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Julian Weigl fiebert seiner BVB-Saisonpremiere entgegen

Adduktorenprobleme überwunden

Es geht vorwärts im Hause Weigl. Freundin Sarah freut sich über ihr Uni-Diplom, BVB-Profi Julian hat seine Adduktorenprobleme endgültig überwunden und fiebert seiner Saisonpremiere entgegen.

Dortmund

, 10.09.2018
Julian Weigl fiebert seiner BVB-Saisonpremiere entgegen

Will wieder angreifen: Julian Weigl. © Inderlied/Kirchner

Stolz ist er auf seine Freundin, das ist deutlich zu sehen auf dem Bild, das Julian Weigl in der vergangenen Woche zu ihrem bestandenen Uni-Diplom postete und das die beiden fröhlich grinsend zeigt.

„Zwischendurch gab es auch Stillstand“

Generell ist die Laune wieder besser zu Hause: Nach fast vier Monaten ohne Pflichtspiel wegen einer Verletzung, die sich als zäh entpuppte und viel Geduld verlangte, hat Weigl in der vergangenen Woche mit dem Einsatz im Testspiel beim VfL Osnabrück den letzten Schritt zu einem möglichen Comeback in der Bundesliga gemacht. Es sei ein wichtiger Test gewesen, sagt Weigl, „ich konnte dem Trainer zeigen, dass ich langsam auf 100 Prozent komme“.

Wie im Vorjahr erfolgt sein Saisoneinstieg verspätet. Vor zwölf Monaten wegen der Folgen einer Sprunggelenks-Fraktur, nun wegen der hartnäckigen Adduktorenprobleme. Eine deutlich schwierigere Verletzung, sagt der 23-Jährige. „Bei der anderen Sache war relativ klar, wann ich wieder mehr machen kann, wann die Verletzung ausgeheilt ist.“ In diesem Sommer hoffte er auf die lange Pause nach dem Saisonende Mitte Mai und musste vor dem Start der Vorbereitung dann doch feststellen, dass die Auszeit nicht gereicht hatte. „Ich habe nur langsam Fortschritte gemacht, zwischendurch gab es auch Stillstand. Das war sehr schwierig.“

Eine neue Situation

Während er in der Reha vorsichtig an die Grenzen ging, mittendrin, wie er zugibt, „auch Muffensausen hatte, ob es nach einer Belastung wieder Probleme gibt“, saugten seine Mitspieler die Ideen und Vorstellungen des neuen Trainers auf. Und der BVB holte für seine Position einen gestandenen Nationalspieler, Axel Witsel, Denker und Lenker des WM-Dritten Belgien.

Das, gibt Julian Weigl zu, sei zwar unbestritten eine neue Situation für ihn, der eigentlich immer spielte, wenn er gesund und fit war. „Doch ich freue mich, dass er hier ist.“ Witsel bringe „Erfahrung mit, die wir so nicht hatten im Kader.“ Seine Klasse und Ruhe am Ball könne vor allem in den internationalen Spielen wichtig werden, „wenn es unruhig und hektisch wird auf dem Platz“.

Selbstverständlichkeit abhandengekommen

Wie diese Saison verläuft, könnte für den weiteren Verlauf der Karriere von Julian Weigl wichtig sein. Unter Thomas Tuchel war er immer gesetzt - als er nach der Sprunggelenksverletzung zurückkam, fremdelte er stark mit den Ideen, die Tuchel-Nachfolger Peter Bosz für seine Position hatte. Auch unter Peter Stöger wurde es nicht wirklich besser. Weigl war die Selbstverständlichkeit abhandengekommen, er wollte es erzwingen auf dem Platz. Und verlor seinen Status als Stammkraft.

Julian Weigl fiebert seiner BVB-Saisonpremiere entgegen

Weigl sagt über Axel Witsel: „Er bringt Erfahrung mit, die wir so nicht hatten im Kader.“ © Inderlied/Kirchner

Vielleicht, meinte er am Montag, könne diese Erfahrung helfen, „wenn es mal wieder eine Phase geben sollte, in der es nicht so gut läuft“. Aktuell fühle er sich gut. „Was ich jetzt brauche, sind Spiele!“ Und warum nicht an der Seite von Witsel? Zwar gibt es im von Lucien Favre favorisierten 4-3-3 nur einen Sechser, im Training aber haben die beiden einige Male Seite an Seite gespielt. „Das hat gut funktioniert“, sagt Weigl, „wie wir spielen, wird ja auch variieren. Je nachdem, welche taktischen Anforderungen uns der Gegner stellt.“

„Schon immer ein ungeduldiger Mensch“

Da jetzt die Englischen Wochen kommen, ist Weigl zuversichtlich, so oder so auf seine Einsätze zu kommen. Und er kann es kaum erwarten: „Ich war schon immer ein ungeduldiger Mensch.“

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