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Dahoud wird beim BVB immer wichtiger

Dortmunds Mittelfeldspieler ist wortlos glücklich

Dortmund Mahmoud Dahoud wird immer wichtiger für Borussia Dortmund. Gegen Hannover ist der Mittelfeldspieler einer der auffälligsten BVB-Akteure. Reden möchte er darüber nicht. Das übernehmen andere für ihn.

Dortmunds Mittelfeldspieler ist wortlos glücklich

Mahmoud Dahoud (l.), hier gegen Hannovers Marvin Bakalorz, wird immer mehr zum Taktgeber im zentralen Mittelfeld des BVB. Foto: Guido Kirchner

Mahmoud Dahoud, den alle nur Mo nennen, machte nach dem Spiel das, was er eigentlich immer macht, wenn ein Fußballspiel zu Ende ist. Er schwieg - und schlenderte wortlos an den wartenden Journalisten im Interviewbereich des Signal Iduna Parks vorbei in Richtung Feierabend. Dahoud gegenüber den Medien als wortkarg zu beschreiben, es wäre ziemlich untertrieben. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler mit syrischen Wurzeln redet nicht gerne, zumindest nicht mit Journalisten.

Lob vom Sportdirektor

Das übernahmen am Sonntag andere für ihn, Michael Zorc zum Beispiel. „Mo wird immer mehr zum Taktgeber im zentralen Mittelfeld“, sagte der BVB-Sportdirektor, „er versteckt sich nicht, er fordert auch in schwierigen Situationen den Ball.“ Dahoud gewinne immer mehr an Sicherheit. „Was mir heute imponiert hat, war, dass er in der zweiten Hälfte gegenüber der ersten Hälfte noch einen drauf gesetzt hat. Im ersten Durchgang war er noch etwas unscheinbar.“

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Nach der Pause war Dahoud der auffälligste Akteur auf dem Rasen. Der U21-Nationalspieler, der auch für die kommenden Länderspiele des DFB-Nachwuchses gegen Israel und den Kosovo nominiert worden ist, schoss viermal aufs Tor des Hannoveraner Schlussmanns Philipp Tschauner, schob aus dem Mittelfeld immer wieder an, ordnete das Spiel des BVB. Mit 12,59 Kilometern lief er von allen Dortmunder Profis am meisten, spielte mit 55 von 65 Pässen die zweitmeisten Pässe zum eigenen Mann (besser war nur Manuel Akanji, 67 von 75), und hatte die drittmeisten Ballkontakte (78, nur Lukasz Piszczek (93) und Manuel Akanji (91) hatten mehr). Der Neuzugang, der vor der Saison für zwölf Millionen Euro aus Mönchengladbach zum BVB wechselte, er scheint nach einigen Anlaufschwierigkeiten im schwarzgelben Trikot angekommen zu sein.

Dahoud hat sich „gut reingearbeitet“

Peter Stöger sieht den Mittelfeldspieler auf einem „sehr, sehr guten Weg“. Dahoud habe in den vergangenen Wochen die Möglichkeit bekommen - und er habe sich gut reingearbeitet“, erklärte der BVB-Trainer.

Wie haben Sie Dahoud in die Spur bekommen, Herr Stöger? „Wir haben ihm Ruhe gegeben. Wir haben gesagt: ‚Wir wissen, was er für Qualität hat.‘“

Stögers Forderung an Dahoud

Dahoud müsse trotzdem weiter an seinen Möglichkeiten arbeiten, er müsse sein Spiel weiter verfeinern, müsse schauen, dass er noch klarer in seinen Aktionen werde, erzählte Stöger weiter. „Er muss in beide Richtung einschätzbarer sein in seinen Aktionen. Er hat ja schon an sich gearbeitet und ein paar Spiele in Folge bekommen. Das hat ihm Sicherheit gegeben.“

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Sicherheit, die dem BVB-Spiel derzeit spürbar guttut. Dahoud ist ein Spieler, der an guten Tagen Passwege sehen kann, die andere Spieler nicht sehen, der extrem ballsicher und immer anspielbar ist. Das macht ihn offensiv wertvoll. An schlechten Tagen aber - und davon gab es in Dortmund eben auch schon einige - wirken seine Aktionen fahrig, mitunter halbherzig. Die größte Schwachstelle in seinem Spiel ist sein Defensivverhalten. Dahoud gewinnt durchschnittlich nur 45 Prozent seiner Zweikämpfe. Das ist etwas dünn für die Sechserposition. Gegen Hannover waren es immerhin 49 Prozent. Michael Zorc ist guter Dinge, dass Dahoud diese Probleme in den Griff bekommt. „Mo wird seinen Weg bei uns gehen. Davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt.“

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