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Geheimplan: Tausch von Petric und Zidan

DORTMUND „Zweimal“, sagt Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (41), „hatten wir in der Vorbereitung bisher Wettkampfsituationen – zweimal war die Mannschaft auf den Punkt da. Im dritten Anlauf geht es jetzt um einen positiven Start in unsere gemeinsame Zukunft.“ Am Samstag (15.30 Uhr) beginnt sie auf der weitgehend nicht mehr überdachten BayArena-Baustelle in Leverkusen. Und am Ende des Tages könnte noch eine personelle Überraschung stehen...

von Von Sascha Fligge

, 15.08.2008

Nach dem Sieg im inoffiziellen T-Home-Supercup mit Testspielcharakter gegen Bayern München (2:1) und dem Pokalstart beim Viertligisten Rot-Weiss Essen (3:1) steht der Borussia in Leverkusen aber zunächst eine hohe Hürde im Weg. Klopp hält Bayer für „spielerisch extrem veranlagt“, behauptet aber nach eingehender Videoanalyse des Kontrahenten: „Wenn man wie Leverkusen mit fünf offensiven Jungs spielt, ergeben sich für die andere Mannschaft zwangsläufig Räume im schnellen Umschaltspiel. Die wollen wir nutzen.“ Eigene Schwachstellen hat der Trainerstab um Borussias „Gehirn“ Zeljko Buvac in den vergangenen Tagen zumindest konsequent angesprochen. Laut Klopp etwa die Mängel im Positionsspiel nach gegnerischen Einwürfen und die phasenweise viel zu großen Räume zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen – wie zuletzt gegen Essen. In Alexander Frei, Tinga, Patrick Owomoyela und Delron Buckley (alle verletzt) stehen dem Coach bei seiner Liga-Premiere für Schwarzgelb zwar vier Akteure nicht zur Verfügung, doch es deutet einiges darauf hin, dass der für Klopps System des frühen Störens so eminent wichtige Nelson Valdez (Bänderdehnung im Sprunggelenkt) eingesetzt werden kann.

Müsste der Paraguayo („Robert Kovac hat sich bei mir wegen des Fouls entschuldigt. Die Sache ist für mich vom Tisch!“) doch noch passen, würde Klopp eine Systemvariante mit nur einer echten Spitze und einem nachstoßenden Tamas Hajnal in Betracht ziehen. Bayer Leverkusen, das seinen Stürmer-Neuzugang Patrick Helmes in der Vorbereitung immer wieder mit langen Bällen hinter die gegnerische Abwehrlinie bediente und so für Gefahr sorgte, muss auf Torhüter Rene Adler verzichten – ein gigantisches Handicap. Den Dortmunder Knaller des Tages gab es gestern Abend: Aus Hamburg verlautete, ein Tausch zwischen HSV-Angreifer Mohamed Zidan und dem in Dortmund unzufriedenen Kroaten Mladen Petric stehe unmittelbar bevor. Der Transfer von Zidan, ein ehemaliger Schützling Klopps aus Mainzer Zeiten, könnte schnell über die Bühne gehen. Er dürfte umso leichter fallen, da Petrics Spielanlage nicht zu den Vorstellungen des Borussen-Coaches passt, der auf explosive, laufstarke, früh attackierende Stürmer setzt. Zudem ist das Verhältnis des kroatischen Nationalspielers zu Alexander Frei nachhaltig gestört. Allerdings gilt es als sicher, dass Hamburg im Fall der Fälle noch ein paar Millionen drauflegen muss...

Weidenfeller - Rukavina, Subotic, Hummels, Dede - Blaszczykowski, Hajnal, Kehl, Kringe - Valdez, Petric

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