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Hajnal ist der Kreativ-Direktor

DORTMUND Er ist einer von denen, die ihre Bewacher wie einen Stuhl stehen lassen. Seine Pässe duften nach Parfüm. Und dabei rennt er, als wäre er an einer Flügelschraube auf dem Rücken aufgezogen worden.

Hajnal ist der Kreativ-Direktor

Tamas Hajnal ist Borussias treibende Kraft im Mittelfeld.

Tamas Hajnal (27), Kreativdirektor von Borussia Dortmund, erfüllt seinen Auftrag mit Intelligenz und Fleiß. Und mit nachweislich mehr Erfolg, seitdem Trainer Jürgen Klopp (41) sein System in ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute umstellte. Heute in Karlsruhe hat Hajnal eine Verabredung mit der Geschichte: Noch in der vorigen Saison ging er im Wildparkstadion auf Beutezug. Drei Viertel seiner inzwischen zwölf Scorerpunkte sammelte Hajnal vom Tag der taktischen Neuausrichtung, „das“, stellt er fest, „sagt viel aus.“ Zum Beispiel, dass der Ballschmuser aus Ungarn seine Stärken als entscheidender Strippenzieher hinter den Spitzen eher ausspielen kann als in der Rolle, die ihm Klopp ursprünglich zugedacht hatte, neben Sebastian Kehl (28) in der „Doppel-Sechs“. Gegen diese Aufgabenstellung hatte Hajnals Berater Marc Wilmots via Bild-Zeitung energisch protestiert.

Es spricht für Klopp, nicht dogmatisch an dieser strategischen Position festgehalten zu haben: Hajnal, der neben Passgenauigkeit, Kombinations- und Ballsicherheit auch mit einem erstaunlichen Zweikampfverhalten aufwarten kann, nimmt jetzt auf die Offensive deutlich mehr Einfluss als vorher. Erstmals im Pokalmatch gegen Hertha BSC (2:1 n.V.) und dann auch in der Bundesliga gegen Stuttgart (3:0) steuerte Hajnal das Spiel mit verändertem Anforderungsprofil spürbar effektiver – der jetzt für ihn reservierte Part passt ihm wie ein Maßanzug. Befreit von der Pflicht, immer wieder auch den Rückwärtsgang einzulegen, ist Hajnal deshalb nicht: „Meine Defensiv-Aufgaben vernachlässige ich nicht. Der Trainer legt großen Wert auf Umschaltbewegungen.“

Dass bei der Rückkehr nach Karlsruhe die Ohren angesichts gellender Pfiffe schmerzen könnten, darauf ist der Zauberfuß vorbereitet. „Es wird so sein wie vor zwei Wochen in Hamburg“, vermutet er, damals waren Mladen Petric (27, von den Anhängern des BVB) und Mohamed Zidan (26, von den HSV-Fans) denkbar unfreundlich empfangen werden. „Sollte es bei mir anders sein, wäre ich überrascht“, sagt Hajnal. Übel nehmen würde er den Karlsruher Sympathisanten nicht, wenn sie seinen Weggang im Sommer mit Unmutsbekundungen nachwürzen würden, „so etwas gehört einfach dazu.“ Hajnal verspricht: „Ich werde hochmotiviert sein. Und wenn sie pfeifen, werde ich damit umgehen können.“ 

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