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Trotz guter Leistung

Gündogan-Comeback gerät in Köln zur Nebensache

KÖLN Ilkay Gündogan war die vielleicht traurigste Figur der Dortmunder 1:2-Niederlage in Köln. Der Rückkehrer hatte 434 Tage nach seinem letzten BVB-Auftritt zwar eine gute Leistung abgeliefert, doch sein Comeback geriet aufgrund der erneuten Pleite nur zur Nebensache. Und zu allem Überfluss fuhr der Mannschaftsbus dann auch noch ohne ihn los.

Gündogan-Comeback gerät in Köln zur Nebensache

Bundesliga-Comeback nach 434 Tagen: Ilkay Gündogan (l.).

Nein, der BVB hatte seinen Mittelfeldstrategen nicht vergessen. Ilkay Gündogan saß einfach noch immer bei der Dopingprobe fest, als seine Teamkollegen bereits im Bus saßen. Also gab’s grünes Licht für die Abfahrt, der Rückkehrer musste später allein zurück nach Dortmund reisen. So hatte er sich sein Comeback nach 14-monatiger Verletzungspause sicherlich nicht vorgestellt.Viele Pässe, gute Quote Dabei konnte er mit seiner individuellen Leistung eigentlich ganz zufrieden sein. Lange Zeit war er der Spieler mit den meisten Ballkontakten auf dem Feld (93). Erst als in der zweiten Hälfte seine Puste merklich nachließ, überholte ihn noch Teamkollege Lukasz Piszczek (99). Dafür lag er bei den gespielten Pässen (66) vorne, auch seine Passquote von knapp 86 Prozent konnte sich sehen lassen. „Es ist schön, nach so langer Zeit wieder da zu sein“, sagte Gündogan nach der Partie.

Sämtliche Zahlen des Spiels verdeutlichten, dass der so schmerzlich vermisste Regisseur in seinem ersten BVB-Spiel seit 434 Tagen gleich wieder ein gefragter Anspielpartner war. Die Mitspieler suchten ihn – und Gündogan versuchte, den Ansprüchen gerecht zu werden.

In den Körperdrehungen erkannte man auch bereits wieder den alten Gündogan, in puncto Ballbehandlung hat der 23-Jährige trotz der langen Pause nichts von seiner Klasse eingebüßt. Was naturgemäß noch fehlte, das war das Gefühl für das Spiel, für die Tiefe des Feldes, für die Schnittstellen des Gegners. Hier mühte sich Gündogan zwar, die fehlende Praxis konnte er jedoch nicht leugnen. „Es gab Aktionen, in denen wir es richtig gut gemacht haben. Aber unser Anspruch ist, viel öfter zum Abschluss zu kommen. Wir hatten nicht die Durchschlagskraft. Das ist sehr, sehr bitter“, fasste er die Mannschaftsleistung nach dem Spiel im Interview zusammen.

KÖLN BVB-Sportdirektor Michael Zorc versuchte erst gar nicht, seinen Frust über die 1:2-Auswärtspleite der Borussia in Köln zu verhehlen. Stattdessen sprach er Klartext. Matthias Dersch hat seine Aussagen aufgezeichnet.mehr...

Und doch war sein Comeback der Lichtblick an einem aus Dortmunder Sicht düsteren Nachmittag. „Dass Ilkay wieder gespielt hat“, erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc 45 Minuten nach Spielende, „war das einzig Positive.“ Gündogan bekam davon freilich nichts mit. Er saß zu dieser Zeit noch immer ein paar Meter weiter in der Kabine auf dem Trockenen.

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