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Ex-Borusse Uwe Hünemeier über die Cottbuser Perspektiven

Das Interview

Das macht ihm so schnell kein Defensivspieler nach: Uwe Hünemeier (25) ist in dieser Saison mit bislang neun Treffern für den FC Energie Cottbus der torgefährlichste Innenverteidiger in der 1. und 2. Bundesliga. Im Interview spricht der ehemalige BVB-Profi über seine Zeit im Borussen-Trikot und seine Perspektiven mit Energie Cottbus.

DORTMUND/COTTBUS

von Von Harald Gehring

, 20.03.2011
Ex-Borusse Uwe Hünemeier über die Cottbuser Perspektiven

Uwe Hünemeier erzielte in der laufenden Saison bereits neun Tore für Energie Cottbus.

Ja, natürlich. Mit Nuri Sahin, aber auch mit Sebastian Tyrala und Sebastian Hille tausche ich mich noch regelmäßig aus.

Ja, schon. Es war eine großartige Zeit in einem großen Klub. Aber für mich war es der richtige Schritt, den Verein zu wechseln. Hier in Cottbus habe ich in der 2. Bundesliga eine wichtige, tragende Rolle. FC Energie ist das Beste was mir passieren konnte.

Diese Dominanz konnte man nicht voraussehen. Aber ich wusste, dass die Mannschaft viel Qualität besitzt. Die Spieler schaffen es, ihr Können optimal einzusetzen. Ich bin richtig stolz und freue mich, dass sie den Titel gewinnen.

Das ist zurzeit ein echter Wahnsinn. Ich hab das Näschen vor dem gegnerischen Tor, und die Bälle kommen zu mir. Das liegt vielleicht daran, dass ich früher mal Stürmer war. Das verpasste Finale im DFB-Pokal war wohl sehr schmerzlich, aber wir haben jetzt drei Spiele nacheinander gewonnen. Meine Leistung stimmt, meine Tore sind ein schönes Zubrot.

Doch schon. Die Vorbereitung lief für mich nicht optimal. Die Umstellung war größer als ich dachte. In den Testspielen konnte ich meine Leistung nicht abrufen und gehörte anfangs auch nicht zur Stammformation. Erst am vierten Spieltag war ich erstmalig in der Startelf. Und dann ging’s bergauf.

Ja, sicher. Mit Marc Kruska stand ich schon lange in Verbindung. Er hat für mich beim FC Energie vor dem Vereinswechsel ein gutes Wort eingelegt. Gemeinsam mit meiner Familie habe ich mich in Cottbus schnell eingelebt. Hier gibt es eine sehr schöne und gemütliche Altstadt.

Als Trainer greift er schon autoritär durch. Aber neben dem Platz ist er sehr umgänglich. Er ist ein guter Typ. Er spricht aus, was er denkt. Damit muss man umgehen können. Ich komme damit gut zurecht.

Zunächst ist es wichtig festzustellen, dass es sich um einen normalen Zweikampf zwischen Markus Brzenska und Kastrati handelte. Ich hab‘ schnell erkannt, das was Schlimmes passiert war. Das Spiel selbst trat völlig in den Hintergrund. Es war gut, später zu hören, dass es Kastrati besser geht.

Die 90 Spielminuten waren vorüber. Er hätte meiner Meinung nach also abpfeifen können. Am Ende waren alle Spieler froh, dass die Partie vorbei war.

Wir waren im Meisterschaftskampf ein Stück weit zurückgefallen. Jetzt sieht es nach den drei Siegen für uns wieder besser aus. Aber es macht keinen Sinn zu spekulieren. Wir müssen uns auf die nächste Begegnung beim VfL Bochum konzentrieren.

Nein. Es ist ein weiteres wichtiges Spiel, aber nicht das entscheidende. Wichtig ist, dass wir uns eine ordentliche Position erarbeitet haben. Wichtig ist auch, in Bochum zu bestehen, um die eigenen Chancen zu wahren. Verlieren dürfen wir nicht. Ein Punkt ist das Minimalziel, ein Dreier wäre optimal.

Es ist eine Mannschaft, in der die Mischung aus erfahrenen und jungen, unbekümmerten Spielern stimmt. Der VfL hat nicht immer guten Fußball gespielt, aber die richtigen Ergebnisse gemacht. Die Bochumer stehen zurecht oben in der Tabelle. Wir sind gewarnt.

  • Uwe Hünemeier wurde am 9. Januar 1986 in Rietberg geboren. Nach Anfängen bei der DJK Bokel und dem FC Gütersloh wechselte er in die Junioren-Abteilung von Borussia Dortmund. Der Abwehrspieler war als Senior Mannschaftskapitän in der Regionalliga und 3. Liga. Seit 2005/06 gehörte er zum erweiterten Kader der BVB-Bundesliga-Mannschaft, wo er gegen Bayern München debütierte. 2010/11 wechselte Hünemeier zum Zweitligisten FC Energie Cottbus.
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