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Geldadel trifft Lustkicker

Testspiel gegen Manchester City

DORTMUND. Manchester City – der Name dürfte bei Menschen, die Fußball nicht zu ihren größten Leidenschaften zählen, nur ein Schulterzucken hervorrufen. Doch Kenner der Szene wissen: Zum Testspiel im Signal Iduna Park (Mittwoch, 20 Uhr) kommt trotz vieler prominenter Absagen etwas Großes auf den BVB zu.

von Von Matthias Dersch

, 03.08.2010
Geldadel trifft Lustkicker

Vorfreude auf Manchester: Dortmunds Spaßkicker Nuri Sahin.

„Es wird bei Manchester alles dafür getan, den Namen zum Klingen zu bringen“, sagt Dortmunds Trainer Jürgen Klopp über den Premier-League-Fünften der Vorsaison. Und wer sich die Transfers der Engländer ansieht, der weiß, was der 43-Jährige meint: Sagenhafte 87,9 Millionen Euro gab der Klub von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan allein in diesem Sommer für neue Stars aus - und man darf davon ausgehen, dass die Einkaufstour längst nicht beendet ist.

Beim Test am Mittwoch fallen jedoch gleich vier der größten ManCity-Stars aus: Carlos Tevez, Nigel De Jong, Jerome Boateng und Weltmeister David Silva sind allesamt in England geblieben. Und auch Trainer Roberto Mancini fehlte bei der Ankunft in Dortmund am Dienstag. Der 45-Jährige weilte bei seinem erkrankten Vater in Italien, ob er beim Test auf der Bank sitzen kann, ist unsicher. Doch auch ohne den Star-Trainer und vier seiner teuren Profis bieten die himmelblauen „Citizens“ noch reichlich Schauwerte: Die Gebrüder Yaya und Kolo Touré, Togos Angreifer Emmanuel Adebayor und der französische Altmeister Patrick Viera zählen zur Creme de la Creme des internationalen Fußballs.

Für den BVB sei die Partie deshalb ein Test „am Maximum“, sagte Nuri Sahin am Dienstag: „Das Spiel ist der Startschuss für richtungweisende Wochen, die über das ganze Jahr entscheiden. Es wäre mir allerdings lieber, wir würden in einem Pflichtspiel auf Manchester treffen.“ In der bevorstehende Saison könnte sich Sahins Wunsch theoretisch sogar erfüllen: Beide Teams müssen sich in der Playoff-Runde der Europa League (19./26. August) beweisen und könnten dort unter Umständen bereits aufeinandertreffen. Abhängig ist das in erster Linie davon, ob die Borussia bei der Auslosung am Freitag in Genf zu den gesetzten Teams zählt oder nicht.

Als Härtetest ist das Match gegen die „Citizens“ daher nicht zu unterschätzen. Die Aufstellung gegen ManCity dürfte für die BVB-Profis bereits einen ersten Fingerzeig im Hinblick auf den Pflichtspiel-Auftakt gegen Wacker Burghausen (14. August, DFB-Pokal) darstellen Während sich beim BVB die Auswahl der in Frage kommenden Spieler in überschaubaren Grenzen hält, erinnert der Job Mancinis an die Ziehung der Lottozahlen: 11 aus 49... „Aus gefühlten 80 Spielern elf gute zu formen, das ist eine große Herausforderung für ihn“, sagt Klopp zur kuriosen Problematik seines Kollegen. Für den BVB-Trainer geht es dagegen um ganz Konkretes zum Stand seines Teams: „Was ist da? Was müssen wir uns noch erarbeiten?“ Spannung im Spiel der „teuersten Mannschaft gegen die mit der meisten Lust“ (O-Ton Klopp) scheint in jedem Fall garantiert...

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