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Ausgebremster Frühstarter

Für Milos Jojic ist derzeit kein Platz im BVB-Kader

DORTMUND Nur 17 Sekunden hat Milos Jojic bei seinem Debüt für den BVB benötigt, um sich in die Torschützenliste einzutragen. Sein Treffer beim 4:0 über Eintracht Frankfurt Mitte Februar läutete ein ordentliches Premieren-Halbjahr ein. In dieser Saison jedoch stagniert der 22-Jährige. Sein Aufstieg ist ausgebremst.

Für Milos Jojic ist derzeit kein Platz im BVB-Kader

Beim Pokalspiel in St. Pauli kam Milos Jojic (r.) immerhin als Joker zum Einsatz.

Der Internet-Fotodienst Instagram ist voll von Urlaubs-Schnappschüssen, Essens-Fotos und sogenannten Selfies. Auch Fußballprofis nutzen den Dienst gerne, um Nähe zu ihren Fans zu erzeugen. Sie posten Spielszenen oder Impressionen aus der Kabine, gerne auch Fotos ihrer neusten Klamotten oder Autos. Bücher indes findet man eher selten auf den Fotos. Doch es gibt Ausnahmen. Eine davon: BVB-Profi Milos Jojic.

Der serbische Nationalspieler gibt seinen mehr als 56.000 Abonnenten regelmäßig Buchempfehlungen, vornehmlich in serbischer Sprache und kyrillischer Schrift. Jojic ist ein ruhiger und bescheidener Vertreter seiner Zunft, sein Temperament ist wenig südländisch. Er ist kein Heißblut, auch wenn er sich zuweilen unnötige Gelbe Karten abholt.

BVB-Pressekonferenz am Freitag

Jürgen Klopp bangt um Reus und Weidenfeller

DORTMUND Nach dem überzeugenden 4:1-Sieg gegen Galatasaray Istanbul in der Champions League möchte Borussia Dortmund auch in der Liga endlich wieder punkten. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr) gab BVB-Trainer Jürgen Klopp neue Personalia bekannt.mehr...

Es verwundert daher nicht, dass Jojic derzeit nicht mit hängenden Schultern oder heruntergezogenen Mundwinkeln über den Trainingsplatz der Borussia in Brackel stampft. Jojic, der immer besser deutsch spricht, ist bestens integriert. Sein Gemüt ist weiter sonnig - obwohl für ihn zuletzt nicht einmal im 18er-Kader Platz war. Jojic‘ Entwicklung stagniert.

Zu Saisonbeginn spielte der Mittelfeldspieler noch regelmäßig. In den ersten sieben Liga-Spielen stand er fünfmal in der Startelf, zweimal wurde er eingewechselt. Auch in der Champions League und im DFB-Pokal kam er zum Einsatz. Je mehr Verletzte sich jedoch zurückmeldeten, desto weiter nach hinten rutschte er in der Hierarchie - bis Jürgen Klopp ihn auf die Tribüne setzte. Jojic ist somit das erste Opfer des im Sommer verbreiterten BVB-Kaders, weitere dürften nach der baldigen Rückkehr von Oliver Kirch, Nuri Sahin und Jakub Blaszczykowski folgen, sofern das Verletzungspech beim BVB nicht erneut zuschlägt.

Überraschend kommt die derzeitige Degradierung des Serben nicht. Mit einem Notenschnitt von 4,33 zählt er zu den schwächsten Borussen in dieser von Krisen und Problemen durchzogenen Saison. Traf er in seinem ersten Halbjahr für den BVB in 473 Einsatzminuten - verteilt auf zehn Spiele - viermal (plus eine Vorlage), ist er in dieser Saison bei vergleichbarer Einsatzzeit (465 Minuten) noch ohne jede Torbeteiligung.

Immer seltener war zuletzt zu beobachten, warum ihn Ex-Bundesliga-Coach Dragoslav Stepanovic im vergangenen Winter als „Super-Schnäppchen“ bezeichnet hatte, nachdem ihn der BVB für 2,2 Millionen Euro von Partizan Belgrad losgeeist hatte.

Damals war Jojic in Serbien zum besten Spieler der Hinrunde gewählt worden, und auch seine ersten Auftritte für Dortmund verliefen vielversprechend. Er traf in der Liga, präsentierte sich bei seinen Einsätzen stabil und nervenstark. Selbst das Star-Ensemble von Real Madrid konnte ihn bei seiner Champions-League-Premiere nicht aus der Ruhe bringen. Der BVB siegte damals auch dank seiner Leistung mit 2:0.Seit dem Sommer jedoch ist eine Delle in seiner Formkurve. Zu oft versuchte er zu Saisonbeginn zu komplizierte Passwege. Mit jeder missglückten Aktion wurden die Schultern des 1,77 Meter großen Profis schmaler. Sie wieder breiter zu bekommen und auch durch Körpersprache auf sich aufmerksam zu machen, diesen Aufgaben wird er sich in den kommenden Wochen im Training stellen müssen. Sonst droht aus dem derzeitigen Tribünen-Dasein ein Dauerzustand zu werden. 

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