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Kagawa-Show gegen Qarabag Agdam endet 4:0

45 starke Minuten

Hans-Joachim Watzke wird am Freitag eine dankbare Aufgabe zuteil. Borussia Dortmunds KGaA-Boss muss am Mittag zwar über die leicht roten Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres referieren; er darf den BVB-Aktionären nach dem gestrigen 4:0 (4:0) in der Europa League gegen FK Qarabag Agdam aber viele frische Millionen für das nächste Jahr prophezeien.

DORTMUND

von Von Sascha Fligge

, 19.08.2010
Kagawa-Show gegen Qarabag Agdam endet 4:0

Bärenstark: Borussias Doppel-Torschütze Shinji Kagawa.

Mit einem Betrag „oberhalb von fünf Millionen Euro“ rechnet Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc im Falle des Erreichens der Euro League-Gruppenphase. Dass die Aserbaidschaner der Borussia im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Baku noch in die Quere kommen können, scheint nach den Eindrücken des ersten Vergleichs ausgeschlossen. „Wir werden kämpfen bis zum Ende und natürlich auch gewinnen“, hatte FK-Trainer Qurban Qurbanov zwar vor dem Anstoß getönt. Es waren aber bloß Worthülsen… Die Borussia – angetreten ohne Rechtsverteidiger Patrick Owomoyela (Magen-Darm-Infekt) – machte kurzen Prozess mit ihren Gästen aus dem Südkaukasus. Neuzugang Shinji Kagawa (13./41.) und Torjäger Lucas Barrios (20./29.) hatten bis zur Pause auch dank gütiger Mithilfe des bedauernswert schwachen Torhüters Farhad Valiyev ein beruhigendes 4:0 herausgespielt. Valiyevs erste sicher abgefangene Flanke quittierten die Zuschauer voller Häme mit Beifall (35.).

Wer dem Dortmunder Fußball während der ersten Hälfte ein aktuelles Blutbild erstellt hätte, dem wäre aufgefallen, dass er kerngesund ist, vor Kraft strotzt und in einigen Bereichen Bilderbuchwerte aufweist. Brillant wirkte gegen Qarabag vor allem der offensive Kern des Mittelfelds. Wirbelwind Kagawa, im Sommer für eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von nur 350 000 Euro aus Osaka in den Ruhrpott gelockt, spielte dem maximal zweitklassigen Defensivverbund der Aserbaidschaner mit seiner engen Ballführung etliche Knoten in die Beine.

Beeindruckend, wie viel Tordrang der 21-Jährige immer und immer wieder entwickelte. Seine Gier wurde in der 56. Minute auch emotional belohnt, als die Südtribüne dem Asiaten Applaus auf offener Szene spendete. „Kagawa, Kagawa“, skandierten die Anhänger. Keine Frage: Der „Sushi-Bomber“ (so die BILD) hat das Zeug zum neuen Publikumsliebling. Er ist in Europa angekommen. Für seinen Arbeitgeber, der den Vorsprung nach der Pause nur noch verwaltete, dürfte in sieben Tagen dasselbe gelten.

Der Transfer des BVB-Stürmers Nelson Valdez zum spanischen Aufsteiger Hercules Alicante war „wegen fehlender Sicherheiten“ (so Michael Zorc) auch am späten Donnerstag noch nicht perfekt. Valdez darf bei den Iberern zurzeit folgerichtig weder trainieren noch in Testspielen aufgeboten werden.

  

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