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"Unsichtbarer" BVB-Arbeiter

Götze und der ständige Vergleich mit früher

MARBELLA Bei den jungen spanischen Fans ist die Ehrerbietung für Mario Götze ungebrochen groß. Ob während der Trainingseinheiten im Estadio Municipal in Marbella, oder wie am Samstag beim Testspiel unweit des Affenfelsens an der Grenze zu Gibraltar - die "Gotze, Gotze"-Rufe kennt man noch aus seiner ersten Zeit beim BVB. Doch sie sehen heute einen anderen Mario Götze.

Götze und der ständige Vergleich mit früher

Mario Götze will mit dem BVB im Jahr 2017 durchstarten.

Wie damals tun sich die Spanier mit dem „ö“-Umlaut in seinem Namen ein wenig schwer, aber es ist unschwer zu verstehen, wen sie denn da lautstark um ein Autogramm bitten. Doch sie bejubeln jetzt einen anderen Götze, einen „gereiften“, wie der Dortmunder Mittelfeldspieler sich selbst beschreibt.

Nicht wie früher

Er habe eine „normale Entwicklung“ durchgemacht, sagt der deutsche WM-Held über sich selbst, „jeder Mensch macht doch seine Erfahrungen, jeder hat seine Geschichte“. Daher sei es auch normal, dass er mit seinen 24 Jahren ein anderer Mensch sei als damals. Damals, mit 19, 20.

 

 

Der von damals aber hat die Massen verzückt. Sie haben ihm zugejubelt, weil er die unberechenbaren Dinge machte, weil er so unbekümmert Fußball spielte und mit der Kugel am Fuß einfach seinem natürlichen Instinkt folgte. Manchmal blitzt das auch heute noch auf, dann ist Mario Götze wieder im Tunnel, dann gehorcht ihm der Ball wie von Geisterhand. Doch den anderen Götze sieht man häufiger. Den kopfgesteuerten. Der manchmal auch gehemmt wirkt, nicht frei.

"Ich will vorangehen"

Das muss man nicht allein an den Statistiken festmachen, die bislang nur zwei Treffer und zwei Vorlagen ausweisen. Denn das hängt auch mit einer anderen Rolle im Team zusammen. Götze lässt sich tiefer fallen. „Die Acht“, sagt er, „ist meine Wunschposition, das ist kein Geheimnis.“ Deutlich weiter hinten als früher zu spielen, das eröffne ihm die Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen. Und Götze möchte „viel Verantwortung“ für das BVB-Spiel tragen, wie er sagt. „Ich will vorangehen.“

BVB-Training in Marbella am 9. Januar

Bilder des BVB-Trainings in Marbella am 9. Januar.
Bilder des BVB-Trainings in Marbella am 9. Januar.
Bilder des BVB-Trainings in Marbella am 9. Januar.
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Bilder des BVB-Trainings in Marbella am 9. Januar.
Bilder des BVB-Trainings in Marbella am 9. Januar.

Nicht wenige aber vermissen den „alten“ Mario Götze. Das ist eine Diskussion, die ihn begleitet seit seiner Rückkehr und die ihn überrascht hat. Die er auch nicht versteht. Er sagt: „Viele assoziieren meine Person mit damals, als ich jung war. Da aber habe ich eine andere Rolle gehabt, eine andere Position gespielt.“

"Unsichtbare" Arbeit

Sein Spiel hat sich in der Tat verändert. Mario Götze hat keine Probleme damit, auch die „unsichtbare“ Arbeit zu verrichten, durch seine Laufwege zum Beispiel Löcher zu reißen. Den Lorbeer ernten dann andere, sie stehen im Blickpunkt. Götze scheint es zu reichen, dass sein Trainer die Arbeit für die Mannschaft zu schätzen weiß, auch wenn er sagt, „dass ich auch heute noch gerne Tore schieße“.

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Es ist nicht zu verkennen, dass da ein anderer Götze sitzt. Einer, der seine Worte wohl überlegt, der wohl generell sehr viel nachdenkt. In ihm, hat sein Ex-Trainer Jürgen Klopp kürzlich gesagt, stecke immer noch der Weltklassefußballer. Das sei wie Fahrrad fahren, das verlerne man nicht. Ein Satz, der ihm schmeichelt, der ihm gefällt.

Götze taut etwas auf, als er über Klopp redet. Auch, als er über seinen WM-Treffer spricht und den Trubel, der damit einherging. „Ich würde es immer wieder so machen“, sagt Götze. Und lacht lauthals.

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