Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Hannover 96 buhlt um BVB-Regisseur Tamas Hajnal

Brodelnde Gerüchtekücke

In der virtuellen Welt des Internet brodelt es am Montag in der Gerüchteküche. Das Thema: Tamas Hajnal (29) und seine mögliche Flucht von Borussia Dortmund zu Hannover 96 .

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 23.08.2010
Hannover 96 buhlt um BVB-Regisseur Tamas Hajnal

Hajnal: Transfer nach Hannover geplatzt.

Nachdem 96-Klubchef Martin Kind das Interesse der Niedersachsen bestätigt hatte („Er steht bei uns weit oben auf der Liste“), gingen alle Beteiligten verbal in Deckung. Hajnal, dessen Nichtberücksichtigung für den Dortmunder Kader im Pokalspiel bei Wacker Burghausen die jetzige Lawine erst ins Rollen gebracht hatte, trainierte am Montag mit den Reservisten.

Die wenigen anwesenden Journalisten ließ er später stehen und rief nur: „Ihr werdet es rechtzeitig erfahren.“ Später am Telefon bat er um Verständnis: „Ich möchte mich zu allen Spekulationen nicht äußern!“ Neben Hannover, das am Samstag das Drama um die Kreuzbandverletzung von Neuzugang Carlitos (27) verdauen musste und das durch den mindestens sechsmonatigen Ausfall des Portugiesen im offensiven Mittelfeld nun Handlungsbedarf verspürt, sollen bei Hajnals Berater Marc Wilmots weitere Klubs Interesse an einer Verpflichtung des ungarischen Nationalspielers angemeldet haben. Bis zu Borussia Dortmund ist dies nur gerüchteweise durchgedrungen. „Es gibt keine offiziellen Anfragen“, meinte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lapidar, „und zunächst einmal müsste ja der Spieler auch selbst den Wunsch äußern, den Verein verlassen zu wollen.“ Das aber habe Hajnal bislang nicht getan. „Daher führen wir hier gerade eine unnötige Diskussion.“

Die könnte aber schnell Fahrt aufnehmen. In einer Woche schließt das erste Transfer-Fenster, und Hajnal hat die Nicht-Berücksichtigung in Burghausen und im Europapokal gegen Qarabag Agdam offenbar als deutliches Signal verstanden. Auch wenn Trainer Jürgen Klopp gestern noch einmal deutlich machte, „dass es sich ausschließlich um sportliche Entscheidungen“ gehandelt habe. „Aber wenn ein Spieler hier nicht mehr sein will, muss er nicht bleiben.“ In der Hierachie erlebte Hajnal nach seiner Bänderverletzung im Oktober 2009 einen Absturz, der in der Saison-Vorbereitung ungebremst anhielt. Dass die finanziell nicht auf Rosen gebetteten 96er nach Medienberichten ein Leihgeschäft anstreben, könnte sich ebenso zum Hindernis für den Transfer entwickeln wie eine mögliche Ablöseforderung des BVB. 2008 überwies Dortmund für Hajnal die festgeschriebene Summe von 1,3 Millionen Euro an den Karlsruher SC – diesen Betrag würde der BVB sicher wieder einspielen wollen. Hajnals Vertrag bei der Borussia läuft noch bis zum 30. Juni 2012.  

  • Linksverteidiger Dede (Anriss des Syndesmosebandes) ist seit Samstag seinen Gips los. Am Dienstag will der Brasilianer mit leichtem Lauftraining beginnen.
Lesen Sie jetzt