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Die Konstante des deutschen Fußballs wird 70

BVB-Präsident Rauball

Dr. Reinhard Rauball ist der Mann für die nicht so einfachen Fälle. Bei Borussia Dortmund gilt der Präsident als Retter in finanziellen Krisen. Und auch in der Deutschen Fußball Liga ist er als Präsident fast nicht wegzudenken. Am 1. Weihnachtstag hat Rauball seinen 70. Geburtstag gefeiert.

DORTMUND

25.12.2016
Die Konstante des deutschen Fußballs wird 70

Der Präsident von Borussia Dortmund und der Deutschen Fußball Liga (DFL), Dr. Reinhard Rauball, feiert heute seinen 70. Geburtstag.

Bundestrainer Joachim Löw gratulierte vorab. „Ein Hoch auf Sie, lieber Reinhard Rauball, und alles Gute zum Geburtstag. Sie leben den Fußball“ - treffliche Worte Löws zum 70., den die Konstante des deutschen Fußballs am ersten Weihnachtstag begeht. Rauball lebt den Fußball, ob als Präsident der Deutschen Fußball Liga oder seines Herzensvereins Borussia Dortmund.

Leise Töne, klare Meinung

Rauball ist ein Mann der eher leisen Töne. Aber er vertritt seine Meinung auch klar, wenn es notwendig erscheint. Zum Beispiel dann, wenn rechtspopulistische Politiker einen Nationalspieler wie Jérôme Boateng rassistisch beleidigen. „An dieser Stelle kann es keine Toleranz und erst recht kein Verständnis geben“, ließ Rauball wissen, als AfD-Schwätzer im Sommer von sich gaben, Menschen wollten Boateng nicht als Nachbarn haben.

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Bildergalerie

Reinhard Rauball feiert 70. Geburtstag

Dr. Reinhard Rauball feiert am zweiten Weihnachtsfeiertag seinen 70. Geburtstag. Wir zeigen die besten Bilder aus seiner Karriere.
23.12.2016
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Im November 2016 wurde Dr. Reinhard Rauball im Amt des BVB-Präsidenten für weitere drei Jahre bestätigt.© Foto: dpa
Der BVB hat 1986 gegen Fortuna Köln die Bundesliga gesichert. Präsident Dr. Rauball in Jubelpose.© Fotoarchiv: Gerd Kolbe
Der Vater des Erfolgs: Reinhard Rauball mit der Meisterschale, die der BVB 2011 und 2012 nach Dortmund holen konnte.© Foto: dpa
Rauball gemeinsam mit Karl-Heinz Feldkamp.© Fotoarchiv: Gerd Kolbe
Rauball mahnte bei seiner Wahl zum Präsidenten mit erhobenem Zeigefinger.© Foto: dpa
Peter Geyer aus der Aufstiegsmannschaft 1976 und Dr. Reinhard Rauball als Gegenspieler in einem Freundschaftsspiel. © Fotoarchiv: Gerd Kolbe
Am 14. November 2004 wurde Rauball zum BVB-Präsidenten gewählt - zum dritten Mal nach 1979 und und 1984. Unter der Führung seines Vorgängers Gerd Niebaum (l.) und Ex-BVB-Manager Michael Meier machte die Borussia hohe Verluste und bewegte sich am Rande des Konkurses.© Foto: dpa
"Völlig losgelöst" genießt Präsident Dr. Reinhard Rauball im Düsseldorfer Rheinstadion den Klasssenerhalt seines BVB.© Fotoarchiv: Gerd Kolbe
Michael Meier (l.) blieb noch bis Februar 2005 Manager und Geschäftsführer in Dortmund. Abgelöst wurde er von Hans-Joachim Watzke...© Foto: dpa
Hallenturnier-Auslosung durch Eisprinzessin Dagmar Lurz. Rechts Dr. Reinhard Rauball, 1980 in seiner ersten Amtszeit als BVB-Präsident.© Fotoarchiv: Gerd Kolbe
2013 wurde er wiedergewählt - bis mindestens 2016 steht Rauball der Deutschen Fußball-Liga vor.© Foto: dpa
Eigentlich ist Rauball promovierter Rechtsanwalt. Zugleich ist er politisch tätig, so war er 1999 für kurze Zeit NRW-Justizminister unter Wolfgang Clement (l.).© Foto: dpa
Dr. Reinhard Rauball 1985 mit BVB-Trainer Erich Ribbeck.© Fotoarchiv: Gerd Kolbe
Watzke wird 2005 von Rauball begrüßt. Mit den beiden an der Spitze beginnt die Erfolgsgeschichte bei den Schwarzgelben.© Foto: dpa
Eindrücke aus der Karriere von Dr. Reinhard Rauball.© Fotoarchiv: Gerd Kolbe
2007 wird Rauball zudem Präsident der DFL - damit ist er der wichtigste Mann der Bundesliga.© Foto: dpa
Eindrücke aus der Karriere von Dr. Reinhard Rauball.© Fotoarchiv: Gerd Kolbe
Ein besonderer Moment: Als DFL-Präsident überreicht Rauball "seinem" BVB die Meisterschale 2011.© Foto: dpa

Rauball gilt mit seinen stets wohlgesetzten Statements als Meister der Fußball-Diplomatie, als einer, der die Dinge auf den Punkt bringt und sich nicht verbiegen lässt. Er liebe den Fußball, bekannte er vor fünf Jahren, als er 65 wurde. Und diese Liebe zum Fußball lässt ihn unermüdlich wirken, ob als BVB-Mann oder Liga-Vordenker.

Jurist mit Schwerpunkt Sportrecht

Rauball wurde am 25. Dezember 1946 in Northeim als Sohn des Juristen Johannes Rauball geboren. Abitur am Leibniz-Gymnasium in Dortmund, Jurastudium, 1972 Promotion zum Thema „Die Gemeindebezirke, Bezirksausschüsse und Ortsvorsteher“ - ein eher dröges Sujet. Seit 1975 arbeitet er in einer Dortmunder Sozietät, unter anderem mit dem Schwerpunkt Sportrecht. Rauball vertrat in juristischen Fällen Prominente wie Boxer Graciano Rocchigiani, Leichtathletin Katrin Krabbe oder Dressurreiterin Nicole Uphoff.

Rauballs Leidenschaft indes ist der Fußball. Als Aktiver war er einst bei der TSC Eintracht Dortmund auf dem Rasen zu finden. Bei Borussia Dortmund machte er sich als Präsident einen Namen, war in seiner ersten Amtszeit (1979 bis 1982) mit damals 32 Jahren der jüngste Klubchef der Bundesligahistorie.

Für drei weitere Jahre BVB-Präsident

Von 1984 bis 1986 war er zum zweiten Mal BVB-Präsident und ist es seit 2004 zum dritten Mal - mit der bemerkenswerten Rettungsaktion 2005, als der Verein vor der Insolvenz stand. Erst im November wurde Rauball für weitere drei Jahre gewählt - in einem kerngesunden Klub, der wirtschaftlich zu den Großen des europäischen Fußballs gehört.

In wenig guter Erinnerung dürfte Rauball ein politisches Intermezzo sein: Im März 1999 trat er als designierter nordrhein-westfälischer SPD-Justizminister einen Tag vor der Vereidigung zurück. Das ist Vergangenheit - Rauballs Zukunft wird auch mit 70 die Fußball-Leidenschaft sein. 

Von dpa

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