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Hille macht Träume wahr

DORTMUND Zwei Minuten waren noch zu spielen, elf Ostfriesen glaubten schon an den Punktgewinn, da langte Sebastian Hille noch einmal mächtig hin – 3:2 (1:1) hieß es am Ende für Regionalligist Borussia Dortmund im Top-Duell gegen Tabellenführer Kickers Emden.

Hille macht Träume wahr

Borusse Christopher Nöthe (l.) setzt sich durch.

In einem spannenden Kampfspiel, unter Dauerregen auf glitschigem Rasen geführt, durfte der BVB verdient jubeln. Patrick Njambe per Kopfball (12.) zum 1:0, Christopher Nöthe mit einem Supertor (66.) zum 2:1 und schließlich Sebastian Hille mit seinem Siegtreffer zum 3:2 (88.) setzten gestern die fußballerischen Glanzlichter an diesem nasskalten Novemberabend vor nur 803 Zuschauern im Stadion Rote Erde. Die allerdings erlebten nicht nur einen offenen Schlagabtausch der beiden Teams, sondern auch das Comeback von Sebastian Kehl.

Kehls Comeback

Borussias Bundesliga-Profi sammelte im defensiven Mittelfeld wieder Spielpraxis, wurde dabei von Christian Eggert und Njambe unterstützt, die gemeinsam mit Kehl einen zweiten Sicherheitsriegel vor dem BVB-Strafraum aufzogen.

Kehl war dabei die lange Pause anzumerken. Doch er mühte sich, hatte in der 68. Minute sogar Pech, als er mit seinem Schuss an Kickers-Keeper Rickert scheiterte. Die entscheidenden Akzente setzte jedoch andere.

Allen voran Nöthe und Ricken, die sich die Bestnoten verdienten. Ricken war an allen drei Dortmunder Toren durch Eckbälle und einen Freistoß beteiligt. Eine ausgezeichnete Rolle spielte auch Martin Amedick der bei zwei Toren für Njambe und Hille auflegte.

Rickens Vorarbeit

So viele Gegentreffer hatte die Kickers-Abwehr in dieser Saison noch nie kassiert. Aber der Borussen-Schwung überraschte offensichtlich die Gäste. Die Dortmunder, die sich mit ihrem Erfolg eine glänzende Ausgangslage verschafften und auf Platz acht der Tabelle kletterten, zeigten von Beginn an keinen Respekt, spielten aber hoch konzentriert und leisteten sich kaum Fehler.

Bis auf Hillenbrands Patzer (45.), der noch zum Emdener 1:1 führte, ließ der BVB kaum etwas anbrennen, kämpfte verbissen, jubelte nach Nöthes Super-Tor, als der einen Ricken-Freistoß aus der Drehung volley zum 2:1 ins Kickers-Netz jagte.

Noch größer war die Begeisterung allerdings, als Hille nach Rickens Ecke und Amedicks Zuspiel mit seinem Schuss zum 3:2 traf – besser ging‘s einfach nicht, alle BVB-Träume hatten sich erfüllt.   BVB: Höttecke - Hillenbrand (79. Schmelzer), Hünemeier, Amedick, Akgün - Njambe (56. Großkreutz), Kehl (79. Hille), Eggert - Ricken - Senesie, NötheTore: 1:0 Njambe (12.), 1:1 Vujanovic (45.), 2:1 Nöthe (66.), 2:2 Reichwein (75.), 3:2 Hille (88.).SR.: Marc Seemann (Essen) – Z.: 803

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