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Ende der Frei-Zeit

DORTMUND Als einer der letzten verlässt Alexander Frei am Dienstag die Kabine. Auffällig: Als Einziger trägt er Fußball-Schuhe. Dabei bittet Trainer Jürgen Klopp nach einer 45-minütigen Video-Analyse des 3:1-Sieges in Essen doch nur zu einer Laufeinheit.

von Von Benedikt Ophaus

, 13.08.2008
Ende der Frei-Zeit

Bald wieder dabei: der Schweizer Kapitän Alexander Frei.

Man spürt: Frei ist heiß auf den Ball. Am Nachmittag, während der zweiten Einheit des Tages, nimmt er erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. „Ich mache keine Sprints und gehe noch nicht voll in die Zweikämpfe. Ansonsten mache ich aber alles mit“, sagt der Schweizer. Keine Frage: Trotz seiner langen Abwesenheit wird Frei teamintern eine Führungsrolle übernehmen. Obwohl er nicht vor Ort war, wählten ihn seine Kollegen in den Mannschaftsrat. „Das wird daran liegen, dass ich ein Typ bin, der immer geradeaus spricht. Vielleicht bin ich manchmal unangenehm. Letztlich hilft das der Gruppe aber weiter“, glaubt der 29-Jährige. Die dritte Operation innerhalb eines Jahres ließ Frei offenbar zumindest ein wenig geduldiger werden: „Man lernt, dass es nicht auf eine Woche ankommt.“ Ein festes Comeback-Ziel habe er sich nicht gesetzt, behauptet Frei: „Es gibt keinen Zeitplan. Doch die Partie gegen Schalke am 4. Spieltag ist für mich sicher realistisch.“ Jürgen Klopp wird das gerne hören, schließlich durchschreitet sein zweiter potentieller Torjäger, Mladen Petric, derzeit ein Formtief. Einzig Nelson Valdez scheint in der notwendigen Verfassung für den Auftakt am Samstag in Leverkusen zu sein.

„Diese Saison“, sagt Frei, „ist enorm wichtig für mich. Ich will mit Dortmund vorwärts kommen. In meinen ersten beiden Jahren ging es hier zu oft drunter und drüber.“ Frei hat sein persönliches EM-Trauma, das Aus im ersten Vorrundenspiel durch einen Teilabriss im Innenband des Knies, verkraftet. „Es ist schön, wieder hier zu sein“, meint er. Zu groß sollten die Erwartungen zu Beginn aber nicht sein: „Es ist ein langer Weg, bis ich wieder richtig in Form bin.“  

  •  Als Konsequenz des Platzverweises aus dem DFB-Pokalspiel bei Rot-Weiss Essen (3:1) ist Neu-Borusse Bajram Sadrijaj vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wegen „rohen Spiels“ für drei Partien im DFB-Pokal gesperrt worden. Borussia Dortmund akzeptiert das Urteil. Sadrijaj hatte Essens Dennis Bührer nach nur zwölf Sekunden auf dem Rasen förmlich umgemäht.

 

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