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Götze mit neuem Spielstil bei Pflichtspiel-Comeback

"Glückliches Gefühl"

Nach 61 Minuten war das Pflichtspiel-Comeback vorbei. Beim 3:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg überzeugte Mario Götze als einer von zwei "Achtern" im BVB-Mittelfeld. Es bleibe "einfach ein positives und glückliches Gefühl", erklärte der Weltmeister nach getaner Arbeit. Während sich Götze bescheiden und demütig äußerte, griff Hans-Joachim Watzke bei seiner Lobeshymne ins oberste Regal.

DORTMUND

, 22.08.2017
Götze mit neuem Spielstil bei Pflichtspiel-Comeback

Zurück im Geschäft: Mario Götze.

„Er spielt jetzt nicht – wie früher – wie Messi, sondern eher wie Iniesta. Er wird eine zentrale Figur werden“, sagte der BVB-Geschäftsfüher am Sky-Mikrofon über den Auftritt des 25-Jährigen. „Wenn Mario spielt, da lacht das Herz. Einen solchen Fußball kann man – oder eben nicht.“ Götze versuche mehr Einfluss auf das Spiel zu nehmen, auch mal mit einfachen, aber dafür millimetergenauen Pässen. Auch Götzes Torvorlage in Minute 22, als er den freistehenden Cristian Pulisic auf der rechten Offensivseite des BVB bediente, war ein vermeintlich einfacher Pass. Aber es war eben der richtige Pass zur richtigen Zeit.

Gelungenes Comeback

40 Pässe spielte Götze gegen den VfL Wolfsburg insgesamt, 32 fanden den eigenen Mitspieler. Hinzu gesellten sich eine Laufleistung von 8,03 Kilometern bis zur Auswechslung und zwei eigene Torschüsse. Die Zahlen unterstrichen Götzes gelungenes Comeback.

 

Lob gab es auch vom Trainer. „Er hat sehr gut gespielt. Er ist ja auch ein sehr guter, ein ganz spezieller Spieler,“, sagte Peter Bosz – und man sah ihm die Freude über diese Sätze förmlich an. Trotzdem müsse er bei Götze vorsichtig sein. Deshalb habe er ihn auch runtergenommen. „Wenn es wirklich nötig gewesen wäre, hätte Mario auch länger spielen können.“ Die Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste in der Causa Götze. Schritt für Schritt zurück zu alter Stärke nach der Diagnose Stoffwechselerkrankung. Oder zu neuer Stärke. Wie man es nimmt.

"Noch nie so lange raus"

„Ich war noch nie so lange raus, deshalb ist es natürlich nicht so leicht. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass es geklappt hat“, sagte der Hochgelobte selbst, der in den vergangen Monaten schon häufiger darauf verwiesen hatte, dass man sein Spiel nicht länger mit dem Spiel des 19-jährigen Götze von vor sechs Jahren vergleichen dürfe.

In Wolfsburg wurde deutlich, wie sein Spiel in Zukunft aussehen könnte. Götze überzeugte mit klugen Entscheidungen und Spielintelligenz statt mit spektakulären Dribblings. Zusammen mit Gonzalo Castro und Nuri Sahin dominierte er das Geschehen im Mittelfeld nach Belieben. Götze blieb dennoch selbstkritisch: „Ich bin längst noch nicht wieder bei 100 Prozent.“ Es klang nach der Leistung am Samstag fast wie eine Drohung für die Bundesliga-Konkurrenz. 

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