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"Jeder Ticketkäufer wird durchleuchtet und überprüft"

BVB-Gruppengegner Legia Warschau

Erst die Vorkommnisse beim Champions-League-Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Am Dienstag die Zusammenstöße mit der spanischen Polizei in Madrid. Die Fans von BVB-Gruppengegner Legia Warschau sorgen europaweit für Aufsehen. Doch damit könnte jetzt Schluss sein - weil Verein und UEFA hart durchgreifen.

Madrid

, 19.10.2016
"Jeder Ticketkäufer wird durchleuchtet und überprüft"

Randalierende Fans von Legia Warschau geraten in Madrid mit der spanischen Polizei aneinander.

"Die gestrigen Vorkommnisse bedeuten das Ende der Auswärtsfahrten im Europapokal in der aktuellen Form", schreibt Seweryn Dmowski, Pressesprecher von Legia Warschau auf Twitter.

 

Wczorajsze incydenty oznaczaja koniec kibicowskich wyjazdów zagranicznych na mecze europejskie w dotychczasowej formie. Wiecej na briefingu.

— Seweryn Dmowski (@seweryndmowski)

 

Daheim angekommen, ging es direkt vor die versammelten Medienvertreter. "Wir glauben, dass die Gefahr erneuter Krawalle besteht, wenn zum Spiel nach Dortmund ähnlich viele Fans mitreisen wie nach Madrid", sagte Legia-Sprecher Seweryn Dmowski am Mittwoch bei der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Daher verändere der Klub die Ticket-Politik. "Wir werden deutlich weniger Tickets anfordern und anbieten, jeder Ticketkäufer wird durchleuchtet und überprüft."

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Im Vorfeld des Champions-League-Gruppenspiels zwischen Real und Legia (5:1) nahmen spanische Einsatzkräfte 13 polnische Hooligans fest. Laut Legia-Sprecher Dmowski droht den identifizierten Krawallmachern lebenslanges Stadionverbot.

Spiel in Dortmund steht aus

Damit werden zum 22. November deutlich weniger Legia-Anhänger zum Auswärtsspiel nach Dortmund reisen, als zu den Partien in Lissabon und Madrid. Doch es könnte noch schlimmer kommen für den polnischen Meister: Auf Nachfrage gestand Dmowski, mit einem völligen Ausschluss des Klubs der UEFA vom Europapokal „als eine der möglichen Strafen“ zu rechnen.

Anhänger von Legia hatten schon vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Dortmund (0:6) am 14. September für Ärger gesorgt. Sie hatten unter anderem Pyrotechnik abgebrannt und versucht, den BVB-Fan-Block zu stürmen. Die UEFA warf Legia unzureichende Organisation und deren Fans rassistisches Verhalten vor. Zur Strafe muss Legia das nächste Gruppenspiel am 2. November gegen Real in Warschau vor leeren Tribünen bestreiten. Die Uefa hat den Einspruch des Klubs zurückgewiesen.

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