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BVB-Torhüter vor ungewisser Zukunft

Für Roman Weidenfeller läuft die Uhr ab

DORTMUND/FARO Vielleicht ist das ja ein bisschen viel Abschied nehmen auf einmal. Dass Roman Weidenfeller nach dem Sommerurlaub noch länger zum Kader von Borussia Dortmund gehören wird, ist nach seinem Stammplatzverlust in der Endphase der Saison nahezu ausgeschlossen. Auch seine DFB-Karriere steht vor dem Ende

Für Roman Weidenfeller läuft die Uhr ab

Am Samstag darf er noch einmal den Adler auf der Brust tragen, danach ist Roman Weidenfellers DFB-Karriere endgültig vorbei. Auch beim BVB läuft seine Uhr ab.

Weidenfeller wird am Freitag das deutsche Tor hüten, wenn die DFB-Elf in Faro gegen den Fußball-Zwerg Gibraltar drei Punkte in der EM-Qualifikation holen will. Bundestrainer Joachim Löw hat das am Freitag als kleines „Bonbon“ verraten.

Umbruch wird herbeigeführt

Die Bezeichnung eines „Abschiedsspiels“ für den langjährigen Dortmunder hat Löw zwar ganz bewusst vermieden – der Umbruch hinter der weiter unangefochtenen Nummer 1 Manuel Neuer aber wird nach der Sommerpause herbeigeführt. „Die Zukunft“, bestätigte Löw in Faro, „gehört den jungen Torhütern wie ter Stegen, Leno, Horn und Trapp.“

Wechselwilliger BVB-Spieler

Gündogan: "Werde baldmöglichst entscheiden"

DORTMUND Kein Tag vergeht ohne neue Wechselgerüchte um BVB-Spieler Ilkay Gündogan, der seinen bis 2016 datierten Vertrag bei der Borussia nicht verlängern wird. Am Freitag meldete sich der 24-Jährige selbst auf Facebook zu Wort und äußerte sich über die anhaltenden Spekulationen. Bundestrianer Joachim Löw hält weiterhin große Stücke auf ihn.mehr...

Wirklich überraschend kommen Löws gestrige Äußerungen auch für den BVB-Torhüter selbst wohl nicht. Gerade ter Stegen hat durch seinen Wechsel zum FC Barcelona noch einmal deutlich an Reife und Profil gewonnen. Weidenfeller hingegen muss auf eine durchwachsene Saison in Dortmund zurückblicken. Und er wird im August eben schon 35 Jahre alt.

"In jeder Beziehung wichtig"

Somit dürfte das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar Weidenfellers fünftes und letztes Länderspiel sein – 19 Monate, nachdem er am 19. November 2013 beim 1:0-Testsieg gegen England im Alter von 33 Jahren, drei Monaten und 13 Tagen debütierte. Löw befeuerte diese These noch, als er – wohl unbewusst – folgenden Satz sprach: „Er war bei uns in jeder Beziehung wichtig.“

Was Weidenfellers Vereinszukunft angeht, herrscht momentan wie bei einigen anderen Profis der Borussia auch der Schwebezustand vor. Die „Badische Zeitung“ meldete am Freitag den Wechsel von Roman Bürki zum BVB als perfekt. Eine offizielle Bestätigung gebe es nur deshalb nicht, weil Dortmund sich zunächst mit Weidenfeller einigen müsse.

"Keinen neuen Stand"

„Keinen neuen Stand“ konnte Sportdirektor Michael Zorc daher auf Anfrage vermelden. Das galt auch für die Personalie Ciro Immobile und auch für Ilkay Gündogans Bemühungen, dem BVB einen neuen Verein zu präsentieren. Gerade über Gündogan war in den vergangenen Tagen viel zu lesen, von „Vertragspoker“ war die Rede und von unverschämten Gehaltsforderungen des Spielers.

Das war Anlass genug für den 24-Jährigen, sich über seine Facebook-Seite an die Öffentlichkeit zu wenden, um „einige Dinge zurechtzurücken“, wie er formulierte. „Das ist weder Zockerei noch Hinhaltetaktik“ schrieb Gündogan, er wolle „baldmöglichst“ eine Entscheidung herbeiführen. „Aber erst nach unserem wichtigen Spiel für die EM-Quali.“

Zukunft muss geklärt werden

Nicht wenige Dortmunder müssen also im Urlaub ihre Zukunft klären, ehe der neue Trainer Thomas Tuchel am 29. Juni zum ersten Training bittet. Auch die meisten Nationalspieler werden dann, anders als in den Vorjahren, zurückerwartet. Eine Woche länger Urlaub bekommen Shinji Kagawa und Pierre-Emerick Aubameyang, die mit ihren Nationalteams noch bis zum 16. Juni beschäftigt sind und dazu auch im Winter keine Pause hatten. Fehlen werden auch die U21-Nationalspieler Matthias Ginter und Moritz Leitner, die bei der EM beschäftigt sind.

Die besten BVB-Pressekonferenzen

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Der Plan, zum Start der Vorbereitung die zuletzt verletzten Kevin Großkreutz und Nuri Sahin wieder dabei zu haben, wird für Thomas Tuchel allerdings nicht aufgehen. Während Großkreutz im Zeitplan ist, dauere es bei Sahin noch, bestätigte Sportdirektor Zorc. Wie lange, darauf mochte er sich nicht festlegen. Der Mittelfeldstratege laboriert derzeit an Sehnenansatzreizung im oberen Adduktorenbereich. 

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