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BVB gastiert in München

Die Meisterschale droht zum Osterei zu werden

Dortmund Der FC Bayern könnte gegen den BVB seine 28. Meisterschaft feiern. Dass die Münchner den Titel in dieser Saison gewinnen, ist sicher, nur der Zeitpunkt noch offen. Deswegen richtet sich der Blick bei Borussia Dortmund nur auf sich selbst.

Die Meisterschale droht zum Osterei zu werden

Blickt auf eine schwierige Aufgabe beim FC Bayern: Michael Zorc. Foto: dpa

Als Borussia Dortmund und Bayern München das letzte Mal in der Bundesliga gegeneinander spielten, da trennten beide Vereine drei Punkte voneinander. Am elften Spieltag war das. Die Bayern gewannen 3:1 in Dortmund, aus drei Punkten Unterschied wurden sechs, Arjen Robben, Robert Lewandowski und David Alaba stellten auf 3:0 für den Rekordmeister. Marc Bartra traf kurz vor Schluss zum 3:1 - Ergebniskosmetik.

Griff nach der Meisterschaft

16 Ligaspiele und ein Dortmunder Pokal-Aus in München später greifen die Bayern am Ostersamstag (18.30 Uhr, live auf Sky) ausgerechnet gegen den BVB nach ihrer 28. Deutschen Meisterschaft, es wäre die sechste in Serie. Wenn Schalke am Samstagnachmittag gegen Freiburg nicht gewinnt, reicht Bayern München ein Sieg zum Titel. 17 Punkte Vorsprung auf Schalke sind es inzwischen, 18 Punkte auf den BVB - die Meisterschale droht zum Osterei zu werden.

Reus-Einsatz gegen Bayern unwahrscheinlich

Stöger sieht Fortschritte bei Yarmolenko und Kagawa

DORTMUND Vier Tage noch bis zum Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Vier Tage noch für Marco Reus, sich nach überstandenen muskulären Problemen spielfit zu melden. BVB-Trainer Peter Stöger ist skeptisch.mehr...

In Dortmund spielt das schon länger keine Rolle mehr. „Das ist überhaupt kein Thema für uns“, sagt Sportdirektor Michael Zorc gegenüber dieser Redaktion. Und auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meint, dass es mittlerweile eigentlich niemanden mehr interessiere, ob die Bayern nun eine Woche früher oder später Meister würden. „Wir müssen auf unser Spiel schauen und haben unsere eigenen Aufgaben, die wir erledigen wollen“, sagt Watzke. Denn während der FC Bayern München seit Jupp Heynckes‘ Rückkehr auf die Trainerbank Anfang Oktober durch die Liga schwebt und wettbewerbsübergreifend in 28 Spielen nur zwei Niederlagen kassiert hat, erlebt der BVB seit dem vergangenen Herbst eine „holprige Saison“, wie Trainer Peter Stöger es nennt.

Vorzeichen klar verteilt

Die Vorzeichen sind klar verteilt vor der 114. Auflage des deutschen „Clásico“. So wird das Spiel des Tabellendritten beim Tabellenersten in Anlehnung an das ewige Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona um die Vorherrschaft im spanischen Fußball wieder überall betitelt werden, obwohl die Kräfteverhältnisse dafür eigentlich viel zu eindeutig verteilt sind. Die Bayern sind die klare Nummer eins, die Borussia würde gerne die klare Nummer zwei sein.

Umfrage

FCB gegen BVB - wie endet das Topspiel am Samstagabend?

35%
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Sieg BVB
23%
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Unentschieden
42%
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Sieg FCB
1793 abgegebene Stimmen

„Wir brauchen eine Topleistung“, sagt Michael Zorc auf die Frage, wie der BVB die vierte Pflichtspielniederlage gegen Bayern München in dieser Saison abwenden könne. DFL-Supercup (4:5 n. E.), Bundesliga-Hinrunde (1:3), Pokal-Achtelfinale (1:2): drei Spiele, drei Pleiten. Zorc kennt diese Zahlen natürlich auch. Ein Punkt oder gar deren drei in München aber wären trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ein kleiner Meilenstein für Borussia Dortmund in Richtung Champions-League-Qualifikation. Um nichts anderes geht es mehr beim BVB in dieser Spielzeit. Irgendwie ran an die dicken Fleischtöpfe in der Königsklasse, satt essen, Taschen vollmachen, Mund abputzen - und dann an der „Kaderjustierung“ arbeiten.

Keine leichte Aufgabe

Leicht wird das alles nicht für Borussia Dortmund, auch wenn mittlerweile eine stolze Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage in der Bundesliga steht. „Gegen uns treten die Bayern immer noch ein bisschen anders auf als gegen andere Gegner“, sagt Zorc mit Blick auf Samstag, „da wird es keine Fahrlässigkeiten geben.“ Der BVB sollte gewarnt sein.

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