ - Hans-Joachim Watzke © dpa

Der Umsatz von 536 Millionen Euro (Vorjahr: 406 Mio.) ist ein neuer Höchstwert. Zurückzuführen ist er im Wesentlichen vom Transfergeschäft.

Auf 222 Millionen Euro bezifferten Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Finanz-Chef Thomas Treß auf der Bilanz-Pressekonferenz die Transfererlöse im Bilanzzeitraum. Im Wesentlichen sind diese auf die Wechsel von Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang zurückzuführen.

Watzke: „Wir haben ein solides Fundament“

„Wir haben ein solides Fundament von mehr als 300 Millionen Euro Umsatz ohne Transfererlöse“, erklärte Watzke. Vor Steuern und Abgaben blieben 126 Millionen Euro, der Konzernjahresüberschuss liegt bei 28,5 Mio (plus 20,3 Mio.). Dem Aufsichtsrat wird die Geschäftsführung wie gehabt die Ausschüttung einer Dividende von sechs Cent pro Aktie vorschlagen.

„Wir haben sportlich nicht das glorreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte hinter uns“, räumte Watzke ein. Das schlug sich auch in den Konzernzahlen nieder. Transferbereinigt sank der Umsatz um 4,6 Prozent auf 313 Millionen Euro. Dazu geführt haben zum Beispiel geringere TV-Einnahmen (früheres Ausscheiden aus der Champions League und dem DFB-Pokal) und einem Rückgang im Bereich Merchandising von rund 10 Millionen Euro.

Der Etat für den Lizenzspielebereich liegt bei rund 130 Millionen Euro. Sonderlich viele Prämien musste der Klub im Sommer 2018 ja nicht zahlen. Im Vergleich sei diese Summe in Deutschland hoch anzusiedeln, international eher nicht. Es gebe „eine Handvoll Klubs, die mehr als 300 Millionen Euro in Gehälter stecken“, sagte Watzke.

Watzke räumt Fehler in der jüngeren Vergangeheit ein

Watzke räumte auch ein, dass Borussia Dortmund in der jüngeren Vergangenheit Fehler gemacht habe. Dies sei auch Bestandteil der intensiven Analyse des Kompetenzteams mit der hinzugewonnenen Expertise von Sebastian Kehl und Matthias Sammer gewesen. Für den BVB-Boss steht dennoch fest: „Wir sind definitiv der zweite Leuchtturm des deutschen Fußballs und klar der beliebteste Klub in Deutschland.“

Der BVB wächst - aber nicht in allen Bereichen

Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß sieht die Einnahmen aus der TV-Vermarktung perspektivisch bei 150 Millionen Euro (aktuell 122 Mio.). © dpa

Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß stellte für die Zukunft höhere Erlöse aus der TV-Vermarktung in Champions League und Bundesliga in Aussicht. „Das wird für uns deutlich nach oben gehen.“ Perspektivisch sieht er die Einnahmen aus der TV-Vermarktung bei 150 Millionen Euro (aktuell 122 Mio.).

Treß rudert beim Thema SDax zurück

Bei der Diskussion um die Notierung der BVB-Aktie im SDax erwartet Treß einen Verbleibt der einzigen börsennotierten Fußballaktie Deutschlands. Wenn Anfang September die Entscheidung bekanntgegeben werde, gehe er davon aus, „dass wir drinbleiben“. Anfang der Woche hatte sich Treß diesbezüglich noch skeptischer geäußert und den Abstieg aus dem SDax und einhergehende vorübergehende Kursverluste befürchtet.

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Aktuell arbeitet der BVB mit Unternehmensberatern an der strategischen Weiterentwicklung. Ziel ist es laut Watzke, dass die KGaA bis 2025 einen transferbereinigten Umsatz von 500 Millionen Euro erzielt. „Das ist ambitioniert, aber daran wollen wir uns messen.“

Unberührt bei aller Internationalisierung und Digitalisierung sollen die Ticketpreise in Dortmund nicht über eine Inflationsanpassung hinaus erhöht werden.