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Favres BVB-Rechnung: Mehr Spiele = Weniger Diskussionen

Heimspiel gegen Frankfurt

Saisonstart am 3. Spieltag - das könnte für einige Spieler im BVB-Kader gelten. Der Beginn der Englischen Wochen lässt die Hoffnung auf Einsatzzeiten steigen. Los geht‘s gegen Frankfurt.

Dortmund

, 14.09.2018
Favres BVB-Rechnung: Mehr Spiele = Weniger Diskussionen

BVB-Trainer Lucien Favre sagt: „Wir werden jeden Spieler brauchen.“ © Inderlied/Kirchner

Wenn man Lucien Favre so reden hört, wenn er erzählt von der Schwierigkeit seines Jobs, „den harten Entscheidungen“, die er treffen muss, dann stellt man sich vor, wie das so abläuft.

Sieben Spiele bis zum 6. Oktober

Favre im Gespräch mit zum Beispiel Shinji Kagawa, um ihm zu erläutern, dass für ihn kein Platz im Kader ist. „Nicht einfach“ sei das, sagt der 60-Jährige und wirkt beinahe ein wenig traurig, diese Gespräche gehören zu den Schattenseiten seines Berufs. „Es wird immer zwei, drei Spieler geben, denen du das mitteilen musst.“

In Dortmund waren es in den ersten drei Saisonwochen sogar deutlich mehr. Und selbst jetzt, wo der BVB die ersten verletzungsbedingten Ausfälle (Toprak, Pulisic, Guerreiro) beklagen muss, ist der Kader so üppig bestückt, dass prominente Härtefälle nicht ausbleiben. „Zum Glück“, sagt Favre, warten jetzt viele Spiele auf die Borussia. Sieben sind es bis zum 6. Oktober, dem letzten Spieltag vor der zweiten Länderspiel-Periode. Beginnend am heutigen Freitag (20.30 Uhr, Signal Iduna Park) mit dem zweiten Heimspiel der Saison. Pokalsieger Eintracht Frankfurt ist zu Gast.

Bislang halten alle still

Die Belastung wird jetzt deutlich zunehmen. Drei Englische Wochen am Stück stehen an, mit Spielen gegen die Eintracht, dem Auftakt in der Champions League in Brügge und gegen Monaco, schweren Auswärtspartien in Leverkusen und Hoffenheim. Und zwei Heimspielen gegen Aufsteiger Nürnberg und den FC Augsburg. Wo der BVB wirklich steht, wie stark Favres Ideen schon greifen - das wird man in gut drei Wochen vielleicht schon deutlicher erkennen können.

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Das gilt auch für die Perspektiven einiger Spieler, die in den bisherigen drei Pflichtspielen nicht zum Zuge kamen. Es ist eine einfache Rechnung: Weil immer nur elf spielen können, ist in einem 29 Spieler starken Kader die Zahl der potenziell unzufriedenen Kandidaten naturgemäß mindestens ebenso groß. Bislang haben alle still gehalten.

„Wir werden jeden brauchen“

Auch heute wird Favre das Überangebot moderieren müssen. In der Länderspiel-Pause konnte er diesmal mit einer relativ großen Gruppe trainieren, Shinji Kagawa beispielsweise blieb in Dortmund und betrieb im Test in Osnabrück mit zwei Torvorbereitungen ebenso Werbung für sich wie ein Mario Götze, der nicht für die DFB-Elf nominiert wurde. „Wir werden jeden brauchen“, sagt der Schweizer, es ist eine Antwort, die er gerne benutzt. Vor allem, wenn er nach Götzes unbefriedigendem Status gefragt wird.

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Der 26-Jährige geht mit seiner Situation äußerst professionell um. Von Götze ist kein Klagen zu hören, im Training wirkt er hoch motiviert. Und er ist ein Frankfurt-Spezialist: In seinen letzten acht Liga-Spielen gegen die Eintracht steuerte Götze neun Scorerpunkte (zwei Tore, sieben Assists ) bei.

Parallelen zum Hannover-Spiel

Wie sehr Favre sein System modifiziert, um einen Platz für Götze oder auch Kagawa zu finden, wird eine spannende Frage bleiben in den kommenden Wochen. Heute gegen die Eintracht stehen die Chancen für die beiden Edeltechniker trotz der ermutigenden Statistik von Götze nicht besonders gut. Frankfurt presst gern, kontert zielstrebig und bevorzugt das athletische, aggressive Spiel. Die Parallelen zum Spiel in Hannover (0:0) sind erkennbar, genau diese Herangehensweise behagte dem BVB dort überhaupt nicht.

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