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Das Interview

Flemming Povlsen über Dänemark und die EM-Elf von 1992

DORTMUND In Dortmund kullerten Tränen, als Flemming Povlsen (45) die Borussia nach fünf schönen Jahren verließ. Der Europameister von 1992 telefoniert heute noch regelmäßig mit Sportdirektor Michael Zorc. Seiner Heimat Dänemark rechnet er im letzten Gruppenspiel gegen die Deutschen keine großen Chancen aus, verrät er im Interview.

Flemming Povlsen über Dänemark und die EM-Elf von 1992

Ein Moment für die Ewigkeit: Flemming Povlsen (l.) und Brian Laudrup fallen sich nach dem Abpfiff des EM-Endspiels 1992 gegen Deutschland (2:0) in die Arme.

Nein, die würde sicher kommen, wenn wir diese Gruppe tatsächlich überstehen. Die Dänen freuen sich aber natürlich total. Wir hatten gegen Holland unendlich viel Glück, gegen Portugal viel Pech. Alle aber wissen, dass wir gegen Deutschland eigentlich keine Chance haben. Ich mache mir sogar große Sorgen.

Weil wir viel zu viele Chancen zugelassen haben. Das darf uns gegen die Deutschen nicht passieren. Die haben so viele gute Einzelspieler. Ganz ehrlich: Ich habe wenig Hoffnung.

Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn wir auf der Bank mal öfter ins Handy schauen (lacht). Dann kann man die Spieler während der 90 Minuten vielleicht noch entsprechend einstellen. Natürlich wäre es schön, wenn Holland Portugal schlägt. Dann reicht uns ja ein Remis. Aber auf dem Platz denken die Spieler nicht an so etwas.

Sicher im Tor. Stephan Andersen hat seine Chance genutzt, als unsere Nummer 1 Sörensen ausfiel. Er ist ein ruhiger, umsichtiger Torhüter und ein Rückhalt. Daniel Agger spielt als Abräumer eine ganz wichtige Rolle. Bjelland und Eriksen sind jung, ihnen gehört die Zukunft. Und alle hoffen auf Nicklas Bendtner.

Er hat gegen Portugal endlich mal getroffen, aber ich sehe ihn durchaus kritisch. Er ist mir zu egoistisch, denkt oft nur an sich selbst. Deshalb würde er auch nie nach Dortmund passen, was ja immer mal wieder ein Medienthema ist. In Jürgen Klopps System würde Bendtner untergehen, da fehlt es ihm auch an Laufstärke.

Hoffentlich bleibt sie jetzt locker, denn eigentlich ist ja auch kein Druck da. Die Erwartungen an die Mannschaft waren nicht besonders hoch, man war in dieser schweren Gruppe der krasse Außenseiter. Und von daher glaube ich auch, dass es im Team keine schwarzen Gedanken gibt. Man kann mit diesem einen Spiel sehr vieles richtig machen.

Eine große. Er ist ein sehr akribischer Arbeiter, der jedem Spieler wichtige Details über die Gegner an die Hand gibt. Das brauchen wir auch. Olsen ist der perfekte Mann für diese Aufgabe.

Individuell waren wir damals besser besetzt, schließlich habe ich da ja mitgespielt (lacht). Im Ernst: Mit Brian Laudrup und mir hatten wir damals sicher prägendere Einzelspieler. Wir haben offensiv mehr Torgefahr entwickelt. Aber wir haben damals auch nur Erfolg gehabt, weil wir als Team gut funktioniert haben. So ist es heute auch.

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