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Auf Götzes Spuren

Felix Passlack sammelt erste Profi-Erfahrungen

DORTMUND Felix wer? Der Rechtsverteidiger Felix Passlack ist gerade einmal 16 Jahre alt – aber schon jetzt eins der größten Talente in der BVB-Juniorenabteilung. Im Testspiel gegen den FC Sion (1:0) im Trainingslager in La Manga stand er in der Startformation und auch gegen Steaua Bukarest (1:0) sammelte er Spielpraxis bei den Profis.

Felix Passlack sammelt erste Profi-Erfahrungen

Engagiert in den Testspielen: Felix Passlack schlug sich mehr als tapfer gegen die "Großen".

Als am ein paar Tage vor Beginn des Trainingslagers das Telefon von Felix Passlack klingelte und der Name seines BVB-Trainers Hannes Wolf auf dem Display aufleuchtete, dachte sich der Youngster zunächst nichts Besonderes dabei. Der gebürtige Bottroper weilte gerade mit der U16-Nationalmannschaft im Trainingslager in La Manga, vielleicht wollte sich Dortmunds U17-Coach ja nur nach dem Befinden erkundigen?

Große Aufregung

Weit gefehlt. Schon nach wenigen Sekunden ging die Kinnlade des 16-Jährigen nach unten. Wolf hatte ihm kurz und knapp mitgeteilt, dass er den Lehrgang bei der Nationalelf abbrechen müsste, Jürgen Klopp wolle ihn im Trainingslager der Profis dabei haben. "Da", sagt Passlack, "war die Aufregung natürlich groß."

Klopp hat das Talent aus den eigenen Reihen schon eine Zeit lang im Blick. Im vergangenen Winter kreuzten sich die Wege der beiden das erste Mal direkt. Der eben von einer Sprunggelenksverletzung genesene Passlack drehte gerade ein paar Runden ums Trainingsgelände der Borussia in Brackel, als ihm Klopp zurief: "Na Passlack, wie geht es dir?" Der Youngster staunte nicht schlecht. Aber dass ihn der BVB-Trainer in diesem Jahr mit ins Trainingslager nimmt? Damit hätte Passlack am allerwenigsten gerechnet.

Keine großen Hemmungen

Die anfängliche Aufregung im Kreis der Stars, die er sonst nur aus der Ferne kennt, hat sich in La Manga schnell gelegt. Passlack tritt im Training ohne große Hemmungen auf – obwohl er mit seinen 16 Jahren fast der Sohn von Dortmunds Routiniers Roman Weidenfeller oder Sebastian Kehl (beide 34) sein könnte. "Felix", berichtet Kehl, "war anfangs etwas nervös. Aber inzwischen saugt er mit einem breiten Grinsen alles auf. Er und die anderen Jungs machen einen sehr guten Eindruck, sie sind sehr unbekümmert."

Neben Passlack, der rechts hinten oder als Zehner spielen kann, hat Klopp auch U19-Europameister Jeremy Dudziak (Linksverteidiger/19 Jahre), den gestern ebenfalls 19 Jahre alt gewordenen Innenverteidiger Jon Stankovic, BVB-II-Toptorjäger Tammo Harder (21) und Keeper Steffen Göcke (19) mit nach La Manga genommen. Heute stößt in Dzenis Burnic (16) ein weiteres Defensivtalent vom gestern zu Ende gegangenen Lehrgang der deutschen U16/U17-Junioren hinzu.

"Viele hochinteressante Jugendspieler"

"Wir haben insgesamt viele hochinteressante Jugendspieler", sagt Passlacks Dortmunder U17-Coach Hannes Wolf, mit dem er in der Vorsaison die deutsche Meisterschaft gewann. "Wir hoffen, dass bald wieder einer unserer Jungs den Sprung ins große Stadion packt."

Die Anlagen sind vorhanden – bei den Nachwuchskräften hier in La Manga, aber auch bei den daheimgebliebenen Pascal Stenzel (Mittelfeld/18) und David Sauerland (Mittelfeld/17) aus der U19 des BVB. Nach mehreren dürren Jahren, in denen kein Talent dauerhaft den Sprung nach ganz oben schaffte, sehen die Perspektiven im Dortmunder Unterbau wieder deutlich besser aus.

Optische Ähnlichkeit

Sie alle wollen auf den Spuren von Mario Götze wandeln, dem letzten Jugendspieler des BVB, der richtig Furore machte. Zumindest optisch sind sich Götze und Passlack schon einmal verblüffend ähnlich. Wie sein Vorbild wirkt auch Passlack, der früher mit Götzes kleinem Bruder Felix zusammenspielte und früher in den Schuhen von Mario auflief, etwas gedrungen für seine Größe. Er ist für sein Alter bereits erstaunlich kräftig und durchsetzungsstark.

"Diese Veranlagung", sagt er, "habe ich wohl von meinem Vater geerbt." "Felix ist ein toller Junge. Er hat einen guten Eindruck hinterlassen", sagte Klopp, der in La Manga immer wieder das kurze Einzelgespräch mit seinem Talent sucht, zufrieden. Selbst Passlacks etwas kuriose Neigung zum Revierrivalen Schalke, dessen Fan er noch immer ist, konnte daran bislang nichts ändern.

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