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Dr. Reinhard Rauball kandidiert 2019 nicht mehr für ein DFL-Amt

BVB-Präsident

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball wird im kommenden Sommer nicht mehr für ein Amt bei der DFL kandidieren. Dortmunds Geschäftsführer Watzke zollt dem 71-Jährigen „allergrößten Respekt“.

Dortmund

, 10.09.2018
Dr. Reinhard Rauball kandidiert 2019 nicht mehr für ein DFL-Amt

Dr. Reinhard Rauball wird im kommenden Sommer nicht mehr für ein Amt bei der DFL kandidieren. © imago

„Wenn der Weg in die Zukunft bereitet ist, ist es nur folgerichtig, dass ab diesem Zeitpunkt auch Jüngere in einer neuen DFL-Struktur Führung und Verantwortung übernehmen. Über diese Entscheidung habe ich die Kollegen im DFL-Präsidium am heutigen Tage informiert“, erklärte Rauball. Sein Entschluss beziehe sich ausschließlich auf die Tätigkeit bei der DFL und nicht auf seine Zukunft bei Borussia Dortmund. Rauballs derzeitige Amszeit als Präsident des BVB läuft bis Ende Novemer 2019.

„Ungemein positive Entwicklung“

„Die Entscheidung von Reinhard Rauball gilt es zu respektieren - so schwer das auch fallen mag. Im Namen von Borussia Dortmund möchte ich ihm ein großes Dankeschön für eine außerordentlich erfolgreiche Zeit in dieser Funktion aussprechen“, sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. „Der Ligaverband hat unter seiner Führung eine ungemein positive Entwicklung genommen. (...) Für sein langjähriges, erfolgreiches und immer um einen konstruktiven Dialog bemühtes Wirken gebührt ihm der allergrößte Respekt.“ Auf Anfrage dieser Redaktion ergänzte Watzke: „Mein Wunsch wäre es, dass er sich 2019 für weitere drei Jahre als Präsident von Borussia Dortmund zur Verfügung stellt.“ Das sei allerdings alleine Rauballs Entscheidung.

Auch Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, lobte die Arbeit Rauballs. Er habe „mit seiner ausgleichenden und ruhigen Art dem Fußball und der Bundesliga stets gedient. Insbesondere ist es ihm gelungen, trotz der teilweise unterschiedlichen Interessenslagen der Parteien der Bundesliga und der zweiten Bundesliga mit viel diplomatischem Geschick Lösungen zu finden.“

Bedeutende Weichenstellungen

Rauball ist zugleich erster Vizepräsident des DFB und hatte nach dem unrühmlichen Abgang von Verbandsboss Wolfgang Niersbach 2015 in der Affäre um die Weltmeisterschaft 2006 gemeinsam mit Rainer Koch den größten Sportfachverband der Welt kommissarisch geleitet. 2007 hatte er als Nachfolger des verstorbenen Werner Hackmann den Vorsitz des damaligen Ligaverbandes der 36 Erst- und Zweitligaklubs übernommen.

Dr. Reinhard Rauball kandidiert 2019 nicht mehr für ein DFL-Amt

Rauballs Amtszeit als BVB-Präsident läuft noch bis Ende November 2019. © dpa

„Im kommenden Jahr werde ich zwölf Jahre als Präsident an der Spitze der DFL stehen. Gemeinsam mit den Klubs, ihren Vertretern in den Gremien und der DFL-GmbH konnte einiges im Sinne des deutschen Profi-Fußballs erreicht werden“, bilanzierte Rauball. „Fakt ist aber genauso: Aktuell stehen Bundesliga und 2. Bundesliga vor bedeutenden Weichenstellungen - mit Blick auf die sportliche und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich, aber auch in Bezug auf das Verhältnis der Klubs und der beiden Ligen untereinander.“

Begnadeter Diplomat

Rauball gilt als begnadeter Diplomat und souveräner Stratege, der seine Kritik immer in bedachte Worte gepackt hat. Gemeinsam mit Christian Seifert, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung und Vermarktungsexperten, ist er seit Jahren das Gesicht der DFL. 2016 war der Spitzenfunktionär einstimmig und ohne Gegenkandidat wiedergewählt worden und kündigte an, die Aufgabe „mit Herzblut“ zu erfüllen. Aber schon damals deutete sich an, dass seine vierte Amtszeit seine letzte sein könnte.

Mit dpa-Material

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