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Gladbachs Tony Jantschke über das Borussen-Duell

Der BVB-Gegner

Tony Jantschke ist einer der dienstältesten Profis in der Mannschaft von Lucien Favre. Als 16-Jähriger wechselte Mr. Zuverlässig von FC Dresden Nord in die U17 von Borussia Mönchengladbach. Dort erlebte er Abstiegskampf, Relegation, CL-Qualifikation und Europa League. Ferry Radix hat mit Jantschke vor dem Borussen-Duell über die derzeitige Hochphase der "Fohlen" gesprochen.

MÖNCHENGLADBACH

, 08.11.2014
Gladbachs Tony Jantschke über das Borussen-Duell

Gladbachs Mr. Zuverlässig: Tony Jantschke (l.), hier im Duell mit dem Mainzer Shinji Okazaki.

(lacht) Naja, ich glaube, Favorit sind wir nicht. Natürlich haben wir einen sehr, sehr guten Saisonstart hingelegt und die Dortmunder weniger. Aber davon lässt sich niemand blenden. Dortmund hat eine schwierige Phase. Aber so eine Mannschaft stößt irgendwann den Bock um. Wir hoffen natürlich, dass das nicht gegen uns passiert.

Wir nehmen es einfach mit und machen uns nicht allzu viele Gedanken darüber. Momentan läuft es einfach. Dann hast du manchmal auch das Quäntchen Glück, das den Dortmundern in der Bundesliga momentan etwas abgeht.

Wir schmunzeln gerne darüber. Aber das ist natürlich Quatsch. Wir haben immer gesagt, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz anvisieren, mit Blick auf die Europa-League-Plätze. Und was da jetzt am Ende bei herauskommt, darüber mache ich mir noch keine Gedanken.

Natürlich kriegt man das mit. Man kennt ja viele Spieler des BVB. Man weiß, dass sie eine grandiose Entwicklung genommen haben in den vergangenen Jahren. Daher ist das schon überraschend, aber es steht mir nicht zu, das zu beurteilen. Ich glaube aber an die Stärke von Dortmund und an den Kader und denke, dass sie noch kommen werden - hoffentlich natürlich erst nach unserem Spiel.

Wir arbeiten sehr, sehr gut, haben aber auch in der ein oder anderen Situation ein bisschen Glück gehabt. Als ich hier in den Jugendbereich kam, ging vieles noch drunter und drüber. Viele Zeitungen haben über uns als "Kaufhaus des Westens" berichtet. Ich glaube, mittlerweile ziehen alle an einem Strang, alle Mitarbeiter. Ich denke schon, dass uns das die letzten dreieinhalb Jahre stark gemacht hat. Und dazu muss man sagen, dass so eine Relegation extrem zusammenschweißt.

Ich habe immer Spaß am Fußball. Natürlich macht es mehr Spaß, wenn man erfolgreich ist. Aber man kann da gar keine großen Unterschiede feststellen. Es hat sich natürlich etwas im Verein verändert, auch auf der Trainerposition. Keine Frage, dass Lucien Favre einen Riesenanteil daran hat. Es läuft einfach. Der Plan, den wir seit einigen Jahren verfolgen, funktioniert.

Ja. Natürlich haben wir nicht mehr so einen starken Kontakt wie vorher, aber wir schreiben uns noch. Marco war ein super Teamkollege und ist ein super Freund, auf den man sich immer verlassen kann.

Ja sicherlich, es steht ja überall. Man kann es ja gar nicht übersehen, so oft wie über das Thema berichtet wird. Ich denke, Marco ist ein cleveres Bürschchen, der wird sich schon richtig entscheiden.

Nein, das kommt mir entgegen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich den Medienrummel nicht so gerne habe. Ich kann fußballerisch erfolgreich sein und trotzdem entgehe ich dem Rummel. Ich habe das bei Marco damals ja schon mitgekriegt. Oder heute mit Max Kruse oder Christoph Kramer: Die werden einfach überall angesprochen. Bei mir hält sich das in Grenzen und darüber bin ich sehr, sehr froh. Ich glaube, für die Spieler, die so in der Öffentlichkeit stehen, ist das nicht so einfach, wie immer alle denken.

Das kann man nie sagen. Ich bin 24 und habe hoffentlich noch viele Jahre vor mir. Nichtsdestotrotz weiß jeder, dass ich mich hier sehr wohlfühle. Ich habe noch bis 2018 Vertrag und mit dem Verein geht es stetig bergauf. Auch meine Entwicklung reift immer weiter voran. Ich wüsste also nicht, warum ich in meinem Leben im Moment etwas ändern sollte.

Früher hatte Oliver Neuville das Amt inne, dann hat er aufgehört. Der damalige Mannschaftsrat war der Meinung, dass ich am zuverlässigsten bin und auch noch eine Weile hierbleibe. Am Anfang habe ich das nicht gerne gemacht. Aber mittlerweile habe ich es ganz gut im Griff. Die Jungs aus der Mannschaft wissen, dass ich sehr akkurat bin. Deswegen passt der Job schon ganz gut zu mir. Mit Sicherheit spiegelt das auch meine Eigenschaften auf dem Feld wider - das ist auf viele Sachen übertragbar.

Puh, das ist schwierig. Zum Beispiel: "Danke euch Fans für die super Unterstützung. Dank euch konnten wir den vierten Platz sichern" (lacht). Das wäre natürlich eine super Sache, aber das ist noch ein weiter Weg bis dorthin. Und ich bin kein Träumer, sondern eher realistisch und nüchtern. Demzufolge konzentriere ich mich eher auf die nächsten Spiele.

Nein, ich stelle den mannschaftlichen Erfolg immer über meinen eigenen.

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