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Frühform interessiert Jürgen Klopp nicht

DORTMUND Vier Tage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen (Samstag, 15.30 Uhr) bleibt Borussia Dortmund eine sportliche Unbekannte.

von Von Sascha Fligge und Jan Lukas

, 04.08.2008
Frühform interessiert Jürgen Klopp nicht

Schmerzen im Adduktorenbereich: Nelson Valdez.

Nach den Wochenend-Tests gegen Feyenoord Rotterdam (2:1) und Tottenham Hotspur (0:3) bilanzierte Trainer Jürgen Klopp zwiespältig: „Ich kann in unserem Spiel einen Plan erkennen. Aber wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen.“ Gegen Tottenham wurde Klopps abermals in 4-4-2-Formation mit „flacher Vier“ und hoch stehender Kette angetretenes Team bei zwei Gegentoren ausgekontert, das Umschalten in den Rückwärtsgang funktionierte noch nicht reibungslos. Mitunter beklagte der Trainer Elementares. „Vor dem ersten Gegentor“, sagte er, „haben wir uns nicht richtig gewehrt.“ Allerdings hatte Klopp seine Elf im Vergleich zur Rotterdam-Partie auf sechs Positionen umgestellt, was den Spielfluss behinderte. Große Sorgen bereitet dem BVB zurzeit die Effektivität seiner Stürmer. Nelson Valdez, der auch gegen Tottenham erstklassige Aktionen hatte, hadert nach wie vor mit seinem Abschluss. Mladen Petric ist nicht in der Verfassung, die ihn während seiner ersten Monate in Dortmund auszeichnete und zu elf Toren aus den ersten 20 Bundesliga-Partien führte. „Frühform“, sagt Klopp „interessiert mich aber nicht. Die Jungs sollen sich jetzt das Gefühl holen, vor dem Tor eiskalt zu werden. Der letzte Kick kommt dann mit dem Ligastart.“ Dann soll auch Patrick Owomoyela einen Schritt weiter sein. Nach langer Verletzungspause gab er beim Turnier in Rotterdam ein ordentliches Debüt.

Mittelfeldakteur Tinga indes wird der Borussia weiterhin fehlen – verletzungsbedingt und auf unbestimmte Zeit. Am Samstag, gegen Essen, fällt in dem gesperrten Jakub Blaszczykowski (Gelb-Rote Karte im Pokalfinale gegen die Bayern) ein weiterer Mittelfeldspieler aus. Zu allem Überfluss quält sich Delron Buckley mit einer Oberschenkelzerrung herum. „Damit sind einige Flügelspieler weg“, stöhnt Klopp: „Das ist sehr ärgerlich.“ Von der Flut an Ausfällen könnte nun Techniker Bayram Sadrijaj profitieren. Klopp testete den Offensivmann am Wochenende auf der linken Seite und lobte: „Der Junge ist geradlinig, hat Feuer im Arsch. Er wäre für jeden Abwehrspieler super unangenehm.“ Für Sadrijaj, der sich mit Giovanni Federico duelliert, würde in Essen ein Traum in Erfüllung gehen. Der Serbe spielte vor wenigen Monaten noch für die TSG Thannhausen. In der Bayernliga.

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