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Der BVB-Gegner

Gladbachs Wendt über Schubert, "Ibra" und "Auba"

DORTMUND Oscar Wendt ist Publikumsliebling im Borussia Park und der Dauer(b)rennner auf der linken Abwehrseite von Borussia Mönchengladbach. In der Bundesliga-Hinrunde verpasste der Schwede keine Sekunde und erzielte drei Tore. Tobias Jöhren hat sich mit dem 30-Jährigen über eine bewegte Gladbacher Hinrunde, das Spiel gegen den BVB und seinen persönlichen Fan-Gesang unterhalten.

Gladbachs Wendt über Schubert, "Ibra" und "Auba"

Oscar Wendt will mit Mönchengladbach auch in der Rückrunde jubeln.

Ich habe gehört, Sie stehen total auf Serien. Verraten Sie uns, welche Sie gerade schauen? Im Moment leider gar keine. Ich habe alle durch (lacht). Im Moment ist überall Pause, ich warte auf neue Staffeln. Meine Lieblingsserien sind aber House of Cards und Game of Thrones.

Die Hinrunde von Borussia Mönchengladbach war auch serienreif. Von ganz unten nach sehr weit oben. Sowas gibt’s eigentlich nur im Fernsehen. (lacht) Ja, das war nicht schlecht von uns, würde ich sagen.

Haben Sie so viel Licht und Schatten schon einmal erlebt in einer Halbserie? Nein. Dass wir nach den ersten fünf Spielen mit fünf Niederlagen noch 29 Punkte geholt haben, das ist schon etwas Besonderes. Es zeigt aber auch, dass wir mental sehr, sehr stark sind.

Können Sie erklären, was innerhalb der Mannschaft nach dem 5. Spieltag passiert ist, warum es plötzlich so gut lief? Leider nicht. Wenn es eine einfache Erklärung gäbe, dann würden alle Mannschaften die maximale Punkteausbeute erreichen. Es ist sehr schwer zu sagen, warum es so gelaufen ist. Natürlich hatten wir den Trainerwechsel, der ein bisschen frischen Wind gebracht hat. Entscheidend war glaube ich, dass wir das erste Spiel unter André Schubert gegen Augsburg gewonnen haben (4:2, Anm. d. Red.). Da haben wir viel Selbstvertraunen rausgezogen. Und dann hatten wir einfach einen Lauf und haben insgesamt sieben Spiele in Folge gewonnen.

Sie sprechen den Trainerwechsel an. Wie groß ist der Anteil von André Schubert an diesem Erfolg, was hat er geändert? Natürlich hat er seinen Anteil. Wir haben taktisch ein wenig was geändert. Wir verteidigen höher und aggressiver, vorher standen wir vielleicht ein bisschen tiefer. Wir jagen den Ball ein bisschen mehr. Außerdem hat André Schubert uns neu motiviert, als wir nach den fünf Niederlagen am Boden lagen. Das ist für einen neuen Trainer sicherlich einfacher. Er macht viel über Motivation. Das kommt sehr gut an in der Mannschaft.

DORTMUND Zum Start der Rückrunde trifft Borussia Dortmund auf ein Mysterium der Hinrunde. Nach dem Trainerwechsel änderten sich bei Borussia Mönchengladbach erst die Ergebnisse, dann die Spielweise. Der BVB-Gegner in der Taktik-Analyse.mehr...

Sie haben diese Saison Champions-League-Luft mit der Borussia schnuppern dürfen, auch mit Kopenhagen schon in der Königsklasse gespielt. Ist das Ziel für diese Saison die erneute Champions-League-Qualifikation? Wir würden das natürlich alle gerne nochmal erleben. Nicht nur wir als Mannschaft, der ganze Verein. Aber es kommt nichts gratis im Leben. Wir müssen hart arbeiten und haben starke Konkurrenz. Es wird sehr schwer, aber wir werden alles versuchen.

Apropos starke Konkurrenz: Am Samstag steht direkt ein echtes Spitzenspiel gegen Dortmund an. Im Hinspiel gab’s ein 0:4 - der Beginn des Katastrophen-Saisonstarts. Was spricht dafür, dass es dieses Mal besser läuft für Mönchengladbach? Wir sind besser drauf. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen auf den Platz. Und wir spielen zu Hause. Im Borussia Park ist alles möglich. Wir sind heimstark und wir hoffen, dass wir uns für das Hinspiel revanchieren können.

Worauf wird es ankommen auf dem Platz? Das ist schwierig zu sagen. Ich denke, dass Kleinigkeiten entscheidend sein werden. Es treffen zwei sehr gute Mannschaften aufeinander, die beide unbedingt gewinnen wollen. Es werden wahrscheinlich Nuancen sein, die am Ende ausschlaggebend sein werden.  

In Pierre-Emerick Aubameyang kommt der beste Torjäger der Hinrunde in den Borussia Park. In der Nationalmannschaft spielen Sie mit Zlatan Ibrahimovic zusammen. Wer von den beiden ist schwieriger zu verteidigen? Da muss ich natürlich „Ibra“ nennen (lacht). „Ibra“ ist der Boss. Er spielt seit zehn Jahren an der Spitze der Weltklasse. Er ist vielleicht der beste Neuner auf der ganzen Welt. Aubameyang ist auch ein sehr, sehr guter Stürmer, aber Ibrahimovic ist Ibrahimovic.

Was ist Ibrahimovic für ein Typ? Ist er so, wie ihn die Medien häufig darstellen, eine Diva? Überhaupt nicht. Er ist ein absoluter Teamplayer und ein Supertyp. Er ist immer freundlich, egal, ob du dein erstes Länderspiel oder dein 100. machst, ob du 18 Jahre alt oder 30 bist. Er ist der König in Schweden, ganz einfach. Ich weiß nicht, warum alle denken, dass er schwierig sei. Das ist er nicht.

Zum Abschluss weg vom Sportlichen: In Ihrem Spieler-Steckbrief steht, sie könnten besser singen und tanzen als der Rest Ihrer Mannschaft. Da passt es ja, dass die Fans einen Oscar-Wendt-Song gedichtet haben („Wer ist der, der links nach vorne rennt?“ - „Oscar, Oscar Wendt!“..., Anm. d. Red.). Können Sie Ihn einmal für uns singen? (lacht) Nein, das kann ich nicht machen.  

Ist nur Online, hört keiner… Nein, ich kann das nicht singen, weil die Fans es so überragend machen. Wenn ich das mache, nimmt das ein bisschen von der Klasse dieses Liedes weg. Deswegen kann ich nur zusammen mit den Fans singen, aber nicht alleine. Dieses Lied ist eine große Ehre für mich.

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